Ep. 14 - Bin ich selbst mein größtes Hindernis?
Shownotes
Warum fällt es uns oft so schwer, neue Dinge zu wagen — obwohl wir tief in uns spüren, dass sie uns eigentlich guttun bzw. "wachsen lassen" würden?
Diese Folge beginnen wir mit einer zur Thematik passenden Situation, in der wir uns gerade selbst befinden, um daraufhin über Komfortzonen, innere Widerstände und Selbstzweifel zu sprechen. Warum halten wir uns oft selbst zurück?
Und was passiert, wenn wir beginnen, unsere Komfortzone nicht zu verlassen — sondern zu erweitern?
Ein persönliches Gespräch über Wachstum, Unsicherheit und die kleinen mutigen Schritte, die unser Leben verändern können.
✨ Inhalte der Folge
• Was eine Komfortzone wirklich ist • Warum Veränderung oft unangenehm ist • Angst oder vielleicht doch Aufregung? • Warum wir uns oft selbst klein halten • Die Angst vor Bewertung • Wachstum durch neue Erfahrungen • Komfortzone erweitern statt verlassen • Warum das Leben uns immer wieder herausfordert • Kleine Schritte statt riesiger Veränderungen • Wie Lernen und Entwicklung zusammenhängen • Vertrauen statt Rückzug
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Gerne kannst du uns deine Themenwünsche bekanntgeben: E-Mail: redmadrueba@gmail.com
Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben uns vorgenommen, diese Podcasts zu machen und irgendwie müssen wir den Leuten doch sagen, dass wir das machen. Also müssen wir irgendwie trotzdem auf Social Media was posten.
00:00:10: Und warum muss ich dich immer erinnern, dass du Videos oder Reels oder irgendwas machst? Ja, jetzt hast du mich aber kalt erwischt, meine Liebe. Ich weiß eh. Es ist für mich so eine wirkliche Herausforderung.
00:00:28: Ich sitze davor und denke mir, ja, jetzt mache ich. Und dann, ja, vielleicht tue ich doch noch zuerst schnell das Fenster putzen, weil das gehört auch gemacht. Also da fällt es mir total schwer, wirklich mich aus meiner Komfortzone heraus zubewegen.
00:00:44: Genau, also da, das ist wirklich heftig, wenn man was Neues sich aneignen will. Ja, reden wir da ein bisschen drüber, oder? Ja, reden wir jetzt drüber, ja.
00:01:01: Reden wir drüber, dem Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.
00:01:13: Schön, dass du mit dabei bist, wenn wir übers Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also reden wir drüber!
00:01:25: Ja, es ist schon spannend, liebe Andrea, und danke, dass du mich da wieder drauf aufmerksam gemacht hast und immer so einen sanften Stupser, na ja, nicht immer ganz sanft, nein, schon sanft, also bleiben wir bei der Wahrheit.
00:01:39: Dass ich da endlich mal ein bisschen mehr tun sollte, vor allem wirklich Videos machen oder es reichen ja schon so Karussellposts oder irgendwas. Und bei mir ist da irgendwas drinnen, was mich komplett zurück halt.
00:01:53: Wo es unbequem wird für mich, wo ich mir wirklich schwer tue, das zu machen. Dabei muss ich sagen, vor vielen Jahren, das sind schon sechs, sieben Jahre her jetzt, ist mir das total leicht gefallen damals, das Handy zu nehmen, ein Video zu machen, Lives zu machen auf Facebook, das war überhaupt kein Thema.
00:02:11: Aber was war da anders? Ja, genau. Was war da anders? Gute Frage. Ich meine, ich habe ja im Grunde das gleiche Thema wie du. Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass es wirklich mühsam ist, oder dieses ganze Social Media drumherum und dieses ganze Influencertum, das hat ja so einen Hype gekriegt, was ja für uns, oder zumindest für mich, nicht wirklich ... also diese Welt ist mir irgendwo fremd, künstlich und so weiter.
00:02:43: Da ist ja eine gewisse kleine Abneigung auch da. Was sollen wir da tun? Wir kleinen Zwutschkerln, vielleicht? Und diese ganzen Algorithmen. Es ist ja etwas, was nicht wirklich Spaß macht, von mir aus.
00:03:00: Aber ich kann das nachvollziehen, was du sagst, es gab eine Zeit eben vor vielen Jahren, da ist mir das auch leichter gefallen. Aber kann es sein, da war das noch nicht, da war noch nicht so dieser Hype?
