Ep. 20 - Sehnsucht nach einem besseren Leben
Shownotes
"Warum strenge ich mich so an, wenn die Welt trotzdem so ist, wie sie ist?"
Diese Frage hat uns zu einem sehr persönlichen Gespräch geführt.
Was passiert, wenn selbst die eigene Bewusstseinsarbeit ins Wanken gerät? Wenn wir erkennen, dass selbst unser Wunsch nach einem besseren Leben aus einer feinen Bewertung entstehen kann – aus dem Gefühl, dass das Leben, so wie es jetzt ist, nicht schön genug ist?
In dieser Folge sprechen wir über die Sehnsucht nach einem besseren Leben, über Annahme und Bewertung und darüber, warum es einen entscheidenden Unterschied macht, aus welcher inneren Haltung wir unser Leben gestalten.
Denn vielleicht geht es nicht darum, weniger zu wachsen oder weniger gestalten zu wollen – sondern darum, ob unser Handeln aus Widerstand oder aus Verbundenheit entsteht.
✨* Inhalte der Folge:*
Warum selbst langjährige Bewusstseinsarbeit infrage gestellt werden kann Die feine Grenze zwischen Bewusstsein und Bewertung Warum wir ständig wünschen, dass die Welt anders sein soll Annahme statt Widerstand Was Zweifel mit innerem Wachstum zu tun haben Die Gefahr spiritueller Erwartungen Kann alles genau so gemeint sein? Frieden beginnt oft dort, wo Bewertungen enden
🙏 Danke
Wenn dir unsere Episode gefallen hat, freuen wir uns über deinen Kommentar und deine Gedanken dazu. Und wenn du glaubst, dass sie auch ein Impuls für andere sein könnte - schick es gerne weiter.
Wir sind auch dankbar, wenn du dir die Zeit nimmst und eine Bewertung hinterlässt.
Gerne kannst du uns deine Themenwünsche bekanntgeben: E-Mail: redmadrueba@gmail.com
Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, ich glaube, heute wird unser Gespräch wieder doch ein bisschen persönlicher, weil es mir in den letzten Tagen, weil einiges in mir vorgeht. Und zwar, wo ich kurz einmal die Bewusstseinsarbeit ein bisschen infrage gestellt habe.
00:00:17: Das klingt zwar jetzt sehr komisch, aber... Also, nicht infrage gestellt, stimmt nicht ganz, aber es ist ein ganz eigenartiges Gefühl. Und darum würde ich gern heute ein bisschen darüber reden.
00:00:27: Passt das für dich? Unbedingt, passt total, weil ich glaube, dass es vielen jetzt so geht und gewisse Dinge hinterfragen. Ja, reden wir drüber.
00:00:43: Reden wir drüber, den Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.
00:00:55: Schön, dass du mit dabei bist, wenn wir übers Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also reden wir drüber.
00:01:07: Ja Andrea, sag einmal, was ist da gerade bei dir? Was bewegt sich? Warum stellst du das gerade alles ein bisschen infrage? Oder was ist da gerade in deinem System los? Ja, spannend.
00:01:19: Ich kann es auch nicht wirklich beschreiben. Das ist ja oftmals so, wenn sich innerlich irgendwas bewegt. Es ist ein bisschen wie ein Dämpfer, der einen Gang zurückschaltet auch, so mehr nach innen geht.
00:01:39: Und ich habe mir überlegt, oder nicht überlegt, wenn man halt so Sachen hört, ich schaue mir zwar keine großen Nachrichten an, nur das Kleine oft, um ein bisschen zu schauen, was passiert gerade auf der Welt.
00:01:55: Wobei wir das immer wieder wissen, oder was man selbst so beobachtet bei Menschen,
00:02:01: wo ich mir denke, wow, jetzt mache ich seit 33 Jahren Bewusstseinsarbeit, wie man so schön sagt, Persönlichkeitsentwicklung.
00:02:15: Um sich selbst kennenzulernen, um auf die Suche zu gehen, das Typische, dass es noch mehr gibt auf dieser Welt, weil das sowieso ein innerer Drang war.
00:02:25: Das heißt, man macht da wirklich große Arbeit, man geht durch alle möglichen Ausbildungen, man sieht Methoden und schaut sich das an, denkt sich, wow, das ist cool, wie die denken usw.
00:02:39: Fakt ist, da können wir nachher noch einmal kurz drauf einsteigen, auf das, aber wo ich jetzt gestanden bin, die letzten zwei, drei Tage, war, dass ich mir dachte, jetzt habe ich so viel Bewusstseinsarbeit schon gemacht.
