Ep. 24 - Reflektieren - aber wie geht das eigentlich?
Shownotes
Reflektieren – wir sprechen in unseren Podcastfolgen immer wieder davon. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Und wie geht das überhaupt?
Selbstreflexion bedeutet nicht, ständig über sich selbst nachzudenken oder jede Situation zu analysieren. Es geht vielmehr darum, innezuhalten, die eigenen Gefühle und Reaktionen wahrzunehmen und neugierig darauf zu schauen, was dahintersteckt.
Warum hat mich diese Situation so berührt? Warum reagiere ich gerade so? Was hat das mit mir zu tun?
Wenn wir uns getriggert fühlen, unsere Reaktionen und die Begegnungen mit anderen Menschen können uns dabei wertvolle Hinweise geben.
In dieser Folge schauen wir deshalb einmal genauer hin: Was bedeutet Reflektieren eigentlich, warum ist es manchmal gar nicht so einfach und wie können wir lernen, uns selbst bewusster zu beobachten und besser zu verstehen?
Denn Reflektieren bedeutet nicht, bei sich selbst nach Fehlern zu suchen. Es bedeutet, sich selbst immer besser kennenzulernen.
✨* Inhalte der Folge:*
- Was bedeutet Reflektieren bzw. Selbstreflexion eigentlich?
- Warum es wichtig ist, die eigenen Reaktionen wahrzunehmen
- Was Trigger und Gefühle über uns selbst zeigen können
- Die Frage: „Was hat das mit mir zu tun?“
- Wie wir hinter unsere Reaktionsmuster schauen können
- Reflektieren, ohne sich selbst zu verurteilen
- Wie Selbstreflexion im Alltag ganz praktisch aussehen kann
🔍 Hinweis:
Bei der Podcast-Episode 22 - "Löwenportal & Sonnenfinsternis" erklären wir ca. bei Minute 2:10 den Unterschied zwischen Energie & Frequenz.
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Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, wir haben ja schon öfters über Reflektieren gesprochen, dass es wichtig ist zu reflektieren, dass man einfach in gewissen Situationen sich das noch einmal anschauen sollte und ich habe mir gedacht, Andrea, über das könnten wir heute vielleicht einmal ein bisschen mehr reden drüber und genauer auf das Thema, was ist Reflektieren überhaupt eingehen.
00:00:19: Das ist eine gute Idee, ja. Was es ist genau, du hast es gerade gesagt, und warum es wichtig oder warum wir glauben, warum es wichtig ist und was man davon hat.
00:00:37: Reden wir drüber, den Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.
00:00:48: Schön, dass du mit dabei bist, wenn wir übers Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also, reden wir drüber.
00:01:01: Andrea, wie würdest du jetzt Reflektieren oder auch Selbstreflexion erklären? Vereinfacht gesagt, was spiegelt mir die Welt?
00:01:14: Wo ich meine, das ist die Welt, aber das hat mit mir nichts zu tun. Weißt du, was ich meine? Ja,
00:01:23: da geht es, glaube ich, auch um das, dass man gewisse Situationen nicht bewertet, sondern wirklich das beobachtet, hinschaut, und dann versteht man es vielleicht. Genau, das ist jetzt gut.
00:01:39: Dann kann man es verstehen. Das hast das jetzt gut gesagt, das ist ein wichtiger Punkt. Was ist das Reflektieren? Wir reden ja oft, wie du schon eingangs erwähnt hast, dass man selbst reflektiert.
00:01:50: Und man oft nur denkt, ja, was mache ich da, wieso soll ich das tun, oder was hilft mir das? Und du hast das jetzt erwähnt, nämlich, dass man Dinge einfach einmal ohne Bewertung beobachtet.
00:02:06: Ohne noch in eine Reaktion zu gehen.
00:02:10: Eben zum Beispiel, wenn jetzt irgendwer vermeintlich was Böses sagt, ... weil alles, was uns angetan wird, unter Anführungszeichen, oder auch Gutes, es ist alles gut, also es ist Gutes, oder auch, wo wir meinen, der ist jetzt böse zu mir, oder der ist jetzt gemein zu mir, der ärgert mich, der macht mich wütend und all diese Geschichten.
