Ep. 19 - Wie scheinbar harmlose Sätze dein Leben verändern können
Shownotes
Wie oft sagen wir ganz nebenbei: „Ich bin so blöd.“, „Wie deppert bin ich eigentlich?“ oder „Ich kann mir das nicht leisten.“?
In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Wirkung unsere Worte auf unser Denken, unseren Selbstwert und unsere innere Haltung haben. Warum scheinbar harmlose Floskeln mehr bewirken, als wir glauben – und wie wir beginnen können, bewusst eine Sprache zu wählen, die uns stärkt statt klein macht.
Eine Einladung, den eigenen Worten einmal aufmerksam zuzuhören.
✨ Inhalte der Folge:
- Warum Worte mehr Kraft haben als Gedanken
- Die unterschätzte Wirkung alltäglicher Floskeln
- Wie wir uns unbewusst selbst kleinreden
- Warum Sprache unseren Selbstwert beeinflusst
- Worte bewusst wahrnehmen und verändern
- Floskeln spielerisch erkennen
- Sich gegenseitig liebevoll aufmerksam machen
- Aus Selbstkritik Selbstermutigung machen
- Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
🙏 Danke
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Gerne kannst du uns deine Themenwünsche bekanntgeben: E-Mail: redmadrueba@gmail.com
Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Na Andrea, ich sag dir was, was mir wieder passiert ist. Ich bin halt so blöd, ich kann dir's gar nicht sagen. Ja, siehst du's? Und genau das ist das, was mir dann immer auffällt.
00:00:09: Ich bin da so wie so ein Detektor. Wenn wer sowas sagt zu sich selbst. Schauen wir da kurz einmal drüber, weil ich finde, man hört so oft solche Floskeln. Schauen wir da kurz einmal drüber.
00:00:20: Ja, unbedingt, ganz wichtig.
00:00:27: Reden wir drüber, den Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus. Ich bin die Andrea. Und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast. Wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.
00:00:38: Schön, dass du mit dabei bist. Wenn wir über das Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also, reden wir drüber.
00:00:51: Ja, diese Floskeln, Renate. Wir haben es schon einmal kurz erwähnt. Ich glaube, das war bei unserem Podcast, wo wir darüber geredet haben, ob ich mir das leisten kann. "Ich kann mir das nicht leisten", wenn man so etwas sagt.
00:01:01: Und da hast du so schön gesagt, ja, wenn man das einmal sagt, das geht so durch die Gebärmutter hier des Wortes. Das heißt, es wird etwas geboren, nämlich das Wort, und das Wort ist dann schon, das kann man nimmer zurücknehmen.
00:01:19: Einen Gedanken kann man noch zurücknehmen, aber ein Wort kann man nimmer zurücknehmen. Das ist wie eine eigene Wesenheit, die sich dann in der unsichtbaren Welt formt. Genau, da gibt es ja dieses chinesische Sprichwort, jetzt nagelts mich da jetzt nicht fest, das ist - ein gesprochenes Wort, holt das schnellste Pferd nicht ein.
00:01:37: Ah, sehr cool. Ja. Und wie oft sagen wir eben genau solche Sachen, so "ma, wie deppert bin ich eigentlich?", oder "nein, bin ich wieder blöd gewesen". Das kennt sicher jeder von euch, das sagen wir so unbedarft.
00:01:51: Und wenn wir auch darauf aufmerksam gemacht werden, weil mein Mann sagt das auch öfters. "Nein, wie deppert bin ich eigentlich?" Und ich sage dann immer, stopp. Das meine ich ja nicht so.
00:02:01: Sag ich, das weiß ich schon, aber trotzdem macht es was mit der Energie. Genau. Und das wünsche ich mir, dass man mehr achtsamer mit dem umgeht, weil, wie gesagt, sobald etwas ausgesprochen ist, ist diese Wesenheit, dieses energetische Konglomerat da.
00:02:23: Und das ist so toll, man kann sich ja mal vorstellen ... ich fühle mich oft so wie ein Detektor. Wie sagt man, am Flughafen haben wir so einen Detektor immer gehabt, wo wir Passagiere für die amerikanische Fluglinie absuchen mussten, ob das irgendwo anspringt bei irgendwas. Und ich komme mir so vor wie so ein Detektor. Ein Floskeldetektor.