00:02:51: Und dann denke ich mir, ist das überhaupt gut? Weil dann sieht man so viele Sachen, wo ich mir denke, oh Gott, echt, ja? Weißt du, wenn man vielleicht nicht jetzt so dieses beobachtende Auge hat, ja?
00:03:06: Und man dann denkt, okay, wofür ist es gut? Weil man das alles sieht, bemerkt.
00:03:14: Und man denkt, vielleicht wäre es eigentlich gescheiter, einfach nur ganz normal das normale Leben zu leben. Ja, ich gehe in die Arbeit, ich gehe halt. Ohne das niederzumachen, es ist einfach vielleicht eine bequemere Art, weil es wirklich Arbeit ist, diese Bewusstseinsarbeit.
00:03:30: Das ist klar. Mir hat es immer Spaß gemacht, mir macht es auch weiterhin Spaß. Nein, um das geht es gar nicht. Ich finde es absolut spannend, dem ganzen Leben auf den Grund zu gehen und unserer Seele, unserem Sein.
00:03:42: Aber es war gerade einmal kurz so eine Fragestellung -
00:03:47: boah, wieso macht mich das auch gerade ein bisschen, wieso machen mich manche Dinge trotzdem traurig, was ich sehe?
00:03:56: Ja, weil man gerade jetzt zur jetzigen Zeit, sage ich jetzt einmal, es hat es immer schon gegeben, wird es immer geben. Aber momentan sind wir sehr konfrontiert
00:04:06: mit Dingen, die wir gerne anders hätten, mehr Frieden, gerade mit den Kriegen, die zurzeit abgehen, wo man sich dann wahrscheinlich über das Gedanken macht. Ja, und du sagst das ja, weil wir sind ja doch eine Generation, wir sind ja im Grunde, ich sage mal, die 60er, 70er-Jahre, da kommt man in so eine neue Freiheit hinein.
00:04:29: Weil unsere Eltern sind die, die eigentlich meistens noch den Krieg miterlebt haben, also wirklich eine harte Zeit jetzt im Außen. Oder auch die Nachkriegszeit dann. Auch, all das.
00:04:42: Und wo wir so die Freiheit, Unabhängigkeit, so einen Art Weg auch dann durchbrochen haben, also was Neues hereingebracht haben.
00:04:54: Und wo dann ja auch diese New Age-Bewegung begonnen hat, wo dann das Ganze als Esoterik-Szene abgetan wurde.
00:05:03: Und wo man natürlich jetzt dann weitergeht, denn schon zuerst einmal New Age, glaube ich, war das. Dann die Eso-Szene, oder eh das ist einhergegangen damit, wo man das ein bisschen so runtergemacht hat, die Alternativlinge und so.
00:05:16: Genau,
00:05:18: wo man sich auf eine gewisse Art und Weise gekleidet hat, damit man es ja gleich sieht. Ich bin anders. Ich bin anders, genau.
00:05:27: Ich denke anders. Und dann eben, wo man jetzt eher in die spirituelle Ebene geht. Wo man früher die Spiritualität eher der Religion zugeordnet hat, der Kirche oder all diesen Sachen, wobei das geht, also für mich ging die Spiritualität immer um ganz was anderes.
00:05:48: Das hat mit Religion und Kirche nichts zu tun, denn das ist für mich einfach nur eine Ebene, eine Institution, die sich als Vermittler nur dazwischen gestellt hat. Wollen wir gar nicht darauf eingehen.
00:06:02: Also darum ist für mich Spiritualität trotzdem was anderes.
00:06:07: Und wo ich dann auch, wo ich das nachgeforscht jetzt habe, die letzten zwei, drei Tage, obwohl ich das eh schon immer irgendwo dann auch gelesen habe, bei allem meinem ganzen Archiv, was ich habe, oder auch gelernt in Ausbildungen und selbst beobachtet. Ich dachte, was ist das jetzt?
00:06:29: Wo stehe ich selber gerade da? Und es ist auch eine spannende Frage, oder nicht eine spannende Frage, sondern eine Aussage erst gekommen von jemandem, eine liebe Bekannte, die meinte, ja, ich sehe dich so, du bist so im Reinen mit dir.
00:06:49: Wo ich gemeint habe, nein, das bin ich eigentlich gar nicht. Wann ist jemand im Reinen mit sich? Und ich war ja auch dankbar und bin ja dankbar für diese Feststellung, die von außen anscheinend so herankommt, wie man gesehen wird bei anderen.
00:07:09: Und habe das jetzt auch wieder so durchgearbeitet mit mir selbst. Was ist diese Bewusstseinsarbeit? Was ist das Bewusstsein?