00:02:33: Und wir tun ja das gerne eben hinaus projizieren, statt dass wir das als Reflexion von uns sehen. Ich glaube, das ist irgendwo das, wo ich mir das ... Das ist ein gutes Bild, ja.
00:02:48: Und diese Selbstreflexion ist eben das, dass ich das gar nicht auf den projiziere, dass der jetzt was Böses gemacht hat, und ich das arme Opfer, wo wir wieder bei dem Opferbewusstsein sind, sondern das ist schau, okay.
00:03:02: Erstens einmal, was ist in mir, das darauf anspringt?
00:03:09: Genau. Und ich sage immer so gern als Beispiel, wenn du jetzt fünf Leute in einer Reihe stehen hast, und dann steht einer davor, ein Mensch, und der sagt zu jedem, du bist dumm.
00:03:24: Und dann gibt es die unterschiedlichsten Reaktionen. Der eine haut den vielleicht gleich mal einen Kinnhaken rein, der andere sagt, du bist selber dumm, der andere fängt an zum Weinen.
00:03:36: Ja, also jeder reagiert anders.
00:03:41: Das heißt, das hat nichts, natürlich in irgendeiner Folge, wenn derjenige der das sagt, hat auch was mit ihm zu tun, überhaupt kein Thema, der ist nicht außen vor. Aber welcher Filter ist bei jedem Einzelnen dabei,
00:03:56: dass der auf irgendwas, in irgendeiner Form, wie er reagiert.
00:04:03: Und bevor man da oft in die Reaktion geht, die ja eigentlich Konflikte auslöst meistens, Unstimmigkeiten, Missverständnisse und all diese Sachen,
00:04:16: dass man da gar nicht gleich mal, wenn man schon merkt, es kommt irgendwas hoch, Moment. Ja, so auf die Art. Atmen. Atmen.
00:04:28: Und dann geht es darum, natürlich, das ist eine Übungssache, das kann man nicht gleich.
00:04:35: Alles, was wir neu uns aneignen, braucht Wiederholungen. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, es funktioniert auch trotzdem nicht immer, auch wenn man da schon ein bisschen geübt ist, es gibt einfach Situationen, weiß ich nicht, wie viel Atem, dass ich da bräuchte.
00:04:54: Eine Sauerstoffmaske, oder wie? Ja, so ungefähr. Und ich glaube, es geht sicher einigen so.
00:05:02: Ja, aber, genau, man darf sich da nicht diese utopischen Ansprüche stellen, dass man das von jetzt auf dann gleich umschalten kann, aber man kann beginnen. Und ich glaube, dazu muss ich die Entscheidung treffen.
00:05:18: Ich kann natürlich sagen, nein, was brauche ich das? Ich will mich damit gar nicht auseinandersetzen.
00:05:24: Dann ist es aber so, dass die Welt spiegelt. Die Welt und die Menschen spiegeln dich. Und dann wirst du natürlich immer wieder getriggert. In irgendeiner Form. Dann kommt es, dass du immer unzufrieden bist, jammerst und du bist, das Leben ist einfach ... ja, also solche Sachen. Statt dass wir das eigentlich nehmen, was spiegelt mir die Welt, und vor allen Dingen gehen wir einfach auf die Menschen, was spiegeln sie mir?
00:05:51: Ja, und auch, okay, was habe ich vielleicht selber für einen Anteil daran, was habe ich selber gemacht? Um das geht es, ja. Weil, wenn ich nur denke, ja, warum sagt der das jetzt zu mir, zum Beispiel, dass ich dumm bin oder warum grüßt mich die Person jetzt nicht?
00:06:07: Und was habe ich denn gemacht? Da komme ich nicht raus. Das ist so dieses Spiel, wo sich die Katze in den Schwanz beißt. Da drehe ich mich nur im Kreis.
00:06:16: Reflektieren ist eben wirklich das, dass ich mir Fragen stelle.
00:06:21: Keine Warum-Fragen, sondern was ist mein Anteil daran?
