Ep. 21 - Die kleinen Worte, die Großes bewirken.
Shownotes
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die den größten Unterschied machen. Ein freundliches "Guten Morgen", ein ehrliches "Danke" oder ein einfaches Lächeln.
Warum verschwinden diese kleinen Gesten scheinbar immer mehr aus unserem Alltag? Was macht das mit unserem Miteinander – und mit uns selbst?
In dieser Folge sprechen wir über Höflichkeit, Respekt, Wertschätzung und darüber, weshalb Freundlichkeit weit mehr ist als gute Erziehung. Sie ist eine Haltung, die Räume verändert, Beziehungen stärkt und unser eigenes Leben bereichern kann.
"Es sind oft nicht die großen Taten, die unsere Welt verändern, sondern die kleinen Worte, die von Herzen kommen."
✨ Inhalte der Folge:
- Warum Grüßen mehr ist als eine Höflichkeitsfloskel
- Die Bedeutung von Bitte und Danke
- Was Freundlichkeit mit Wertschätzung zu tun hat
- Wie kleine Gesten unsere Energie verändern
- Respekt beginnt im Alltag
- Warum Freundlichkeit auch uns selbst stärkt
- Gedanken über gesellschaftlichen Wandel
- Wie wir bewusst eine positive Atmosphäre schaffen können
- Einladung zum Nachdenken über unser tägliches Miteinander
🙏 Danke
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Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Weißt du, was mich beschäftigt in letzter Zeit? Ich meine, ich habe es schon ein paar Mal bemerkt und ein paar Mal hör ich es auch von anderen, aber ich beobachte es auch öfter, dass anscheinend Menschen aufhören, einander zu grüßen.
00:00:18: Und nicht jetzt nur grüßen, sondern auch dieses, vielleicht auch Danke sagen. Also diese einfachen Floskeln,
00:00:28: wo ich mir denk, ist das jetzt nicht mehr in oder macht man das nicht mehr, oder weißt du? Sehr, sehr spannendes Thema, es ist wirklich, glaube ich, auch gerade sehr aktuell zu der Zeit.
00:00:42: Vielleicht reden wir drüber.
00:00:48: Reden wir drüber, den Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden, schön, dass du mit dabei bist, wenn wir über das Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten.
00:01:08: Also reden wir drüber.
00:01:13: Ja, gerade heute, Renate, habe ich erst wieder mit einer Bekannten gesprochen und auch gestern schon mit einer Freundin dann, weil mir das vermehrt auffällt, dass, wenn jetzt jemand einen Raum betritt,
00:01:28: und man kennt sich, dass gar nicht gegrüßt wird. Ich mache das dann oftmals ein bisschen provokant und sage dann Guten Morgen, Hallo, ein bisschen so, dass man das so gezielt, und dann ja, wird das gesagt, wird dann auch geantwortet, Aber ich denke mir, kommt das aus der Mode?
00:01:53: Ist das, an was halten wir vielleicht fest, was man tut? Also ich habe mir da echt schon jetzt Gedanken gemacht, weil das sind ja für mich ganz einfache Miteinander-Geschichten.
00:02:06: Genau, und das sind einfach so Grundgeschichten, sage ich jetzt einmal, was man vielleicht, was man als Kinder schon von klein auf lernt. Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung sprechen, ich habe meinen Kindern immer gesagt - grüß dich, pfiat di, bitte, danke - kostet nichts, das macht man, das ist einfach eine Höflichkeitsgeschichte.
00:02:27: Man grüßt, man sagt bitte, wenn man gern was hätte und man sagt danke, wenn man was gekriegt hat. Das ist irgendwie so komplett was Natürliches.
00:02:37: Die Kinder müssen nicht hergehen und an jeden mit der Hand grüßen, wenn da mehrere sagen - grüß Gott. Um das geht es gar nicht, weil ganz ehrlich, das habe ich nie mögen wirklich.
00:02:48: Ich mag das auch heute noch nicht, wenn so kleine dressierte Affen, sorry, wenn ich das jetzt so bezeichne, aber ich habe das immer so gesehen, das ist nämlich nicht natürlich.