00:03:14: Das stimmt, da ist das noch nicht so massiv gewesen,
00:03:19: ja, und da ist es einfach einfacher gewesen, aus welchem Grund auch immer, aber ich glaube, dass das wirklich mit diesem Hype zusammenhängt, weil es ist ja jetzt schon fast so ... wenn du da nicht mindestens so viele Tausende Follower hast, dann ist das eh uninteressant, so auf die Art.
00:03:35: Aber im Endeffekt, es hat doch jeder mal klein angefangen. Genau. Mit Followern. Aber natürlich ist das Arbeit, und du musst es aufbauen, und du musst stetig dran arbeiten.
00:03:49: Es ist nicht so, mach ich mal ein bisschen, und passt schon. Und das ist eben das,
00:03:56: wo ich mir vielleicht einen Druck mach innerlich. Aber ich merke, es ist dann, ich denke mir ... ma, jetzt habe ich ein Thema, genau über das könnte ich reden. Dann schalte ich die Kamera ein und denk mir ... nein, doch nicht ... dann schalte ich wieder aus.
00:04:10: Aber es wäre ja wirklich interessant, was da abläuft. Also wie gesagt, ich brauche eh nur mich hinterfragen. Und trotz allem ist es ja etwas, wo ich innerlich spüre, dass es diese Hürde ist, die man irgendwo
00:04:31: umgehen sollte oder nicht umgehen sollte, das sind jetzt nicht die richtigen Ausdrücke dafür. Ich spüre einfach, dass es gut wäre, das zu tun und zu können, so wie bei allem anderen.
00:04:42: Also wenn ich sage, jetzt gibt es ein neues Programm oder diese ganzen Schneideprogramme oder so, das muss ich mir auch aneignen, das habe ich mir auch angeeignet, und am Anfang denke ich mir ... ma, das ist ja mühsam.
00:04:57: Eigentlich eine ähnliche Energie, das dauert ja ewig, bis ich das hinkriege oder bis ich das mache. Aber wenn man dann irgendwas öfter macht, geht's eh. Und dann geht's immer schneller.
00:05:12: Na klar, es kommt die Routine. Aber ich glaube, da ist der feine Unterschied. Du machst das für dich daheim, lernst dir das.
00:05:21: Wie schneide ich ein Video, wie schneide ich ein Audio zusammen, was muss ich rausgeben und das Ganze drumherum. Und jetzt ein Video auf Social Media zu posten, das ist ja noch einmal – wer schaut sich das aller an?
00:05:35: Werde ich da bewertet? Also da habe ich schon ein bisschen ein Thema, nach wie vor, obwohl ich immer sage, mir ist ja das wurscht, was irgendwer anderer sagt, aber anscheinend doch nicht so.
00:05:46: Weil da kommt schon so etwas – ma, wenn ich jetzt recht einen Topfen zusammen rede, Und dann schreibens dir vielleicht drunter ... du Tussi, was glaubst du überhaupt? Das macht keiner.
00:05:58: Natürlich nicht, weil wir reden ja keinen Topfen.
00:06:02: Das müssen wir gleich einmal so sagen. Aber ich glaube schon, dass das bei mir, was mich ein bisschen so zurückhält. Dass ich nicht aussteige aus meiner Komfortzone. Naja, da ist es ja gemütlich, da ist es bequem.
00:06:16: Einmal ein Foto posten, was so spannend, ja, weil wir haben ja eigentlich schon öfter über das Thema geredet.
00:06:34: Und diese schöne Komfortzone, die kommt ja auch da in irgendeiner Form zu tragen. Was ist die Komfortzone? Ich halte mich in einem Rahmen auf, in einer Zone, die was ich kenne, da ist es bequem, da ist es gemütlich, da brauche ich mich nicht anstrengen, alles pippifein.
00:06:54: Oder? Absolut, ja, genau. So. Also warum soll ich das noch machen, oder warum, ja jetzt kommt da wieder was Neues, oder da wieder was Neues. Nein, da will ich gar nicht mitmachen, das brauche ich nicht.
00:07:05: Also wo hört man auch auf, etwas Neues sich anzueignen? Auch global letztendlich, weil man sagt ja oft gerne, oder viele hören ja ... nein, also das ganze Digitale will ich ja gar nicht.
00:07:21: Dass wir aber von der Evolution her, von der Entwicklung her einfach dort sind,
00:07:30: ja? Es geht ja auf der einen Seite irgendwo kein Weg vorbei.