00:06:26: Und da geht es dann auch oft um das, wenn man genau hinschaut, dass es unbequem wird. Genau, weil das ist nämlich die erste und wichtigste
00:06:38: Voraussetzung fürs Reflektieren,
00:06:41: dass man ehrlich zu sich selbst ist. Das ist immer die
00:06:49: schwierigste, weil man mag ja nicht selber vielleicht, ich sage jetzt mal schuld unter Anführungszeichen an der Situation sein, sondern man sucht es meistens beim Gegenüber.
00:07:02: Und nicht oft nur Schuld, sondern man will dann oft nicht eine negative Seite an sich erkennen. Genau, stimmt, das ist noch besser gesagt. Man will immer gut sein, man will immer im Recht sein und all diese Dinge.
00:07:19: Man will nicht das Gefühl haben, eine Schwäche zu haben. Dabei ist Schwäche nichts Schlechtes.
00:07:28: Das ist ja, weil unser Bewertungsmechanismus so läuft und das ist eben die Voraussetzung, dass man sagt, ich bin jetzt ehrlich zu mir und schau, was wird da in mir getriggert?
00:07:42: Und man muss das nicht, in dem Moment geht das oft gar nicht, am Anfang ist es vielleicht okay, wenn man sagt, am Abend, bevor man schlafen geht, dass man kurz einmal darüber reflektiert, oder einfach mal sich den Tag Revue passieren lässt und sagt, okay, was hat mich heute, was hat angeeckt in mir?
00:08:03: Welche Gefühle, was löste welche Gefühle in mir aus? Das können oft, ja, entweder traurige Gefühle oder einfach wütende Gefühle, einfach was, oder Emotionen. was wurde heute durch irgendwelche Situationen ausgelöst. Und dann zu schauen, was ist dahinter, hinter der Wut, hinter der Angst, hinter all diesen oder Eifersucht oder all diesen Emotionen, die da sind.
00:08:37: Was hat mich verletzt oder so. Und da ist es wirklich eine ... man wird nicht gleich darauf kommen, was es ist. Aber zumindest offen zu sein, die Bereitschaft zu haben,
00:08:53: zu schauen,
00:08:55: was steckt dahinter. Warum bin ich wirklich wütend geworden? Was ist wirklich der Fall? Nicht jetzt, weil der andere jetzt was Böses gesagt hat. Was steckt dann noch einmal dahinter?
00:09:09: Ja, weil meistens sind ja das Schichten.
00:09:12: Und je tiefer, dass man da reingeht, umso ungemütlicher wird es ja dann manchmal. Das gehört aber auch dazu. Und das ist wichtig. Weil nur dann kann ich gestärkt da rausgehen.
00:09:24: Genau. Und dann stehst du eben so stark und kräftig da, dass dir eigentlich erstens einmal nichts wirklich aus der Ruhe bringen kann. Mhm. Nicht, dass du es vielleicht spürst, aber du wirst nicht mehr gleich so in diese...
00:09:41: du bist kein Opfer deiner Reaktion dann. Ja, du schießt nicht gleich verbal volle Kanne zurück. Weil das verstärkt sich dann diese Konfliktsituation, diese hohe Spannung, diese Kampfesenergie.
00:09:56: Was ich in letzter Zeit auch oft beobachtet habe, wenn zwei Menschen miteinander in Missverständnissen drinnen sind, wo einer vielleicht versucht, sich zu rechtfertigen, wo aber der andere das gar nicht nehmen kann, Also, wo ich ständig dadurch immer in dieser Situation natürlich verharre.
00:10:19: Dass man dann wirklich schaut, was ist wirklich mein Gefühl dahinter? Wo will ich jetzt eigentlich hin? Was ist meine Intention, meine Motivation? Warum ich da jetzt so agieren würde?
00:10:31: Ja,
00:10:34: auch weil du gesagt hast, dass man dann, wenn man anfängt, sich damit zu stärken, weil mich nichts mehr von außen dann in dem Sinn treffen kann. Was ich aber oft spannend auch finde, dass wenn du anfängst zu reflektieren, dass du oft gar nicht in so Situationen kommst, die dich in der Form bei diesen Sachen, die dich früher vielleicht getriggert haben, dass die dich triggern.