00:07:20: Wo man erstens einmal das ja gerne gleichsetzt mit dem, dass man sagt, ich habe eine bewusste Entscheidung getroffen, oder? Das kennen wir alle. Was heißt das, eine bewusste Entscheidung treffen?
00:07:38: Ich meine, das ist ja jetzt einmal auch eine interessante Sicht, das so zu anschauen. Weil meistens geht es ja vom Verstand aus. Da hat man überlegt und überlegt und nachgedacht und dann habe ich diese bewusste Entscheidung getroffen.
00:07:56: Kennst du das? Genau, die ja eigentlich witzigerweise auch eine unbewusste ist, weil ja der Verstand auf unbewussten Mustern oder sonstigen Sachen seine Entscheidungen trifft, aus Vergangenheitssachen, die oftmals auch unbewusst sind.
00:08:18: Das basiert auf Ängste oder auf all diese Geschichten. Verletzungen aus der Vergangenheit und die Sorgen und Ängste aus der Zukunft. Also nie im Jetzt. Und wir glauben dann, wir treffen eine bewusste Entscheidung.
00:08:34: Also das Entscheidungen treffen ist sowieso eine eigene Geschichte, aber ich habe nur gelacht darüber, als ich mir das mit der Bewusstseinsarbeit überlegt habe. Was ist Bewusstseinsarbeit überhaupt?
00:08:50: Es ist eigentlich keine Arbeit mit dem Verstand. Und wir setzen es oft gleich. Da wollte ich einfach kurz einmal so einen Input geben. Bewusstsein ist nicht einfach Bewusstsein, denn das richtige Bewusstsein ist eigentlich das höhere Denken.
00:09:06: Fast, könnte man sagen.
00:09:08: Ja, das geht von woanders aus.
00:09:12: Wir haben ja dann auch das Körperbewusstsein, das ja eigentlich unser wichtigstes Bewusstsein hier ist auf der Erde, auf der Erdebene. Weil wir hier den Körper als Vehikel, um hier auf der Erde zu agieren, haben und auf das am wenigsten hören.
00:09:29: Und das ist eine eigene Geschichte wiederum. Ja, trotzdem ist es ganz interessant und wichtig, glaube ich, auch mal wirklich zu verstehen,
00:09:40: dass wir auch wieder viel mehr in das Körperbewusstsein kommen. Jaja,
00:09:46: klar, das ist ganz wichtig, absolut.
00:09:50: Im Grunde geht es darum dann, und da können wir gerne einmal darüber reden, wie können wir den Verstand von der Chefposition einfach runterholen, das ist eine eigene Geschichte.
00:10:02: Genau.
00:10:05: Aber das, wie es mir gerade geht, und ich spüre das total in der Thymus-Herzebene und auch im Solarplexus, was ja sowieso mein wichtiger Präger in mir selbst, meine Emotionen, ich bin ja ein emotionaler Manifestor.
00:10:27: Ich sage, es ist spannend, wenn man das ist. Naja, ich weiß nicht.
00:10:32: Nein, aber um auf das zurückzukommen, wie es mir geht,
00:10:37: und wie man halt gesehen wird, und wo ich sage, ich bin gar nicht im Reinen mit mir, und wie gesagt, ich glaube, wir sind alle nicht im Reinen mit uns, auch am Sterbebett, vielleicht dann noch, wenn wir schon irgendwie an der Tür klopfen in die andere Welt, dann merkt man, ah, dann tut sich da nochmal was anderes auf in unserer seelischen Ebene, glaube ich, oder in unserer Verbundenheitsebene.
00:11:02: Wo ich für mich auch erkannt habe, wo wir eh schon oft darüber gesprochen haben, dass auch die Spiri-Szene, wo man meint, ich bin spirituell oder ich arbeite spirituell, dass man da eigentlich auch in der Ebene noch immer teilweise, es gibt vielleicht Vereinzelte, die da nicht drinnen sind, nämlich in der Bewertung.
00:11:34: Hm. Ja.
00:11:37: Wo wir doch alle so schön sagen, ja, es geht darum, nichts zu bewerten, weil wir sind ja alle verbunden und so weiter und so fort.
00:11:46: Und jetzt komme ich zu dem Gefühl, was ich mir dachte, okay, jetzt hinterfrage ich alles, jetzt sehe ich und dann denke ich, wieso machen Menschen oft so, wieso tun die das Klima so, also, nicht das Klima, ich kann das schon gar nicht mehr hören das Wort, weil Klima ist sowieso immer in Veränderung.
00:12:03: Das ist was, was der Mensch macht.