00:07:35: Außer ich wäre Einsiedler, steige aus, wohne irgendwo ohne Strom, ohne fließend Wasser, ohne irgendwas. Okay, ich brauche das nicht, ziehe mich so zurück und verzichte halt auf alles.
00:07:47: Ist auch okay, ist auch eine Möglichkeit. Für mich wäre das noch ein größeres Komfortzone verlassen, als wie alles andere. Da mach ich lieber am Tag 10 Videos oder 100.
00:08:00: Aber sei dahingestellt.
00:08:03: Und hätte es immer schon Menschen gegeben, die gesagt hätten, das ist ja bequem, das brauchen wir nicht,
00:08:10: dann wären wir auch nicht so gewachsen jetzt. Ja, ich meine, wie gesagt, das kommt ja eh immer drauf an, wohin und was mache ich draus? Genau, was mache ich draus?
00:08:22: Aber ich kann mich erinnern, da fällt mir ein, wie oft ich noch jetzt mit einer Tante oft spreche, die mich ja als Baby gekannt hat oder als Kleinkind, die dann auch immer wieder erzählt ... ma, du warst ja so ein braves Kind, also wenn man die wo hingesetzt hat, wenn wir dich nicht abgeholt hätten, würdest du jetzt noch immer dort sitzen.
00:08:46: Das war immer der Running-Gag, als Erzählung. Und habe dann wirklich eine lange Zeit dieses gesellschaftliche, dieses bequeme Leben, diese typischen Schritte, die man macht, gelebt.
00:09:01: Einfach bequem. Es gibt nichts zum Beschweren.
00:09:07: Es rennt alles, ich habe einen Job, damals verheiratet, eine schöne Wohnung, ist ja alles nett. Zufrieden. Genau. Wobei zufrieden, das kann man auch als 2 Seiten ... man kann schon, wenn man etwas leistet, und sagt, ich bin jetzt mit dem zufrieden, was ich da jetzt gemacht habe.
00:09:22: Es kommt immer darauf an, wie ich es verwende.
00:09:25: Aber, und das glaube ich. Und da legen wir gerne was drüber. Ich bin überzeugt, dass innerlich jeder ein Gefühl hat, oder etwas hochkommt, was ihn erstens einmal vielleicht zeigt - Moment,
00:09:46: gibt's noch was? Gibt's noch was darüber hinaus?
00:09:51: Erstens das.
00:09:53: Wo man sich ja oft dann stimmenmäßig zurückdenkt ... wo willst du jetzt hin, passt eh, sei zufrieden, andere haben nicht einmal das. Es wird ja alles gern so unter einer Decke gehalten, so schön, bleib nur schön in deinem Rahmen.
00:10:08: Streb nicht nach was Höherem oder Größerem, weil, hast es eh so schön, dein Leben ist ja eh super. Genau. Und was das Spannende ist, was ich aber bemerkt habe, durch das, dass ich dann ausgebrochen bin aus diesem Rahmen.
00:10:25: Ich meine, das kann man machen, so wie ich, um 180 Grad komplett ändern, aber es gibt ja auch die kleinen Möglichkeiten. Und das glaube ich, dass einem das Leben eh dorthin bringt, dorthin führt, dort hineinstellt, wo irgendwas passiert, wo man mit irgendwas konfrontiert wird, wo das sozusagen, dich herausfordert, aus deiner Komfortzone, und dann kommt es darauf an, wie du darauf reagierst.
00:10:58: Dann sagst du, ja, ich bleibe unter meiner Tuchent, ich bleibe da, wo ich es kenne, passt. Oder ob ich schaue - Moment,
00:11:09: was wird jetzt gefordert, oder wo werde ich herausgefordert, mir etwas Neues anzuschauen?
00:11:18: Weißt du, was ich meine? Ja, absolut. Und das ist ja wirklich total spannend. Also bei mir war da jetzt gerade so dieses Bild von einem Bergsee da, wie du das jetzt beschrieben hast, springe ich oder springe ich nicht in das kalte Wasser da jetzt rein.
00:11:35: Ja, ja, aha. Oder bleibe ich wirklich da, weil es gemütlich ist, weil ichs kenn. Und wir werden ja ständig, immer wieder, es müssen jetzt keine großen Sachen sein, weil viele glauben, wenn man sagt, innerhalb der Komfortzone wäre es schon einmal gut, die Komfortzone zu verlassen, dass man sich da gleich komplett ändern muss und alles anders.