00:10:59: Du kommst ja gar nicht ... weil du brauchst ja das im Grunde oftmals gar nicht mehr als Spiegel. Weißt du, was ich meine? Ja. Ich weiß schon, was du meinst. Ich verstehe dich schon, ja.
00:11:09: Das heißt, dann hast du das für dich einfach erkannt und kannst das in dir wandeln. Ja. Und das ist ja das Schöne im Leben. Das Leben spiegelt uns, damit wir reflektieren können.
00:11:26: Und man kann das vielleicht auch so beschreiben, dass man nicht in der Vergangenheit hängen bleibt, sondern dass man von der Vergangenheit was für die Gegenwart mitnimmt.
00:11:38: Und darum triggern einen gewisse Sachen dann einfach nicht mehr. Genau. Weil das wurde ja abgehakt. Über das habe ich reflektiert. War vielleicht damals so, ist aber jetzt nicht mehr relevant.
00:11:52: Genau. Und das ist auch ein guter Punkt, was du jetzt gesagt hast, Da fällt mir noch etwas dazu ein, dass ich auch bemerke vermehrt, wenn man in solche Reaktionsmuster geht,
00:12:07: wo einem vielleicht irgendetwas wehtun hat oder irgendwie Angst macht oder so, dass diese Emotionen, also Angst ist ja in dem Sinne keine Emotion, das ist ja eine mentale Geschichte hauptsächlich, aber ebenso wie Eifersucht, Neid oder Gier,
00:12:24: all diese, was auch was in mir triggert, oder diese Selbstwertgeschichten, völlig egal, was es ist, was eine Situation in dir triggert, dass das meistens, sage ich jetzt einmal, aus meiner Beobachtung heraus auch, was ich bei anderen auch sehe, beobachte, dass das das verletzte Kind-Ich ist.
00:12:48: Das heißt, das ist eine Version in uns, die da aus der Kindheit her eine Verletzung erhalten hat. Das kann völlig unbewusst sein, weil einfach gewisse Bedürfnisse nicht befriedigt wurden.
00:13:09: Und die setzen sich fest. Das heißt, da kommt dann, wenn irgendetwas passend ist, dieses verletzte Kind zum Vorschein und reagiert dann völlig unpassend oft. Und das ist ja dann oft, wo man sich dann danach selber fragt, glaube ich, ich habe keine Ahnung, warum ich so reagiert habe, jetzt, wie ich reagiert habe.
00:13:34: Und das ist nämlich eine super Erklärung. Da ist irgendwas Schicht für Schicht für Schicht vergraben, und plötzlich fällt ein Wort, ein Satz und "wumm". Und man denkt sich dann danach, was war das jetzt? Nämlich dann kommt dann auch, das kenne ich von mir, so bin ich ja normal gar nicht.
00:13:55: Oder genau, das ist das, glaubt man, so bin ich normal nicht, aber der Verstand versucht natürlich dann schon auch manchmal die Erklärung zu finden, weil der und der und der und der und der... ja? Und ich die Arme wieder.
00:14:12: Also das ist fast wie ein Teufelskreis. Und da kann man grundsätzlich glaube ich auch sagen, Selbstreflexion ist, wenn du aufhörst, dass du ständig fragst - warum sind die anderen so. Und dich wirklich einmal traust oder dich selber fragst - was war da jetzt eigentlich mein Anteil dran?
00:14:33: Genau, vielleicht wollen wir kurz zum Abschluss eben das noch einmal kurz zusammenfassen.
00:14:41: Vielleicht am Anfang einfach abends einfach den ganzen Tag reflektieren. Also den ganzen Tag einmal so Revue passieren lassen. Welche Emotionen, welche Gefühle, welche Gedankenmuster, welche Verhaltensmuster wurden vielleicht in irgendeiner Form getriggert? Dann natürlich ganz wichtig ehrlich sein zu sich selbst, die Bereitschaft zu haben, die Wahrheit anzusehen.
00:15:11: Das ist super, genau, wirklich bereit zu sein, genau hinzuschauen und die Wahrheit zu sehen, was ist mein Anteil daran gewesen an dem Ganzen. Ja, und zu sagen, auch wenn es so ist, welche Version von mir war das?