00:12:07: Dass er meint, er muss was in die Luft sprühen, damit wir geschützt werden von irgendwas, also wo er eingreift und so. Das heißt, ich bin dann in der Bewertung.
00:12:19: Da habe ich mich selbst danach wieder hinterfragt - Moment,
00:12:24: was ist, wenn das alles - wie gesagt, wir sind verbunden. Was ist, wenn das alles trotzdem auf eine Art richtig ist? Also, wenn das im Plan ist, wie wenn das gerade dazugehört?
00:12:42: Weil sonst bewerte ich ja wieder die als dumm, schlecht, dass sie wissentlich was Böses für die Menschen tun. Wo bewerte ich es auch als böse? Gegen die Menschen?
00:12:57: Grundsätzlich denke ich mir einmal, weil du das Thema, die besprühen uns und weiß der Kuckuck was, angesprochen hast, was die alles Schlimmes mit den Menschen tun, ja, aber sie leben ja auch hier.
00:13:09: Ja, man weiß aber nicht nur das, wo ich mir die Frage stelle, wir wissen ja nichts im Grunde, weil du weißt nicht, welche Mächte oder welche ... hm, was da dahinter steht,
00:13:22: welche Einflüsse dahinter stehen, egal welcher Natur.
00:13:30: Und wir wissen nicht, wo es wirklich hingeht. Das heißt, wir wollen alle den Frieden und alle das Schöne. Ja, gerade auch in der spirituellen Szene, alles ist Frieden und wir sind im Paradies.
00:13:44: Die Erde ist dafür da, dass wir eben diese Polarität lernen, dass wir das irgendwie anschauen. Und da ist es die Herausforderung, es nicht zu bewerten. Und das ist eine große Herausforderung, nicht zu bewerten.
00:14:00: Genau. Und es passiert uns ja immer wieder, dass es Themen gibt, wo wir so richtig eine Bewertung drauf haben. Ja, und die Falle ist es in dem Fall oftmals. Im normalen Leben sagt man, wir sind ja getrieben vom Opfer-Dasein.
00:14:21: Oder das Gefühl, ich sag mal der Mensch glaubt, er ist Opfer, es ist das Leben so hart, so schwierig.
00:14:34: Man macht sich entweder dann selbst, also in jeder Form zum Opfer, egal ob ich es in der Leidensform mache, dass ich sage, ich jammere drüber, es ist doch alles so schlecht und alles so ah, und alles so mühsam, dieses Jammern, oder ich sage gut, es ist so schlecht und lebe es auch aus, also ich agiere dann auch in der Gewalt, gewalttätig, bösartig, weil ich mich ja als Opfer fühle.
00:15:04: Und jetzt kommt es - wo ist die Falle in der spirituellen Ebene?
00:15:14: Also die menschliche Falle, die sich der Mensch selbst aufbaut, in der Spiritualität oder in dem Bewusstsein. Denn es ist ja alles getrieben von einer Art Sehnsucht. Das Opfer, egal, Opfer von einer Trennung, Opfer von einem Verlust oder was auch immer, was man erleidet, man wünscht sich was anderes herbei.
00:15:40: Und so auch der Spirituelle, der diese Bewusstseinsarbeit macht, dass etwas besser wird, schöner wird, friedlicher wird oder all diese Friedensträger. Es hat alles auch seine Berechtigung, es geht nicht darum das jetzt dann schlecht zu machen oder das als nutzlos, sinnlos oder wertlos zu machen. Das überhaupt nicht, auf keinen Fall. Es gehört auch dazu. Es gehört einfach dazu.
00:16:07: Ja, weil da haben wir ja auch wieder die Polarität. Es braucht ja beides. Genau. Wo ist das eine so extrem, also holt es das andere Extrem auf die Oberfläche.
00:16:19: Und die Falle, die man sich gern als Bewusstseinsarbeitender oder Spiritueller macht, ist, dass ich auch dieses eigentliche Opfer bin, nämlich auch die Sehnsucht habe, dass es anders wird, dass wir alles durchlichten.
00:16:41: Nochmal, ich möchte das nicht hinunter tun oder abtun oder alles sinnlos machen, im Gegenteil, es geht nur darum,
00:16:54: wo fühle ich mich da als Opfer und das habe ich kurz gefühlt, jetzt mache ich so viel und der Mensch arbeitet so dagegen, also wo man auch so diese Trennung fühlt, dann, wo wir uns auch trennen, als vermeintlich, ich bin doch ach so spirituell.
00:17:17: Das habe ich nie gesagt, aber das hört man ja oft gern so.