00:02:57: Ein Kind macht das nicht von sich aus. Aber so eben das Grüßen und Bitte und Danke sagen, ist was Natürliches. Und das wird schon immer weniger. Ja,
00:03:10: das merkt man schon. Und witzigerweise bei uns am Land, sage ich jetzt einmal, sind die Kinder schon noch zum Teil, ich merke das, wenn ich einmal zu Fuß unterwegs bin, was eh nicht oft ist, aber wenn die Kinder mit den Radln daherkommen, die grüßen alle.
00:03:23: Oder auch wenn ich mit dem Auto fahre, die machen mit dem Kopf so eine Nicken oder voll lieb und ich winke dann zurück oder so, weil das ist ja ganz wichtig. Und dann fällt mir öfters auf, dass speziell ältere Leute, die sich ja immer aufregen - Kinder sind heut so unerzogen, die grüßen nicht mehr. Und die grüßen dann nicht zurück.
00:03:44: Und irgendwann hören die Kinder dann wahrscheinlich wirklich auf zu grüßen. Aber sind das Fremde? Bei uns im Ort kennt man sie eigentlich.
00:03:56: Aber auch wenn es Fremde sind, ich denke mir gerade speziell, wenn ein Kind mich grüßt. Ja, das ist klar. Da gehts gar nicht um das, kennt man diese Personen, kennt man sich nicht, sondern ich grüße auch oft.
00:04:08: Ich habe mir früher, als ich noch in Salzburg gearbeitet habe, oft den Spaß gemacht, wenn ich vom Bahnhof zum Geschäft gegangen bin, dass ich einfach in der Früh zu wildfremden Menschen so mit einem Lächeln "Guten Morgen" gesagt habe, Guten Morgen.
00:04:21: Manche haben mich entsetzt angeschaut, so, was will die jetzt von mir, manche haben gelächelt und gesagt - ja guten Morgen - und da merkt man, es beginnt der Tag anders. Aber jetzt noch mal zurück zu die Kinder.
00:04:36: Ich habe meinen Kindern immer gesagt eben diese drei Dings und dann habe ich noch gesagt - es gibt für mich so diese "dreimal grüßen-Formel". Wenn euch eine Person, wir haben in einem kleinen Ort gewohnt, also da hat wirklich fast jeder jeden gekannt ... wenn euch irgendwer dreimal nicht zurück grüßt, dann lasst es.
00:04:56: Dann haben sie es eh nicht verdient, dass ihr denen einen schönen Tag oder ein "Grüß Gott" wünscht. Weil das ist einfach unhöflich.
00:05:07: Und mir ist immer gesagt worden, eure Kinder, die sind echt freundlich, die grüßen immer. Sag ich, ja das freut mich, weil so haben wir sie halt erzogen, weil uns das einfach auch wichtig ist.
00:05:18: Ja, und du sagst es auch vielleicht, wenn man selber einen Wert darauf legt, ja, und vielleicht wird von vielen Eltern heutzutage auch da nicht mehr der Wert draufgelegt und somit sehen die Kinder das auch nicht. Wo ich dann trotzdem immer, ich bin ja jemand, der dann trotzdem immer sagt, okay, ist das vielleicht eine Regel, die überholt ist, die veraltet ist?
00:05:43: Einfach, wo ich nicht gleich verurteile, sondern mal schaue, passt das nicht mehr oder was geht da gerade vor.
00:05:55: Manche sagen ja, die sind vielleicht schüchtern oder so. Ich würde nicht sagen, das sind keine schüchternen Menschen. Das hat damit nichts zu tun, weil das sind oft Chefs, die nicht grüßen.
00:06:08: Und da denke ich mir,
00:06:11: was ist es, was erwarte ich vielleicht, dass jemand das tut? Ich meine, ich sage sogar bei der Kasse auch "Grüß Gott" oder "Auf Wiedersehen".
