Ep. 29 - Tod & Sterben: Was, wenn der Tod nicht das ist wofür wir ihn halten?

Shownotes

Tod und Sterben – ein Thema, das uns alle begleitet und über das wir trotzdem oft lieber schweigen. Bis wir davon auf irgendeine Art betroffen sind.

In diesem Gespräch möchten wir dir gerne unsere Sichtweise darüber nahe bringen. Vielleicht findest du Impulse, leichter mit Verlust umgehen zu können. Interessant ist auch die Frage, was die Beschäftigung mit Tod und Sterben für unser Leben offenbaren kann.

✨ Inhalte der Folge

  • Wenn ein Mensch geht: Was bedeutet Abschied?
  • Umgang mit Trauer
  • Warum Loslassen eine Herausforderung sein kann
  • Was der Gedanke an den eigenen Tod auslösen kann

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es gibt ein Thema, was den Menschen seit Geburt begleitet, und zwar das Thema Tod und Sterben. Und ich denke mir immer, das hängt wie so eine dunkle Wolke über uns, wie so ein Damoklesschwert, mit dem jeder unterschiedlich umgeht.

00:00:21: Das ist so ein umfangreiches Thema.

00:00:24: Was meinst du? Ja, absolut bin ich voll deiner Meinung und ich würde sagen, wir schauen uns heute mal ein bisschen von einer anderen Seite an, wie wir das sehen.

00:00:39: Reden wir drüber, den Podcast aus dem Leben, über das Leben und für das Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.

00:00:50: Schön, dass du mit dabei bist, wenn wir über das Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also reden wir drüber.

00:01:03: Ja Andrea, du ganz ehrlich, wenn man sich dieses Thema jetzt, weil du gesagt hast ja von Geburt an, weil auch der Geburtsprozess ist ja schon eine Art des Sterbens, oder?

00:01:17: Absolut, genau. Das ist ein guter Ansatz, Renate. Das sage nämlich ich auch immer wieder, denn wir, das ist im Grunde das Gleiche. Im Grunde kann man es gleichsetzen, weil wir sterben aus der geistigen Welt, also in der geistigen Welt stirbt etwas, um sich hier auf der Erde zu inkarnieren, um hier auf dieser Seite sichtbar zu werden.

00:01:48: Wobei das Sterben klingt halt so beladen. Was ist das Sterben? Ist es wirklich ein Sterben, denn wir sind ja das Bewusstsein dieser Funke in uns, dieser Seelenfunke oder göttliche Funke in uns, der sich ja hier in ein fleischliches Gewand kleidet, der ist ja nicht abgeschnitten von der anderen Welt.

00:02:18: Also im Grunde würde ich das, was ich so immer gesagt habe, gar nicht mehr so sagen, obwohl ich es immer so gesagt habe, aber das ist es vielleicht, es ist ein Übergang. Es ist einfach nur ein Seitenwechsel.

00:02:32: Das ist super, jetzt erklärt er, weil ich habe jetzt gerade, wie du das eben gesagt hast, weil unser Ansatz, ich sage jetzt einmal, ist ja nicht nur meiner, auch von dir, wenn die Seele entscheidet, zu inkarnieren, also auf Planet Erde noch einmal zu kommen, Fleisch zu werden.

00:02:54: Deswegen stirbt dieser Funke ja nicht ab und auch dieser Seelenauftrag, das was wir gewählt haben, diese Erfahrungen möchte ich jetzt in diesem Leben machen. Und ich glaube, dieser Funke in uns, der weiß es ganz genau.

00:03:11: Aber dadurch, dass wir natürlich in diesen Zyklus eintreten, und im Grunde ist das einfach ein Zyklus auch, wir sind in diesem körperlichen, physischen Zyklus jetzt drinnen, und die Physis ist natürlich so aufgebaut von den Zellen, von den Genen...

00:03:32: Wenn man jetzt der Wissenschaft auch in gewisser Weise hier Glauben schenken mag oder auch vielleicht, wo man selbst das Gefühl dafür hat, ist auch in uns, von den Zellen her, oder nicht jetzt vielleicht von den Zellen her, vielleicht auch von unserer Seele her, die ja die Zellen beeinflusst, von der Genetik und all diesen Dingen, das ist ja nicht getrennt.

00:03:56: Unsere Genetik spielt ja mit für unseren Seelenauftrag. Und wo haben wir, man sagt so schön, auch wir ein Ablaufdatum. Ja, genau. Und das ist ja das, wo erstens einmal viele, natürlich mit älter werden das Thema haben, aber das ist wieder eine eigene Geschichte.

00:04:18: Aber letztendlich, weil wir so an dieser Körperlichkeit festhalten. Geht nicht darum, dass wir es nicht pflegen, nähern und fürsorglich behandeln. Das ist unser Tempel im Grunde.

00:04:29: Aber wir haben so diesen Fokus auf dieses Physische gelenkt, dass wir diese Verbindung zu unserem seelischen Funken, der ja eigentlich nicht stirbt, weder beim Herkommen noch beim Gehen.

00:04:44: Irgendwo nicht beachten oder weniger beachten. Weißt du, was ich meine? Ich weiß schon, was du meinst, weil, wie du das jetzt eben so schön erklärt hast, dieser Körper, ich vergleiche das, habe ich glaub ich, eh schon einmal erwähnt, immer so, kann man vielleicht verständlicher, der Körper ist das Auto und die Seele oder der Funke ist der Fahrer.