00:11:53: Nein, um das geht es gar nicht. Kann sein, natürlich, ja, aber es gibt ja auch so viele kleine Dinge, die man verändern kann, wenn eben gewisse Herausforderungen kommen.
00:12:05: Ja, genau. Mir gefällt gut so dieses Bild - jetzt sind wir in unserer Bubble, in unserer Komfortzone. Und wenn jetzt irgendwas an uns herankommt, dann kommen wir einmal in so eine kleine Angstzone.
00:12:20: Ui, weiß nicht. Ja, so Unsicherheit, Angst. Wenn man da aber durchgeht, durch diese Zone, dann kommt einmal so diese, wie eine Lernzone.
00:12:34: Okay, was kann ich da jetzt anders tun? Wie kann ich mich darauf einstellen? Lernen. Dann kommt so eine Art Wachstumszone, weil durch das Lernen, egal, auch durch die Schule, immer wenn man sich etwas aneignet, eine neue Fähigkeit, wachsen wir ja.
00:12:53: Und dann ist plötzlich unsere Komfortzone erweitert. Und darum sage ich auch oft gern, ich erweitere einfach meine Komfortzone. Ich verlasse sie ja nicht, ich erweitere sie.
00:13:06: Das ist aber ein cooles Bild. Das habe ich nicht gekannt, muss ich sagen. Aber das ist sehr cool. Und hat nochmal eine ganz andere Energie, als wenn man sagt, du musst aus der Komfortzone raus.
00:13:23: Verlass doch das mal, deinem bequemen Bereich. Aber stimmt, muss man grundsätzlich ja gar nicht verlassen, sondern man erweitert sich. Man erweitert sich.
00:13:34: Das ist ja alles immer Lernen und Wachstum, oder? Ja, genau. Na ja, das ist ja unser inneres... so sind wir eigentlich da hergekommen, auf die Erde. Ja. Um Erfahrungen zu machen, um Sachen zu lernen.
00:13:50: Ja. Und mir ist heute noch etwas eingefallen, eine Begebenheit.
00:13:55: Ich erinnere mich da immer gern dran. Weil früher, in meiner Bubble, wie ich früher war,
00:14:03: hätte ich mich viel nicht getraut. Da haben wir oft gesagt, nach London und vielleicht ein Mietauto. Aber nein, da hast du ja Linksverkehr. Nein, das geht gar nicht. Nein, Linksverkehr, Gott im Himmel.
00:14:12: Nein, ich meine, traue ich mich nicht. Was auch immer.
00:14:16: Und vor ein paar Jahren bin ich mit einer Freundin nach Südafrika geflogen. Und wir haben das alles vorher gebucht gehabt. Ich muss jetzt noch immer lachen drüber, weil das war so lustig.
00:14:27: Und wir haben auch gebucht gehabt, wir sind in Kapstadt gelandet. Und da haben wir für dort ein Mietauto gebucht gehabt. Wir haben gesagt, ja, es wird schon gehen, Linksverkehr, wurscht, wird schon gehen.
00:14:37: Aber wir waren mutig, waren abenteuerlicher, ja, abenteuerlicher. Das ist so dieses, ja, wir fliegen auf einen Abenteuer. Und haben ein Auto schon vorher gebucht gehabt. Und von dieser Agency, von dieser Agentur, führt uns zu dem Auto.
00:14:53: Und wir schauen uns an, wir schauen das Auto an. Ein riesen Auto. Ein großes Auto. Ein tolles Auto. Frag mich jetzt nicht um die Marke. Ein tolles Auto. Aber groß. Wir zwei schauen uns an.
00:15:09: Und die von der Agentur hat das beobachtet und hat gemeint - die hat uns gesehen, wir zwei europäischen Frauen, Linksverkehr dort, riesen Auto - sie kann uns ein kleineres Auto zeigen, ist vielleicht eh gescheiter, weil gerade in der Stadt, ja, Kapstadt und alles, so fahren damit.
00:15:28: Und wir haben gesagt, na gut, schauen wir. Wir haben uns umgedreht und sind ihr gefolgt. Und irgend auf dem Weg haben wir uns wieder angeschaut und haben gesagt ...
00:15:40: nein, wir nehmen dieses Auto. Okay.
00:15:47: Wir sind eingestiegen, ich habe mich hinter das Lenkrad gesetzt, und habe halt einfach mit meinem Körper kommuniziert. Ich hab gesagt, Körper, du kannst dich jetzt drauf einstellen, wir fahren links, das wird alles pippifein.