00:06:22: Da ist ja eine Interaktion. Die kenne ich auch nicht. Ja, oder vielleicht nach einer Weile schon, aber diese einfachen Formen oder Formen des Miteinander-Seins auf dieser Welt, dieses menschliche oder dieses achtsame, respektvolle.
00:06:42: Wie gesagt, ich grüße auch nicht jeden Fremden, muss ich ja nicht. Aber wenn ich wo hinkomme und da sind mehrere Leute, gehe ich auch nicht zu jedem. Da sage ich, hallo, grüß euch oder hallo.
00:06:50: Es geht einfach nur, ich seh dich, vielleicht ist das so, ich sehe dich.
00:06:57: Wobei, ja gut, wenn ich dich seh, muss ich dann auch nichts sagen. Das könnte man so oder so dann ausdeuten. Weißt du, was ich meine? Ich weiß, was du meinst. Und ich glaube nicht, dass es out ist, zu grüßen und bitte und danke zu sagen.
00:07:15: Lassen wir es vielleicht nur bei den Jugendlichen, okay, die wissen selber nicht, wer sie sind, gerade in der Pubertät, da verändert sich so viel im Körper, dass es vielleicht eine Unsicherheit ist.
00:07:29: Wie soll ich jetzt grüßen? Soll ich überhaupt was sagen? Und ja, aber grundsätzlich, speziell so im Mittelalter, so wie wir jetzt sind, sage ich jetzt einmal, ich bezeichne uns als Mittelalter.
00:07:43: Oder auch bei wirklich älteren Menschen, da verstehe ich es nicht, wenn die nicht grüßen. Das geht mir einfach nicht ein, weil das sind nämlich meistens genau die, die so viel Wert legen, dass sie zuerst gegrüßt werden.
00:07:57: Weil ich bin ja die ältere Person, das ist ja auch so.
00:08:02: Wir haben das halt damals so gelernt, der Jüngere grüßt zuerst.
00:08:08: Oder man wartet auch, dass der Ältere muss dir das "Du" anbieten und bliblablub. Also das sind so, da sage ich, okay, das sind vielleicht ein bisschen überholte Geschichten. Also das ist so an diesen alten Dogmen festhalten.
00:08:20: Es ist mir egal, Ob ich jetzt zuerst grüße oder mich der zuerst grüßt oder wann mir wer ein Du anbietet, das ist heute eh nicht mehr so. Wenn wir jung waren, war das... Ich bin ein totaler Du-Mensch und wenn ich in ein Geschäft reingehe, wo junge Leute arbeiten und die reden mich mit Du an, dann denke ich mir, ja cool,
00:08:41: ich freu mich drüber. Ich bin nicht dieser Sie-Mensch und hin und her und man muss ja ewig per Sie bleiben. Nein.
00:08:49: Früher hieß es so per Sie, da schafft man eine Distanz, nicht gleich, dass der andere weiß, er muss mit mir respektvoll umgehen. Das war so eine gewisse unausgesprochene Regel, es schafft eine Distanz, das "Sie".
00:09:06: Nein, das Du kriegt er erst, wenn er sich bewiesen hat. Genau, wenn er es sich verdient hat. Finde ich ja voll krass, aber ja, sei dahingestellt. Ja, weil letztendlich, das hat sich natürlich verändert, das kommt sehr viel aus dem Englischsprachigen, weil da gibt es natürlich das gleiche Wort, you, da gibt es nicht das you als für sie, sondern das ist das gleiche für du.
00:09:27: Also es hat sich schon aus dieser Sprache geändert. Ich finde das so krass, weiß ich nicht, ob es dir auch so geht, wenn ich mir so englische Serien oder englische synchronisierte Filme anschaue, und wenn die dann sich mit sie ansprechen.
00:09:42: Nein, das gibt es bei denen nicht. Hallo. Ja gut, ich meine, ich weiß nicht, vielleicht gibt es schon. Ich muss mit meiner Freundin einmal reden, die ist ja in Kalifornien zu Hause.
00:09:54: Wie das da gemeint ist, mit der werde ich einmal reden. Man merkt, wenn man sich zum Beispiel so schwedische oder dänische Filme oder Serien, die sind alle sofort per Du.