00:17:23: Ich möchte das jetzt einfach so ein bisschen in einer übertriebenen Art von mir geben, denn ich hinterfrage ja dann, okay, wo ist da mein Schatten dabei. Ist ja auch mein Schatten.
00:17:36: Ja, wo will ich etwas, was ich jetzt anscheinend nicht habe. Und dadurch bin ich auch wieder im Widerstand, im Opfer-Dasein in einem gewissen Fall, in einer Sehnsucht nach etwas anderem.
00:17:51: Und die
00:17:52: Falle ist eben, dass man dann einer gewissen, und das haben wir alle durchlebt, die schon lange mit diesen Sachen arbeiten, oder dem auf die Spur gehen, das Abenteuer, Bewusstseinserweiterung und so, dass man entweder dann beginnt, einem Lehrer zu folgen, der einem so gescheite Sachen sagt,
00:18:17: und dem zu folgen.
00:18:21: Weil der weiß ja schon so viel, der ist ja schon viel weiter als ich, und da würde ich auch gerne hinkommen. Erstens das, und zweitens dem dann auch zu folgen, wie so ein Jünger, ich bin sein Follower. Der hat, der weiß es, aber er weiß nur das, was er so sagt, das ist auch gut, weil meine Sehnsucht ist, vielleicht auch das zu erlangen, wie du richtig sagst, kann natürlich sein. Aber da muss man aufpassen, weil da fühle ich mich nicht in der echten Verbundenheit.
00:18:53: Und dann kommt es, und das haben wir auch erlebt, dass man einer Methode folgt.
00:19:01: Mit der Methode, dann öffnest du dein Herz, und so kannst du dich verbinden mit allem, was ist. Nur so geht es, oder so geht es. Und das ist auch eine Falle, unter Anführungszeichen Falle, weil noch eine Methode ... also ich nehme mich da gar nicht aus, ich habe da auch ganz, ganz viel gemacht in die Richtung.
00:19:22: Wir haben das alles durchgemacht.
00:19:25: Weil das ist jetzt so unter Anführungszeichen der heilige Gral. Ja, genau. Weil wenn ich das jetzt noch gemacht habe, dann habe ich es wirklich intus. Naja, ist das wirklich so?
00:19:39: Ja, genau, das ist wieder... Oder eben, wo man so vielleicht vermeintlich dann meint,
00:19:49: uns irgendwelche Figuren, Archetypen uns auch heranziehen. Sei es die ganzen Archetypen, die irgendwelche Göttinnenfiguren von früher, mythologische,
00:20:02: oder sei es auch die religiösen und am meisten eben Jesus und all das.
00:20:09: Nichts anderes. Ist wieder - ich folge diesen Lehren, die Lehren, siehst du das auch noch, diesen Lehren. Es geht nicht darum, die runterzumachen. Es hat alles seine Berechtigung.
00:20:23: Alles ein Teil von dem Ganzen und wir lernen dabei. Es geht nur darum, wo begebe ich mich nur in eine Linie, in eine Schiene und somit ergibt sich die Trennung. Ja, weil automatisch lehnt man das andere ja dann ein bisschen ab.
00:20:41: Ich sage jetzt nicht komplett, aber man sagt, na ja, aber das ist es jetzt. Ich beobachte das nämlich ganz viel bei Menschen, die ich schon lange kenne, wo ich mir denke, aha, und jetzt das.
00:20:52: Spannend.
00:20:54: Und das andere wird dann auf die Seite geschoben. Das ist, wie wenn es das nicht gegeben hätte. Oder, naja, das war damals, aber... Du kannst das Radl nicht neu erfinden.
00:21:06: Wenn du mit dir verbunden bist, dann weißt du es eh. Genau, dann sind wir mit dem großen Bewusstsein eh verbunden. Und dafür braucht es die Bereitschaft, sich selbst zu beobachten, und auch eine gewisse Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und auch das zu sehen, wo man sich selbst gerade im Schatten bewegt.
00:21:40: Und wie soll ich sagen, das ist so eine Ebene wieder, wo man erkennt - Moment, wo bin ich da noch immer auch in der Bewertung? Und ich meine, wir sind Menschen. Aber wir wollen damit jetzt nicht ein nettes rosa Mascherl darüber geben, dass wir das rechtfertigen.
00:22:01: Nein, es geht nur darum, es auch anzuerkennen und uns nicht falsch dafür zu machen. Sondern wir sind trotzdem in diesem kollektiven Netz drinnen. Was spüren wir auch von anderen?