00:15:59: Ich wollte es dann nach zehn Tagen, oder weiß jetzt nicht, wie lange wir unterwegs waren, gar nicht mehr zurückgeben, das Auto. Ich hab es geliebt. Aber diese Herausforderung, dieses "nix da", was sagt mir mein Kopf?
00:16:13: Nur weil wir klein sind, weil wir jetzt Frauen sind, sollen wir ein kleineres Auto nehmen und ja, alles das. Das sind ja alles Stimmen in unserem Kopf, und wenn man dann aber ... Moment, wieso halte ich mich noch immer klein?
00:16:27: Ob ich jetzt mit dem kleinen Auto links fahre, oder mit einem großen, ist ja eigentlich egal. Es ist eigentlich egal, ja. Aber das ist ja, wie du jetzt gesagt hast, wir halten uns dadurch auch immer kleiner, wenn wir in diesem geschützten Raum drinnen sind.
00:16:43: Weil wir immer das machen, was wir schon können, und das ist angenehm. Und ich merke direkt, dass ich selber da jetzt, wenn ich das so ausspreche, kleiner werde. Also mein Körper ist ja da wirklich ein Wunderwerk, also sowieso ein Wunderwerk, aber der geht sofort mit.
00:17:01: Ich spreche das aus, und ich merke direkt im Sessel, wie ich kleiner werde. Und schau, man erzählt ja oft das von den Tieren, wenn jetzt ein Elefant, der seit Baby an gefesselt ist
00:17:16: und nicht aus kann, und irgendwann ist er erwachsen, dann nimmt man ihm die Fessel weg, geht er trotzdem nicht, weil er es gewohnt ist. Weil er es gewohnt ist, ja.
00:17:25: Weil er es gar nicht kennengelernt hat. Und im Endeffekt ist es ja bei uns Menschen genauso, wenn wir immer nur das was machen, was wir können, ja, verkümmert ja grundsätzlich auch ein bisschen was von unserem Geist, oder?
00:17:40: Absolut. Weil der möchte gefordert werden auch. Naja, es ist ja fast so wie, wenn man so in einem Status quo bleibt. Das ist ja wie so in einer geraden Linie. Die ist nicht lebendig.
00:17:53: Das Leben ist aber so. Genau. Wie unsere Herzfrequenz. Die geht auf, ab, auf, ab. Und wenn du so gerade bist, leblos, aus. Das ist ein cooler Vergleich. So, jetzt bewegen wir uns.
00:18:07: Das heißt, wenn wir uns aber nicht bewegen,
00:18:11: und wie gesagt, wir sind da, um Erfahrungen zu sammeln, um uns zu entwickeln.
00:18:20: Jeder hat seine eigenen
00:18:23: Pläne, die er mitgebracht hat. Das ist kein Thema. Aber wir werden ja auch vom Leben, wie gesagt, dort immer hineingestellt, wo es uns herausfordert. Wir denken uns ... nein, ich bleib in meiner gewohnten Geschichte, weil wer weiß, was dann ist.
00:18:37: Genau. Es könnte ja irgendwas sein, was dann gar nicht funktioniert, oder wo ich mich total vertan habe. Ja, aber was kann passieren? Es hat halt nicht funktioniert, okay.
00:18:48: Aber ich habe es zumindest versucht. Aber schau, das ist ja auch, als Baby, wir würden noch immer am Boden liegen, wenn man durch das Niederfallen beim Gehen lernen, denken ... ich pfeife drauf, oder?
00:18:59: Ich fliege eh immer nieder. Da würden wir noch immer auf allen Vieren kraxeln. Eben, und der Mensch ist ja für das auch wirklich geboren, ständig was dazuzulernen. Und hinzufallen, aufzustehen, hinzufallen, aufzustehen.
00:19:13: Das Bild ist super mit den Babys, mit den Kindern. Wenn die das Gehen lernen oder egal was sie lernen, die müssen das auch so oft machen. Ja. Und ich weiß es auch vom Astrologischen her oder eben von der Metaphysik her, da gibt es ja auch diese Karma-Achse oder Lebensbestimmungsachse oder Mondknotenachse.
00:19:35: Und wir sind gewohnt, einmal von Anfang an, wenn wir da herkommen,
00:19:40: dass wir uns lange Zeit in dieser bequemen Zone aufhalten. In der bequemen Zone heißt, das sind Fähigkeiten, Talente, die wir ja schon mitgebracht haben, das kennen wir schon, natürlich auch, was wir so angeeignet kriegen, aber trotzdem, diese Komfortzone, da haben wir in uns schon was Angelegtes, das kennen wir.