00:02:50: Ein was? Ein Floskeldetektor. Ja,
00:02:56: wirklich. Weil je öfter man sowas sagt, das ist ja dann schon eine Gewohnheit. Man überlegt ja dann gar nicht mehr. Das ist ja schon unbewusst. Ist ja schon automatisch. Und darum glaubt man ja, das sag ich ja nur so.
00:03:07: Aber das tut was. Alle Worte, die man in den Mund nimmt, nicht nur in den Mund nimmt, sondern auch äußert, tun was. Die bilden ein Konglomerat. Und je öfter ich das sage, umso größer wird dieser Energieball.
00:03:22: Und wie oft sagt man, ich kriege oft echt, wo ich mir gedacht hab, wenn ich wem höre, sagen "mah, schieß mich tot". Das ist fast wie so eine moderne Floskel, wo ich mir denke, echt jetzt?
00:03:31: Also ich höre das auch immer wieder.
00:03:35: Da zieht es mir alles zusammen. Und wenn ich jetzt jemand wirklich besser kenne, sag ich, hast du jetzt eigentlich gehört, was du gesagt hast? Ja. Bitte pass ein bisschen auf. Es tut richtig weh, denke ich mir oft.
00:03:46: Ja, genau, es tut eigentlich richtig weh. Und ich habe erst eine liebe Freundin, die hat mir erst erzählt, dass sie gesagt hat, sie hat so oft gesagt ... "mein Hirn ist wie ein Nudelsieb".
00:04:02: Und dann muss man mal schauen, was macht das mit dem Gehirn.
00:04:08: All diese Geschichten, wie oft sagen wir es, scheinbar beiläufig, aber es wird ein Energieball kreiert. Ja klar, das gesprochene Wort, es verfestigt sich ja auch etwas in deiner Aura.
00:04:23: Und das hat nicht nur mit diesen Sachen zu tun, die ich mir sage ... "nein, bin ich wieder blöd, bin ich jetzt deppert". Und ich meine, mir fällt es dann oft selber auf, ich meine, es ist nicht so, dass ich davor gefeit bin, wenn wir oft so g'scheit reden.
00:04:37: Überhaupt nicht. Aber es fällt auf. Und ich sag dann, vielleicht ist das der erste Weg, weil oft sagt man, ja, wie kann ich mir das abgewöhnen? Und wenn mir sowas auffällt, mir fällt es dann immer schneller auf.
00:04:53: Und wenn mir sowas auffällt, sofort wie sozusagen umdrehen. "Wie super bin ich eigentlich".
00:05:03: "Warum bin ich denn so toll?", "Warum merke ich mir das alles?". Weil dann kann ich auch den Verstand umpolen. Genau. Der kann denken ... "warum bin ich wirklich so super?".
00:05:16: Nicht jetzt in dieses ... "man, wie super ich bin", nicht in dieses Ego verfallen, aber um das umzukehren,
00:05:25: zu drehen. Dem anderen gar nicht die Möglichkeit zu geben, sich zu verfestigen. Genau, einfach gleich drehen. Und ich glaube, so kann man sich eine zeitlang vielleicht vorhanteln, bis man das dann eh irgendwann nimmer mehr sagt.
00:05:41: Ich kann mich erinnern, ich hab zu dir, das ist schon länger her, wo du auch immer irgendwas gesagt hast, und ich hab gesagt, bitte, Renate, sag das so nicht, ja. Und wir haben dann auch kurz geredet, und uns fällt jetzt gar nicht mehr ein, was das genau war.
00:05:57: Ja, genau, das ist weg. Ich weiß es auch nimmer. Also wir haben jetzt echt kurz nachgedacht, was war das, keine Ahnung. Und was ich halt, wenn ich, wenn mir aufgefallen ist, oder wenn mir auffällt, dass ich wieder so eine Äußerung mache, ich sage dann bewusst laut "Stopp".
00:06:12: Ah ja. Das dreh ich jetzt um. Genau. Wirklich, dieses "Stopp". Und das spreche ich auch meistens aus. Nicht immer laut, aber zumindest, dass es wirklich gesprochen aus dem Mund rauskommt.