00:22:12: Und darum ist es so wichtig, sich selbst immer mehr zu reflektieren, dass man sich aus übernommenen Mustern auch wieder herausnehmen kann, um zu erkennen - okay, was läuft gerade ab. Ja und was ist wirklich stimmig für mich? Genau, ja. Was spüre ich wirklich dabei, was fühle ich, wie fühle ich mich damit? Wieder mehr ins Fühlen kommen und dem Verstand einfach sagen - du hast jetzt Pause.
00:22:45: Ja, klar, das ist ein Weg. Und da dürfen wir uns auch nicht runter machen, weil es ist ein Weg. Wir lernen, wir haben das nicht gleich intus. Und das ist auch so, Bewusstseinsarbeit ist einfach eine Arbeit.
00:23:02: Und wo ich noch irgendwie, was wollte ich noch sagen, weil es ja natürlich die ganze Zeit so was halt jetzt abgeht, was man einfach so beobachtet. Da geht es ja Schlag auf Schlag.
00:23:13: Und wir wissen natürlich, weil wir auch von der metaphysischen Seite ein bisschen was anschauen, da geht es nicht darum, irgendwelche Prognosen zu erstellen oder irgendwelche Fantasiegeschichten zu erfinden. Sondern weil man es ja auch in die Vergangenheit zurück von diesen metaphysischen, von dieser Gleichzeitigkeit der Energien, der kosmischen und der Erdenergien natürlich beobachten konnte und das auch zurückweg beobachten konnte.
00:23:44: Das heißt, wir sind jetzt im Wandel. Erstens kommt das von überall, und das ist nicht ganz was Neues, das hat schon lange begonnen. Das geht schon lange zurück.
00:23:58: Und es wird immer intensiver. Ja, man spürt das auch, also man sieht es ja auch, ja.
00:24:07: Und da geht es darum zu erkennen, man kann da jetzt nicht einfach schnell etwas reparieren, da geht nichts mehr zum Reparieren.
00:24:15: Da geht es wirklich darum, es kommt wie so ein neuer Reset. Wir wissen es nicht, wie es wird, aber es wird sich etwas ändern. Egal, es wird sich etwas ändern. Viele haben, und wo hat man schon dann jetzt, wo sind viele gerade auch bereit, da was zu erkennen oder zu schauen, okay, so geht es nicht weiter, aber wie kann ich bei mir selbst jetzt ansetzen?
00:24:41: Und klar sieht man da gerne dann andere - mah, der ist schon viel weiter. Da geht es nicht "als viel weiter" zu betrachten oder sich selbst kleiner zu machen. Jeder fängt einmal irgendwo an.
00:24:52: Okay, wir haben schon sehr viele Jahre mit der Arbeit verbracht, aber jeder Handwerker fängt einmal an. Du bist kein geborener Tischler, du magst vielleicht ein gewisses Talent für etwas haben, aber du musst auch die Handgriffe anfangen zu lernen, nach der Reihe.
00:25:09: Und du wirst immer besser, je mehr du daran arbeitest. Und so ist es auch mit der Bewusstseinsarbeit, sage ich jetzt einmal, oder mit der Arbeit an sich selbst. Und wo ich jetzt noch hinauswollte, ist das, zu sagen, gut, zu erkennen,
00:25:26: es mag die herausfordernde Zeit sein, und die wird noch herausfordernder, dass diese Bewusstseinsarbeit eigentlich dahin gehen könnte, zu lernen, wie gehe ich damit um?
00:25:43: Nicht jetzt, dass man dem sagt, so und so, oder dass man nach Antworten sucht, dass mir der sagt, wie gehe ich damit um, sondern dass man in sich gefestigt wird wieder.
00:25:53: Naja, weil die Antwort kann dir ja grundsätzlich keiner geben, weil jeder individuell ist, jeder ist einzigartig, jeder empfindet das auf seine eigene Art und Weise und geht da auf seine eigene Art und Weise durch.
00:26:06: Ich kann dir jetzt nicht sagen, du Andrea, weißt du, du musst das jetzt so und so und so machen, weil ich habe das so gemacht und das hat funktioniert. Das heißt nicht, dass das bei dir funktioniert.
00:26:16: Man muss sein eigenes und auch vom Tempo her, dass man sich da keinen Druck nicht macht oder was, sondern sich wirklich darauf einlässt. Und ich glaube, das ist das Wichtige, dass man sich einlässt drauf und sich selber beobachtet und reflektiert.