00:10:05: Wirklich? Habe ich noch nie gehört. Da ist das Du ganz normal. Ob das jetzt ein Vorgesetzter ist oder wer immer, sofort das Du. Fällt mir halt auf.
00:10:16: Aber noch mal auf diese ganzen Grüßen und Bitte und Danke zurückzukommen, dass wir nicht ganz zu weit abschweifen. Da sind wir ganz schlecht beim Abschweifen, da tun wir normal eh nie, aber es kommt ab und zu vor.
00:10:30: Und da noch mal zurückzukommen, weil wir da zuerst, man muss ja nicht einen jeden, den du triffst auf der Straße grüßen. Genau, da möchte ich auch ganz kurz ein Beispiel erzählen.
00:10:39: Wie meine älteste Tochter, die Verena, noch klein war, noch im Buggy drinnen und wir sind durch Braunau gegangen und sie sagt zu einen jeden, der uns entgegengekommen ist, immer - grüß dich, grüß dich, grüß dich, so total entzückend und lieb.
00:10:53: Also dann haben auch die meisten wirklich zurückgegrüßt und gelacht und dann hab ich gesagt, wenn man in der Stadt ist, und du musst nicht zu einem jeden jetzt unbedingt "Grüß dich" sagen, also voll lieb, voll brav, das muss jetzt so extrem jetzt nicht sein, aber das war dann für sie einfach so selbstverständlich.
00:11:14: Ja, witzig. Ja, und darum, jetzt haben wir überlegt, wie ist das überhaupt,
00:11:23: sollte man das aufhören, warum sollte man es tun? Ich bin der Meinung, für mich ist es etwas, was eine Art Respekt, oder nicht nur Respekt, es ist eine Achtsamkeit auch, die man ausdrückt.
00:11:40: Auch wenn meine Freundin kommt, oder wenn Freundinnen kommen, die grüßt man auch, da sind wir ja so die Bussi-Gesellschaft, gibt man Bussi. Und das ist aber auch nett, ich mag das auch.
00:11:51: Wenn es wer nicht will, ist auch ok. Ich habe eine Tante, wirklich eine ältere, die hat mir gleich am Anfang gesagt, du weißt du, ich mag das nicht, umarmt werden. Und so.
00:11:58: Ist okay. Wir geben uns halt die Hand. Wir grüßen uns aber auch. Es ist einfach eine Art, ich sage es fast wie so ein Hallo in meiner Welt. Oder Hallo, wir sehen uns jetzt und sind in einem Raum zusammen.
00:12:14: Einfach so ein Willkommen. Und das war auch, das ist nach wie vor oft so. Früher war das so, wenn man wandern ging oder im Wald ist, Ausflüge macht, dass sich ja Fremde, wenn sich die begegnen, dass man sich grüßt.
00:12:31: Da kennt man sich auch nicht, man begrüßt sich. Das ist witzig, dass das aber immer nur so im Wald oder einfach so bei so Ausflugsgebieten, dass das so eine fast unausgesprochene Regel war.
00:12:42: Und das ist weitgehend natürlich auch schon verloren gegangen.
00:12:49: Und irgendwann einmal war das so, weil es gab ja auch diese Grußform, eben das "Grüß Gott". Und irgendwann hat es einmal geheißen, ich weiß aber nimmer mehr genau, um was es ging, dass man das so nicht mehr sagt, das "Grüß Gott".
00:13:01: Und ich hab mir gedacht, okay, ich hab's dann auch nicht. Ja, man sagt halt dann, was sagt man,
00:13:06: jetzt fällt mir gar nicht das andere ein.
00:13:10: Servus, hi, hallo. Gut, das sagt man jetzt so.
00:13:17: Jetzt habe ich erst überlegt wieder auf dieses Grüß Gott. Finde ich mittlerweile aber etwas Schönes, denn man begrüßt ja den anderen als Gottes Teil. Wir sind alle Teil von diesem Größeren, von der Schöpfung.