00:20:03: Und in diesem Leben geht es darum, sich in die andere Richtung zu entwickeln, heißt nicht diese zu verlassen, es ist oft so ein Trugschluss. Okay, ich darf nicht das machen, sondern muss zu dem hin.
00:20:14: Das ist die Zukunft. Das ist mein Weg. Das ist ja trotzdem nicht weg. Ich muss das nicht verleugnen. Das sind ja Fähigkeiten in mir.
00:20:23: Und das ist oftmals dann diese Falle, dass ich da drin picken bleibe. Da kenne ich mich aus. Das ist diese Komfortzone, diese Bequemlichkeit, diese Bequemzone. Und das andere sind dann eben diese Herausforderungen.
00:20:38: Das kennt man noch nicht. Das ist was Neues.
00:20:43: Und da soll man aber hingehen. Und im Grunde, ich glaube eben, das Leben bringt uns
00:20:49: diese Möglichkeiten, dass wir das lernen. Und das sind diese Herausforderungen. Und deswegen glaube ich, diese Herausforderungen aus dieser Komfortzone, aus dieser bequemen Zone heraus, ist eigentlich der Weg,
00:21:10: der uns ... weil dort, wo wir dorthin müssen, heißt ja, dass wir es trotzdem, wir haben ja ein Potenzial in uns, heißt es, dass wir dadurch mehr Potenzial von uns entdecken.
00:21:22: Ja, weil da kommt ja dann plötzlich irgendwann der Moment, oh, wow, habe ich gar nicht gewusst, dass ich das kann. Ja, genau. Dass das funktioniert. Wie cool ist das? Okay. Und dann mehr davon, weil ganz ehrlich, da wird es ja kribbeln dann, da wird's ja interessant, dass man sagt, ja okay, oder was mache ich als nächstes, also was könnte ich mir noch für ein Projekt vornehmen.
00:21:44: Und wenn es nur etwas Kleines ist, für mich, mein Projekt ist jedes Jahr mein Hochbeet und meine Tomaten, weil ich habe ja nicht unbedingt so diesen super grünen Daumen, und hab jedes mal die Freude, wenn das so funktioniert.
00:21:58: Und was ich auch mache jetzt, ich fahre ja relativ oft nach Salzburg,
00:22:03: ich schaue, dass ich immer unterschiedliche Wege fahre.
00:22:08: Und das ist zum Beispiel auch etwas, dass man sagt, den Weg kenne, da fahre ich, da, da, da. Ich schaue, okay, jetzt könnte ich wieder einmal da fahren oder einmal da fahren.
00:22:18: Oder einfach einen Abstecher machen durch einen anderen Ort, wo komme ich da hin, und dann komme ich auch wieder dort an. Das sind so Kleinigkeiten, die man auch ausprobieren kann.
00:22:29: Weil bequem ist natürlich, den Weg zu fahren, den man kennt. Autopilot.
00:22:35: Genau.
00:22:36: Aber es macht ein bisschen
00:22:39: stumpfsinnig auch. Ja natürlich. Weil du ja gar nicht mehr überlegen musst. Und dann kann es aber sein, dass du irgendeinen Crash erlebst. Und dann haut es dich aber erst recht in eine komplett neue, in eine veränderte Zone.
00:22:56: Du wirst entweder verletzt, irgendwas passiert. Dann hast du mal kurz einen Schreck und denkst dir, pah. Und dann stehst du da.
00:23:05: Weil ich glaube trotzdem, wir sind darauf angelegt, etwas zu lernen. Oder unseren Geist zu erweitern. Ja, und wenn man das vermeidet,
00:23:21: muss sich diese Energie versuchen, einen Ausdruck zu finden. Und oft ist es wirklich so, ich habe schon ein paar Mal mit Leuten gesprochen, und zwar hat man dann wirklich bemerkt, wenn sich der Geist nicht öffnet oder nicht erweitert, für manche Dinge, erweitert sich stattdessen der Körper.
00:23:40: Weil die Energie der Erweiterung da ist. Die ist da und irgendwo will sie hin.
00:23:49: Ja, also es ist ein spannendes Phänomen, was ich oft schon beobachtet habe. Nicht jetzt, dass das nur so ist, das kann jetzt nicht nur der ganze Körper, das kann irgendwas anders sein.