00:06:24: Das macht auch schon was. Genau. Absolut, ja genau. Und es sind ja nicht nur Sachen, die man so auch gegen sich verwendet, solche Sachen, solche Äußerungen. Eine ganz liebe Freundin von mir, sie wird diese Episode sicher anhören, weil sie hört unseren Podcast gerne.
00:06:43: Aber verzeih mir, ich nehme dieses jetzt als Beispiel, wenn sie oft gesagt hat, wenn man jetzt irgendwas zum Essen hergerichtet hat, ja, für Allgemeinheit, hat sie immer gesagt ... "Mah, darf ich mir das stehlen?".
00:07:02: Wo glaube ich, obwohl es eh schon gesagt ist, das gehört für alle, dass ich jetzt wem was wegnehme und darf ich mir das stehlen? Wo gebe ich mir selber dieses Label "ich bin ein Dieb"?
00:07:16: Ich nehme wem anderen was weg. Kann ich das überhaupt? Wem anderen was wegnehmen? Und lauter so Geschichten. Und diese Floskeln, die man sich so angewöhnt hat, die würde ich jeden gerne einladen, einfach sich darauf ein bisschen zu sensibilisieren und wie so ein kleiner Detektor zu sein, um das einfach umzukehren, zu drehen und nicht sich wieder verurteilen, dass man es gesagt hat.
00:07:47: Das ist auch wieder ganz wichtig, weil das ist ja dann oft das erste, dass man sagt... "man, jetzt habe ich das schon wieder gesagt, darf ja wohl nicht wahr sein". Das ist gleiche Energie.
00:07:57: Das ist gleiche Energie, genau. Und das ist so lustig. Also nicht in diese Falle tappen, das ist ja echt der Wahnsinn. Sondern zu sagen ... "mah super, mir fällt das auf", sich einfach ... "ah, super". Einfach ins Herz nehmen, ich nehme dich jetzt ins Herz und es wird gedreht, durchlichtet und so weiter.
00:08:17: Und man kann das auch wirklich so spielerisch machen, z.B. mit einem Partner oder mit einer guten Freund oder Freundin. Wirklich sagen ... "mach mich bitte aufmerksam, wenn ich so etwas mache, oder machen wir uns gegenseitig aufmerksam, wenn wir wieder solche Floskeln verwenden",
00:08:35: dass wir es umdrehen können. Weil das macht natürlich auch etwas, wenn man daran erinnert wird, dann geht es meiner Meinung nach schnell, dass man nicht mehr so oft in das hinein tappt.
00:08:46: Ja, und es ist einfach so, dass du dich selbst, deinen Selbstwert einfach stärkst damit auch.
00:08:57: Weil den haben wir weitgehend verloren.
00:09:00: Das ist einfach so, dass wir einfach wieder zu uns selbst und zu unserem eigenen inneren Wert kommen. Und das ist auch, wie du es gesagt hast vorher, wenn man das dann umdreht und sagt ... "wie genial bin ich eigentlich?".
00:09:15: Das hat nichts mit dem Ego zu tun, sondern dann drehst du wirklich diese Energie um.
00:09:21: "Und wie genial bin ich, dass mir das auffällt." Ja, dass mir das aufgefallen ist jetzt. "Wow, cool."
00:09:29: Und sich selber mal ein High Five geben dafür vielleicht. Oder auf die Schulter klopfen.
00:09:36: Ja, ich würde sagen, lassen wir das einfach kurz sein, weil das war so ein Impuls, wo wir uns gedacht haben, das ist echt eine gute Geschichte, dass wir das jetzt auch gar nicht zerreden, weil das geht ja eh rein nur um diese Floskelgeschichte.
00:09:51: Genau, da brauchen wir gar nicht mehr recht viel mehr sagen dazu. Ich glaube, das ist so selbsterklärend. Und viel Spaß beim Üben, wie es euch auffällt und vielleicht gebt ihr uns auch mal ein kurzes Feedback dazu, ob ihr da Erfahrungen gemacht habt.
00:10:06: Das würde uns natürlich total freuen. Dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal, liebe Andrea, vielen Dank und euch vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss! Ja, danke dir, danke euch allen.
00:10:16: Alles Liebe. Tschüss, Baba, Servus.
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