00:26:30: Genau. Und so machen es auch wir nach wie vor. Und das, was halt ich gerade jetzt durchmache ist ein Stadium oder eine Phase, die meine Arbeit nicht zunichte machen soll, was ich bisher gemacht habe, sondern im Gegenteil es jetzt anzuerkennen - okay,
00:26:53: ich bin ... ah, da, ein bisl, wo ich Gefahr laufe oder nicht, wo ich in die Trennung gehen würde, statt in diese Verbundenheit, die man so schön immer propagiert und sagt, wir sind ja alle verbunden, wir haben es gelernt, wir fühlen es auch.
00:27:14: Und ich fühle es auch immer wieder. Und ich bin dankbar, dass ich auch immer wieder die Beweise erhalte, dass wenn ich meinem Gespür nachgehe, dass mich das Universum trägt.
00:27:27: Die Erfahrung habe ich gemacht, schon vielerorts, auch jetzt wieder, denn wie gesagt, da es mir seit zwei, drei Tagen so geht,
00:27:38: da gehe ich nicht in den Kopf. Der Kopf kann es gar nicht eruieren, da geht ja was vor im Körper.
00:27:45: Ich stelle mir schon die Frage, und ich höre mich reden, und ich schaue, was es ist, und dann greife ich vielleicht zu einem Buch, einfach unbewusst, und lese genau darin Themen, die dann das Ganze fast wie erklären. Nicht mir Antworten geben, aber doch, die ich nehmen kann als Futter, als Seelenfutter, als Seelenfutter, ja,
00:28:14: die mich wieder - denk mir ... ah, ich mache mich jetzt nicht falsch, dass es mir so geht, dass ich das Ganze infrage stelle, sondern es ist ein Prozess, eine Phase, eine Lernphase, und damit neu umzugehen.
00:28:32: Und das ist sowieso ganz gut und wichtig erklärt jetzt auch, weil, man schlägt ein Buch auf. Also ich mache das auch öfters, es zieht mich wohin, und dann lest man wirklich komischerweise, ist es Zufall, ist es wie auch immer, genau das, was man jetzt braucht.
00:28:54: Und das ist ganz spannend. Und das kann man wirklich öfters machen.
00:29:02: Und das zeigt auch, dass, ja genau, und diese, was ich vorher kurz erwähnt habe, diese Szene, die sich so verändert hat oder die gestartet hat, nicht nur diese Eso- oder New Age- oder Spiri-Szene.
00:29:18: Letztendlich sind das auch Phasen, die wichtig sind. Und zu erkennen, es ist alles gerade wichtig. Wer weiß, was noch auf uns zukommt? Wir wissen es nicht.
00:29:30: Es geht darum, einfach offen zu sein, ohne einer vorgefassten Meinung, ohne einer Sehnsucht, ohne einer Erwartung.
00:29:40: Oder vielleicht einfach nur zu wissen, ich erwarte ... und das ist schon so ... irgendwo in mir habe ich so eine Art -
00:29:49: es ist alles gut.
00:29:53: Es sind oft wie so zwei Seelen in meiner Brust. Letztendlich, das eine weiß, das bemerkt, das sieht, wo ja wieder der Verstand, die Trennungsebene kommt, wo ich vorher erzählt habe.
00:30:04: Und die andere Seite ist aber - es ist alles gut, wie es ist. Alles gut. Heißt nicht, dass ich jetzt, ich kann auch nur nach meinem besten Gefühl schauen, wie ich mein Leben lebe.
00:30:17: Das kann jeder. Aber es ist auch eine Lernebene, weil das kommt nicht von da, das kommt vom Körper. Vom Herzen, vom Körper. Aber das ist Lernen. Das ist Lernen, ja. Und wie gesagt, man lernt nie aus.
00:30:31: Wir sind ja da auf Planet Erde, um zu lernen, um uns weiterzuentwickeln. Und das ist ein lebenslanger Prozess.
00:30:40: Und schon auch, wo können wir
00:30:43: dieses Lernen, was wir bis jetzt getan haben, und was wir weiter tun, wo können wir auch ein Feld bereiten?
00:30:52: Ein Feld auch einer gewissen Neutralität. Weil letztendlich ist ja das,
00:31:01: wo wir uns von der Frequenz, von der Schwingung, von der Energie her bringen, das wissen wir alle mittlerweile, wir strahlen Energie aus, das ist unsere Frequenz, die wir ausstrahlen, je nachdem ziehen wir dann auch die Sachen an. Wie ein Radiosender, also du kannst unseren Radio SOL nicht auf Ö3 hören oder auf Ö1, das geht nicht, du musst die Frequenz haben.
00:31:28: Und wir wissen, dass die Erde oder der Kosmos, das steht ja nicht still, das ist ja kein statisches Dasein. Und der Mensch glaubt, er ist die beste und die größte und intelligenteste Spezies.