00:23:59: Ja, oder man muss sitzen, man kann sich nicht bewegen, also irgendwo bleibt irgendwas zurück von der Energie her, wird irgendwas ins Stocken, gerät etwas ins Stocken. Ja, weil es ist ja dann auch eine, es ist eine blockierte Energie.
00:24:15: Mhm. Wie du sagst, die Energie ist da und Energie will umgesetzt und eingesetzt werden. Ja,
00:24:24: genau. Und darum, glaube ich, diese Komfortzone zu verlassen bzw. Veränderungen. Es ist ja keine Veränderung, es ist ein Schritt hin zur Erfahrung meines Potenzials.
00:24:42: So sehe ich das. Ich kann mich erinnern, ich habe irgendwann auch gemeint, ich gehe jetzt einfach, ich war im Büro und ich gehe jetzt als Servicekraft irgendwo kellnerieren.
00:24:55: Warum gehst du kellnerieren? Du hast Matura, warum gehst du jetzt kellnerieren? Nein, ich gehe jetzt kellnerieren. Keine Ahnung, das ist ein Impuls gewesen und diese Impulse darf man nicht irgendwie unterschätzen.
00:25:07: Und natürlich habe ich das nicht gelernt.
00:25:10: Und im Nachhinein, ja, ich habe es mir angeeignet, dieses, wie gehe ich um mit diesen ganzen Bedienungsgeschichten, die Sachen zu tragen und so weiter.
00:25:21: Aber was ich für mich erkannt habe, auch im Nachhinein, weil das ist mein Weg sozusagen, meine Achse, dass ich dadurch gelernt habe, diese Art, meine Gastgeberqualität,
00:25:38: zu der, das ist mein Ziel eigentlich. Ich habe es bei anderen immer bewundert, das ist auch wieder so ein Thema.
00:25:48: Aber durch diese Sachen, die ich da einfach gemacht habe, da habe ich nicht überlegt, das habe ich dann nicht gelernt. Ich wurde da herausgefordert und habe das einfach gemacht.
00:25:57: Und erst im Nachhinein habe ich gedacht, okay, es ist nicht einfach, dass ich schaue, wie ich Teller serviere oder so. Es ging darum, die Qualität der Gastgeberschaft zu entdecken.
00:26:13: Interessant, ja. Also es geht da nicht nur um die Art Tätigkeit, es geht darum,
00:26:20: wie änderst du dadurch dein Verhalten? Und was entdeckst du dabei? Dass das einfach, wie du sagst, es klingt was an und es macht Spaß und dann merkst du, ah, das ist das.
00:26:33: Das ist diese Ebene. Nicht, dass man sich immer gleich ein Bild macht, na ja, ich muss jetzt irgendwie eben kellnerieren nur. Nein, das hat damit nichts zu tun. Es geht um die innere Qualität.
00:26:44: Ja, und das zu entdecken, glaube ich, und auch zu erfahren, das ist natürlich ein total wunderschönes Erlebnis, oder? Ja, genau.
00:26:55: Und was haben wir da zuerst gesagt? Wie können wir da auch eine Frage stellen, wenn man sich selber reflektiert, wo bleibe ich jetzt stecken, oder wo traue ich mich nicht etwas Neues?
00:27:09: Was hätte ich davon, oder wie, hast du es dir gemerkt? Was hätte ich davon, wenn ich meine Komfortzone jetzt erweitere? Ich sage gar nicht jetzt verlassen. Weil das ist immer so, verlassen ist uuuh, mein "Leo", ich bleibe in meinem "Leo".
00:27:27: Das ist ja schon wieder so mit ...
00:27:32: negativ behaftet, sage ich jetzt einmal. Verlassen. Weil keiner will verlassen werden, oder will irgendwas verlassen, schon gar nichts, was bequem ist, oder angenehm ist.
00:27:42: Aber das erweitern, also das ist zum Beispiel, wirklich eine tolle Frage, was man stellen kann, dann, ok, was hätte ich jetzt davon, wenn ich meine Komfortzone erweitere?
00:27:52: Genau. Wie fühlt sich das dann an für mich? Genau, ja. Und auch, wie du es vorher schon einmal ganz am Anfang gesagt hast, wie dus das so beschrieben hat, da kommt zuerst die Angst oder Unsicherheit, und wirklich einfach einmal sich selber die Fragen stellen, ist es wirklich Angst, oder ist es Unsicherheit?
00:28:08: Weil das sind zwei Paar Schuhe. Ja, und dann fällt mir dazu noch etwas ein.