00:15:30: Und die will einfach nur bemerkt werden, gesehen werden, anerkannt werden. Jetzt als erwachsene Person kann ich das tun. Ich kann zu dieser verletzten Version einfach liebevoll sagen und es nicht bewerten, hey, was soll das, wir sind ja jetzt gescheiter und wir sind jetzt ... nein. Wo nimmt man es jetzt in den Arm, diese Version von sich und sagt - pass auf, ich sehe dich, ich umarme dich, wir können es jetzt anders machen.
00:16:12: Ich habe viel gelernt.
00:16:16: Und wie können wir das jetzt verändern,
00:16:20: wenn wir gemeinsam jetzt das Selbstwertgefühl, das Selbstbewusstsein hier nach außen tragen, sodass wir das gar nicht mehr einladen, dass die Welt uns in der Form triggert.
00:16:34: Es werden wieder Dinge kommen. Immer. Wir sind einfach da, um zu lernen. Wir werden immer reflektieren. Das ist ja das, was ich oftmals schon gesagt habe. Das Leben gibt uns ja Zeichen auch für unseren Weg.
00:16:49: Und das hört einfach auch nicht auf, weil das ist ja menschlich und normal, das gehört dazu. Da ist ja nichts falsch daran, dass immer wieder so Situationen kommen. Aber es wird einem einfach schneller bewusst.
00:17:02: Genau, und das ist die Übungssache. Man sagt ja immer so schön, Übung macht den Meister. Ja. Und üben tut man, indem man es immer wiederholt. Bis es so eine Routine kriegt.
00:17:14: Und ich weiß nicht, wie es dir geht Renate. Mir macht es echt Spaß, auch da zu reflektieren. Ich weiß nicht, wie es dir ... Auf jeden Fall natürlich, weil ich mich dadurch auch selber besser kennenlerne wieder.
00:17:28: Und plötzlich, na ja, genau, klar, da war das oder das.
00:17:34: Wie kann ich es verändern? Und man heilt ja damit auch Verletzungen, Wunden, die vielleicht gar nicht mehr relevant sind, aber die einfach nie wirklich vielleicht beachtet wurden zu irgendeiner Zeit.
00:17:47: Genau, und man geht in die Heilung und vor allem, man wird auch gelassener dadurch. Und es gibt einem mehr Ruhe und auch Frieden für einen selber. Und es geht ja nicht darum, dass man zu einer Antwort oft kommt.
00:18:03: Es reicht oft schon, Fragen zu stellen. Und irgendwas antwortet dann. Irgendwo kriegt man ein Gefühl dafür.
00:18:11: Und das ist natürlich auch eine Übung, Fragen zu stellen. Ganz, ganz wichtig. Egal in was für einer Situation, wirklich sich das anfangen, Fragen zu stellen.
00:18:24: Und vielleicht nicht das - warum ist das passiert, sondern, okay, was war mein Anteil daran? Gut, das weiß man oft auch nicht. Wenn das was Altes ist. Aber die Frage für sich stellen und das nur mal Revue passieren lassen, wie du vorher schon so schön gesagt hast, und plötzlich kommt man drauf.
00:18:45: Das kann auch eine Zeit dauern, aber irgendwann weißt du es. Aber was trotzdem nochmal kurz die Hürde, glaube ich, ist, wenn man hinter dieses Gefühl schaut, keiner will das Gefühl des Neides empfinden,
00:18:58: oder dieses... Das sind ja diese Sachen, die wir ja als schlecht bezeichnen. Es ist kein gutes Menschsein, wenn man neidig ist oder gierig ist.
00:19:12: Aber wo sehen wir das aus dem Erwachsenen-Auge eben?
00:19:17: Da hängt ja ganz was anderes dahinter. Wir haben es einfach gelabelt als diesen Neid und Gier, sondern zu schauen, was ist dahinter. Das ist dieses Tiefergehen, das Dahinterschauen.
00:19:31: Da steckt vielleicht ganz was Banales, hinter Neid z.B.
00:19:35: Das muss ich eben nicht wissen. Es ist jetzt nur ein Beispiel, wie es sein könnte, dass ich etwas nicht erhalten habe, was ich für mich, was ich in dem Moment gebraucht habe.