00:31:47: Genau, ... Ja, also das stelle ich einmal komplett in Frage. Und von daher geht es darum, glaube ich, für mich zu erkennen - wir sind immer im Wandel. Und einfach uns zu öffnen für alles Mögliche, was der Verstand aber gar nicht erfassen kann.
00:32:10: Und somit zu wissen - okay, wie stelle ich mich, mein Bewusstsein, meinen Körper, auf welche Frequenz will ich ihn einstellen? Wo will ich mitschwingen?
00:32:22: Was sende ich aus und was darf ich empfangen?
00:32:27: Der Vergleich mit dem Radiosender ist super.
00:32:31: Weil es ist schon, manche können sich oft da nichts vorstellen drunter,
00:32:38: mit was sende ich aus, wie empfangen. Aber mit dem Radio zum Beispiel, es geht nur auf der Frequenz kann ich Radio SOL empfangen und sonst nicht.
00:32:48: Und wo wollen wir mitschwingen? Und wie gesagt, das passiert. Unsere Welt ist im Wandel, war immer schon im Wandel. Und wir wissen nicht, was früher alles war. Es gab Hochkulturen, es gab alles Mögliche.
00:33:05: Und wo tragen wir sowieso auch alles in uns, genetisch? Das dürfen wir nicht vergessen. Wir sind genetisch mit allem verbunden auch.
00:33:16: Und wo, aber welches Licht oder welche Frequenz wollen wir einstellen? Okay, ich glaube, jetzt machen wir Schluss. Ich glaube, das war jetzt ein wunderbarer Abschluss. Vielen Dank, dass du das geteilt hast mit uns allen, weil es ganz wichtig ist, gerade in der jetzigen Zeit, wo viel über Frequenzen gesprochen wird, und dass man sich selber auch wirklich ein bisschen mehr beobachtet wieder.
00:33:43: Genau.
00:33:45: Vielen Dank, Andrea. Ich danke auch dir, liebe Renate, für den Raum, den wir uns hier kreieren und den ich da auch nutzen darf für die eigene Reflexion. Ich glaube, das ist ganz wichtig, weil ich bin überzeugt, dass es vielen so geht.
00:34:00: Ja, ja, genau. Und ich möchte trotzdem, wie gesagt, jeden einladen, erstens sich nicht runterzumachen bei allem, was er reflektiert bei sich, was er erkennt bei sich, und trotzdem aber ehrlich sein zu können und ich sag mal, vielleicht diese Schattenseiten,
00:34:20: oder man muss ja nicht äußern oder was zugeben, ich bin so oder so, sondern für sich einfach zu erkennen, nein, das ist auch da, das sind wir alles. Und wo man merkt, wo man in eine Richtung eher tendiert, nur das Gute, aber das alles Gute, je mehr gut, wo viel Licht, da viel Schatten, sagt man, wo alles eine Art Berechtigung hat. Und alles ohne eben die Polarität nicht mit der Dualität zu bewerten.
00:34:52: Also die Polarität, wir brauchen das Einatmen und das Ausatmen. Du kannst nicht nur einatmen.
00:34:59: Aber dann stößt irgendwann an. Es braucht im Grunde den Tag, bedingt die Nacht und so weiter und so fort. Und wo kommen wir mit den dualistischen Bewertungen hinzu? Das ist schlecht und das ist gut.
00:35:14: Für mich, was schlecht ist, heißt das nicht, dass es für dich das sein muss, oder was für dich gut ist, muss für mich nicht gut sein. Das sowieso nicht, aber wo bewertest du überhaupt, was alles gut und schlecht ist?
00:35:24: Was gut und schlecht ist, ja. Da bin ich ja wieder in der Bewertung, wenn ich sage, das ist für mich perfekt und so gut, und nein, das muss für dich nicht. Wer sagt, die Nacht ist schlecht?
00:35:35: Ja.
00:35:37: Und das zu hinterfragen, Und wenn ich jetzt merke, ich habe eine dunkle Seite, oder es kommt was hoch, wo ich mir denk - oh, ich bin ja noch gar nicht so weit - um da den Kreis zu schließen - ich bin ja noch gar nicht so weit.
00:35:49: Was heißt so weit? Was ist das überhaupt? Wo mache ich das schlecht? Nein, es geht zu erkennen, da ist nichts schlecht dran, im Gegenteil, danke, ich habe es erkannt, und das kann ich wieder nutzen, um mich weiterzuentwickeln.
00:36:08: Aber jetzt machen wir Schluss. Vielen Dank und pfiat euch, bis zum nächsten Mal. Ja, danke, tschüss, baba, servus.
Neuer Kommentar