00:13:35: Wir sind alle Teil von diesem Schöpfungsplan, von diesem großen Ganzen,
00:13:43: wie auch immer man das nennt, Gott oder etwas anderes, weiß ich nicht, wie auch immer nennen. Aber in dieser Grußformel finde ich das einfach schön, wir sind gemeinschaftlich ein Teil dieses und ich grüße diesen Teil in dir.
00:14:01: Also ich finde das eigentlich total wertschätzend. Absolut. Absolut, ja. Und das ist vor allem wirklich, ja, das war jetzt echt eine schöne Erklärung, weil man hört "Grüß Gott", dass das wer direkt so sagt, bei uns sagt man halt gerne "grüß dich",
00:14:23: das heißt ja grüße dich. Genau.
00:14:29: Guten Tag. Guten Tag. Jetzt fällt es mir ein. Guten Tag. Guten Abend. Ja. Aber das sage ich eigentlich nicht.
00:14:40: Guten Tag. Guten Morgen. Im Grunde sagt man schon - Guten Tag, tagsüber und am Abend "Guten Abend". Gute Nacht. Also im Grunde gibt es dann da diese einzelnen... Und ich weiß, im Ägyptisch gibt es für Morgen einen eigenen Gruß und dann ab Mittag sagt man was anderes.
00:14:59: Genau, das ist ja auch da im Italienisch, weil ich mich gerade wieder ein bisschen mit dem Italienisch beschäftige, neben Buon Giorno oder Buona Notte. Da gibt es ja auch, Buona Sera, Guten Abend.
00:15:11: Also da gibt es schon noch unterschiedliche... Ja, und da musst du ja oft, wie ich gelebt habe dort, warte mal, wir haben schon Zwölf, danach, jetzt muss ich was anderes sagen.
00:15:20: Ja,
00:15:22: richtig. Was es ja bei uns dann nicht so wirklich gibt, weil du sagst gerade am Morgen oder im Büro. Du sagst auch nicht guten Mittag oder guten Nachmittag, das sagt man so nicht.
00:15:32: Ja, genau. Aber im Büro weiß ich, wenn wer ins Büro gekommen ist, jemand anderer, entweder hat er Post gebracht oder völlig egal, oder hat einfach nur was wollen, mit wem sprechen, wann wer reinkommt - hallo, grüß dich. Es ist einfach so nett, es ist so eine freundliche Geste, finde ich, die eine Verbundenheit auch schafft, einen Raum schafft.
00:15:59: Das würd ich fast so jetzt benennen. Ja, und es ist ja dann oft nach so einem Gruß, auch bei Fremden jetzt, plötzlich ist man in einem Gespräch.
00:16:09: Ja.
00:16:11: Nur durch das Grüßen.
00:16:14: Wir waren jetzt innerhalb von einer Woche auf zwei Hochzeiten, wo wir wirklich nur, also ich habe bei beiden Hochzeiten nur das Brautpaar gekannt, bei der zweiten Hochzeit hat mein Mann schon ein paar andere gekannt und das ist ja irgendwie so ganz normal, du gehst hin, kommst hin, stellst dich vor und sagst, grüß euch, und ich bin da, da, da.
00:16:36: Und man ist sofort in einem Gespräch dran, man lernt sich dann einfach gleich einmal kennen. Beschnuppert sich.
00:16:44: Ja, okay, wenn man das nicht will, ist ja okay. Aber zumindest grüßen. Ich muss mich eh nicht gleich mit jedem zusammenstellen und Bussi, Bussi oder was. Um das geht es gar nicht.
00:16:56: Aber wenn man da jetzt hinkommt und einfach nur schaut und dasteht und wartet vielleicht, dass irgendwer anders, funktioniert meistens nicht. Es gibt natürlich Leute, die was dann gleich auf dich zugehen.
00:17:13: Aber das ist auch nicht immer so gegeben. Ich glaube nicht, dass es aus der Mode gekommen ist. Und eben auch dieses Danke und Bitte oder auch wenn man anrempelt, dass man sagt, Entschuldigung.