00:19:46: Und wenn es als Kinde eine Umarmung gewesen wäre oder einfach nur gute Worte gewesen wären. Völlig egal, was es ist. Es geht um die Energie, die das trägt, was was auslöst, die genau dieses Gefühl auslöst.
00:19:58: Und ich muss es ja auch nicht als Neid bezeichnen, wobei es hilft dann natürlich schon in gewisser Weise. Welches Gefühl ist da?
00:20:08: Und was mir, das habe ich, glaube ich erwähnt, ich mag das auch gerne, wenn ich Filme sehe. Ich sehe die Filme immer so ein bisschen als Reflexionsübung auch. Was lösen manche Filme aus?
00:20:22: Wie manche Leute reagieren? Was das auch in mir auslöst? Da würde ich jetzt so reagieren. Da kann man so gut üben, ohne dass man selber in irgendeiner Situation steht. Das ist ein super Beispiel.
00:20:35: Das ist ein sehr gutes Beispiel. Da kommt man dann ein bisschen rein in das. Da kann man einfach, ohne dass man vielleicht in der eigenen Realität, in der eigenen Welt da reintappen muss, bis sowas ausgelöst wird, sondern auch schon während einem Film, dass man sich selber währenddessen auch beobachtet, was löst es aus.
00:20:54: Oder auch wenn ich weinen muss, oder wenn ich traurig bin, völlig egal. Es ist echt spannend, was wird da ausgelöst. Das ist cool. Das ist ein super Übungsbeispiel. Aber eine kurze Frage habe ich jetzt noch, Andrea, würdest du sagen, muss man alles reflektieren?
00:21:11: Was meinst du dazu? Deine Antwort dazu. Ich glaube, es gibt einfach Themen im Leben, die muss man nicht unbedingt reflektieren. Zum Beispiel, warum habe ich heute in der Früh die blaue Tasse genommen für meinen Kaffee und nicht die grüne?
00:21:28: Na das ist klar. Das ist vielleicht auch mal ein bisschen so, weil es kann ja schon sein, dass man das bei jeder Kleinigkeit, warum habe ich das jetzt so gemacht und nicht so, man darf sich nicht verrennen.
00:21:45: Ja, ein guter Impuls, liebe Renate, weil das könnten ja viele so verstehen, dadurch, dass ich gar nicht auf die Idee komme, ist ein guter Punkt, super, dass du den da jetzt eingebracht hast, also darum geht es nicht.
00:22:00: Das kann ja dann zu einem Wahn oder zu einer Sucht ausarten, wo ich in allem dann ein Zeichen habe. Da ist jetzt irgendwas vorbeigeflogen. Klar, es können Zeichen sein, um das geht es nicht.
00:22:14: Aber wir wollen einfach nur darauf hinaus das Zwischenmenschliche, oder nicht nur das Zwischenmenschliche, was triggert mich, wenn ich irgendetwas beobachte. Einfach die Gefühle zu reflektieren.
00:22:25: Weil ja das schon, das glaube ich, wichtig ist, eben für das Miteinander.
00:22:33: Denn wenn wir in so Gefühlen drin bleiben, in so Emotionen, das lädt sich auf, das sind ja Energien. Das heißt, wo stärke ich diese Energien im Miteinander? Und da sind wir wieder bei dem, was wir schon erzählt haben, wo der Unterschied zwischen Energie und Frequenz ist.
00:22:48: In welcher Frequenz bin ich dann bei einer Energie? Bleibe ich in dieser verletzten Neides-, Gier-, was auch immer, -Frequenz oder hebe ich mich darüber hinaus, transformiere ich das, dass ich da gar nicht mehr drin hängen bleibe.
00:23:07: Ich glaube, das war jetzt wieder ein super Schlusswort. Vielen Dank, Andrea, vielen Dank euch fürs Zuhören und dann bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ja, danke auch, liebe Renate.
00:23:19: Und wir würden uns wirklich ein bisschen über Interaktion freuen, wie geht es euch damit und welche Themen sind da auch? Vielleicht bei euch, was da immer wieder auch kommen.
00:23:28: In diesem Sinne, vielen Dank, alles Liebe, Tschüss, Baba, Servus.
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