00:28:14: Dieses Angstgeschichtl, von wegen, oh, da komm ich in was Neues, uhhh.
00:28:20: Diese Energie,
00:28:23: nicht als Angst zu betiteln, sondern man hat diese Art Energie auch, wenn es eine Aufregung ist. Genau, ja. Ich denke dann immer, wenn ich jetzt zum Beispiel bei uns im Prater oder so Hochschaubahn oder so, ja, oder man sagt ja oft, ein Elternteil, wenn du ein Kind bist ... nein, brauchst ja keine Angst haben.
00:28:48: Es ist keine Angst, es ist eine Aufregung - boah, ich bin schon ganz aufgeregt.
00:28:55: Aber die Energie ist die ähnliche. Und wir bezeichnen es von dem Moment an, wo uns gesagt wird, brauchst keine Angst haben - aha, ist das eine Angst? Und wenn man so ein Gespür hat, glaubt man, es ist eine Angst.
00:29:07: Nein, es ist vielleicht einfach Aufregung des Entdeckertums. Und das kann dann ganz, ganz lange dauern, bis man da draufkommt, als Erwachsener dann vielleicht, dass dieses Gefühl eben Aufregung ist und nicht Angst ist.
00:29:20: Weil das ist einem ja immer gesagt worden, Wenn die Kinder zappelig und schon ganz hibbelig sind - nein, brauchst keine Angst zu haben. Oder wenn sie deine Hand fester halten, glauben wir gleich, das Kind hat Angst, und will sich festhalten.
00:29:35: Da wär es auch gut, wenn man sagt ... mah, bist schon aufgeregt? Ja, freust dich schon. Das ist eine ganz andere Energie. Das ist eine ganz andere Energie. Und wir sind immer gleich.
00:29:48: Und das ist ja eine Kopfgeschichte. Das ist unser kleiner Geist, unser Verstand, der uns immer in diese Angst schwingt. Jetzt haben wir doch so lange geredet wieder Renate.
00:29:57: Ja, wir können nicht kurz.
00:30:02: Das ist auch etwas, das, glaube ich, brauchen wir auch nicht können. Ihr hört uns eh so gerne reden. Nehmen wir mal an. Das ist auch eine Komfortzone erweitern, dass wir das überhaupt machen.
00:30:17: Also wie oft dass ich angesprochen worden bin ... boah, ihr seid aber gescheit mutig. Ihr seid wirklich mutig, dass ihr das macht. Ich habe mir gedacht, wieso?
00:30:26: Machen wir halt einfach, weil quatschen tun wir sowieso.
00:30:30: Ja genau. Ja.
00:30:33: Und einen Spruch möchte ich noch gerne loswerden. Oder beziehungsweise möchte ich gerne noch teilen hier, weil den habe ich gehört in einem Film und der hat mich dann so berührt und der gefällt mir so total gut.
00:30:46: Und zwar vom Rainer Maria Rilke ist dieser Satz - Dass etwas schwer ist, muss ein Grund mehr sein, es zu tun. Der ist wirklich sehr sehr cool, ja.
00:31:01: Und das stimmt auch.
00:31:04: Nur weil es schwer ist, heißt es nicht, dass man sich zurückziehen sollte. Und ich würde das jetzt sogar noch anders bezeichnen, fast - nur weil es neu ist.
00:31:15: Weil schwer macht es wieder schwer. Mir gefällt nur diese Verbindung. Nur weil es neu ist, ok, dann tue ich das. Ich kann dann immer noch sagen, war es nicht, ist es nicht, aber ja, trotzdem, ich habe es mir angeschaut.
00:31:33: Genau, ich habe es zumindest einmal gemacht. Und vielleicht ein zweites Mal und ein drittes Mal. Und dann sieht man es eh, okay, war nichts. Dann kann man es lassen. Oder man sagt, hätte ich doch schon früher.
00:31:48: Könnte auch sein. Kann sein.
00:31:51: Aber da darf man sich dann selber auch nicht wieder falsch machen. Nein, nein, nein, das ist schon klar. Aber da bin ich voll gut. Ja, bei einigen Sachen den ich mir... Da werden wir das nächste Mal drüber reden.
00:32:03: Nein, hätte ich das doch schon früher gemacht. Da werden wir das nächste Mal drüber reden. So machen wir das. Vielen Dank, liebe Andrea. Vielen Dank ebenso.
00:32:17: Danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss, Baba, Servus.
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