00:17:27: Einfach nur einen gewissen Respekt oder Achtsamkeit, dass man merkt, ich habe jetzt, sorry, wollte ich nicht. Das tut einem nicht weh. Und eben der Gedanke, eine Freundin hat mir erst erzählt, wenn die in die öffentlichen Verkehrsmitteln oft eingestiegen ist
00:17:44: und der Busfahrer oder irgendwer noch so nett war, hat extra noch einmal angehalten, damit vielleicht jemand, der gerannt ist und den noch erwischen wollte, reinlässt, dass viele gar nicht mehr Danke sagen.
00:17:55: Das ist ja schon krass. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass der nur einmal stehen bleibt, wenn er schon angefahren ist. Das ist ja auch voll eine nette Geste.
00:18:03: Muss er nicht tun. Ja, nein, eh nicht. Aber das tut mir ja nicht weh, das Danke. Nein, gar nicht. Und da stell ich mir dann die Frage, wie gehen diese Menschen auch mit sich selbst um?
00:18:17: Trotz allem. Also die Frage stelle ich mir dann schon auch. Wie dankbar sind sie sich selber? Oder wie höflich sind sie sich selber gegenüber? Wie respektvoll behandeln sie sich selber, wenn sie es schon bei den anderen nicht tun?
00:18:33: Ja, es sind einfach einfache Sachen. Und wie gesagt, es muss nicht so sein, wie es früher war. Darum gehts gar nicht. Weil da waren noch ganz andere Regeln dahinter.
00:18:45: Aber ich finde einfach, dass das eine... Ich sehe das jetzt nicht einmal als Regeln, das Grüß dich, Pfiat dich, Bitte, Danke, sondern als...
00:19:00: mir fällt da einfach das Wort, da gibt es sicher ein Wort dafür, es fällt mir einfach nicht ein. Das ist so selbstverständlich, da brauche ich nicht nachdenken drüber. Dieses Miteinander.
00:19:14: Eine Art Höflichkeit, Freundlichkeit. Ja, denn letztendlich, es nährt ja gleichzeitig auch mich. Wenn mir wer ein Guten Morgen, einfach was Nettes sagt, ein Lächeln, ich finde das kreiert einen ganz anderen Raum, eine Energie.
00:19:33: Ja, man ist ja gleich eben, ja anders drauf, wie du es sagst, das macht auch was mit einem. Da sind wir wieder bei den Energien, weil jeder ist mit jedem verbunden.
00:19:44: Genau.
00:19:46: Wie ich noch im Verkauf war, was auch immer so ganz witzig war, und ich auch mit Kolleginnen oft geredet habe, wenn es so ganz unhöfliche Kunden gegeben hat, da was ...
00:20:00: Dann noch eine Spur freundlicher zu werden und noch netter zu werden, so lange, bis sie es nicht mehr aus können. Und das funktioniert immer. Ja, ja, ja. Ist richtig, ja.
00:20:13: Ja, ich glaube, jetzt haben wir das. Es wäre ganz interessant, vielleicht lasst uns ein Feedback da. Oder schreibt uns einfach kurz hinein, wie geht ihr damit um? Wie seht ihr das?
00:20:27: Genau. Das würde uns wirklich interessieren, dass wir da vielleicht ein bisschen Interaktion zusammenbringen. Ja genau und wie ihr das vielleicht auch wahrnehmt, beobachtet und was ihr davon hält.
00:20:40: Und es wäre natürlich schon auch interessant von Menschen, die das nicht so tun, wo wir da jetzt sagen, dass das schade ist, dass die das nicht tun, warum ihr das nicht tut. Also das wäre interessant zu hören, weil vielleicht ist da was, vielleicht sehen wir da etwas nicht, was vielleicht eh ok ist. Also das würde ich wirklich gerne hören von jemand.
00:21:03: Ja, dann vielen lieben Dank noch einmal für unseren Raum hier und für unser Gespräch, liebe Renate. Ja, ich danke dir auch, liebe Andrea. Hat wieder total Spaß gemacht.
00:21:14: Und dann bis zum nächsten Mal. Tschüss, pfiat euch. Tschüss, baba, servus.
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