00:05:11: Und ich kann der beste Fahrer sein, wie gesagt, ich kann der Verstappen sein, ich kann ...

00:05:20: Wenn die ihr Auto nicht gut pflegen, oder wenn deren Team nicht schaut, dass das Auto, dass alles passt, dann nutzt ihnen ihr ganzes Können nichts. Und genauso, wenn wir das jetzt anschauen, von uns Menschen her, wenn wir unseren Körper nicht pflegen, dann kann unsere Seele noch so entscheiden, das und das ...

00:05:41: Wir müssen schon unseren Körper pflegen. Ja, der muss mitkommen. Der muss mitkommen. Das geht ja über. In diesem physischen Zyklus geht das Hand in Hand. Und das ist das, was ich meine.

00:05:57: Es gilt nicht, daraus einen Kult zu treiben. Wieviele Kulte werden da betrieben, mit dem Körper auch.

00:06:06: Ich muss jünger ausschauen. Ja keine Falten. Also, wo wir wirklich dieses Äußere so in den Mittelpunkt stellen, Schönheitsideale und so. Aber da wollen wir jetzt gar nicht drauf eingehen.

00:06:17: Aber das ist das, was mit dem Körper einhergeht, wo wir einfach diese Polarität, wo wir da diesen anderen Aspekt außer Acht lassen. Weil, warum machen wir das auf den Körper fest?

00:06:29: Vielleicht weil wir innerlich einfach kein Selbstwertgefühl, also diesen Selbstwert, diese Selbstwertschätzung, Anerkennung, Selbstverantwortung nicht mehr kennen oder einfach verloren haben.

00:06:48: Oder auch vielleicht erst im Laufe des Lebens, natürlich, das ist vielleicht ja auch unser Seelenauftrag, dass wir so aufwachsen und das wir uns vorgenommen haben. Aber wir schauen innerlich, von unserem inneren Bewusstsein her, wie kann ich es trotzdem in den Körper bringen?

00:07:05: Und ich glaube ... das wird auch so prognostiziert zeitweise und ist schon vor vielen Jahren, auch von Rudolf Steiner schon mal prognostiziert worden, dass es wirklich darum geht, nicht die Materie oder das Materielle, das Physische abzulehnen, sondern es zu durchlichten.

00:07:28: Was heißt das? Das Bewusstsein ist ja da. Das kann man im Grunde, das große Bewusstsein, das ist immer gleich, das ist immer gleich groß. Und wir kommen einfach her und meinen, okay, wir wollen unser Bewusstsein erweitern.

00:07:44: Ich glaube gar nicht, dass das eine Bewusstseinserweiterung ist, sondern es überhaupt einmal zuzulassen, zu verstehen lernen und es zu nutzen und letztendlich unseren Körper damit zu befüllen.

00:08:03: Weißt du, dass beide wie so eine, so eine chymische Hochzeit irgendwie hier vollführen, dass wir von diesen Äußerlichkeiten oder diesem Gegeneinander und all diesen Sachen, von dieser Trennung, die wir ja in uns tragen, sonst hätten wir es ja im Außen nicht so groß auch sichtbar, die auch wieder diese Verbundenheit spüren.

00:08:30: Ja,

00:08:32: ich weiß, was du meinst, aber ich habe jetzt eine Frage, die sich vielleicht viele stellen, und ich weiß, du kannst da besser drauf eingehen, was hat das jetzt mit dem Tod zu tun und mit Sterben?

00:08:45: Gute Frage, liebe Renate. Ja, weil ich glaube, das Thema, ja, haben sicher viele auch während des Lebens bei sich selbst, eben weil man so auf den Körper fixiert ist, oder man hat ein tolles Leben und man will nicht das verlassen.

00:09:04: Aber auch wieder ist das außen. Ich glaube aber auch, dass viele,

00:09:09: dass auch das Thema Tod das auslöst oder das Sterben bei den Menschen, die die Hinterbleibenden sind und dann noch die Hinterbliebenen.

00:09:21: Was ist da der Unterschied zwischen Hinterbleibenden und Hinterbliebenen. Möchtest du uns das auch vielleicht erklären?

00:09:32: Heut bist du aber pingelig.

00:09:39: Nein, wenn ich denke, ich bin bei einem Prozess dabei, wenn jemand stirbt, wenn jemand dabei ist zu sterben, dann weiß ich schon, ich hinterbleibe. Ich überlebe den. Und die meisten Menschen haben ja auch das Problem oder sagen ja, es ist nicht normal, wenn zum Beispiel das Kind früher geht, als die Mutter oder der Vater.

00:10:03: Wer sagt, dass das nicht normal ist? Ja, und wo sage ich, dass derjenige, ja, es ist, wir setzen da so andere Prioritäten. Ja, es ist schlimm, wenn man ein Kind verliert.

00:10:13: Es ist auch genauso schlimm für ein Kind, wenn es die Mutter oder den Vater verliert letztendlich. Und was ich spannend fand, das habe ich mal bei einer Ausbildung gehört, weil ich dem Ganzen auch, weil ich dahintergehen wollte, schauen wollte ... wenn ein Mensch diese Ebene verlässt, diese Seite, also wenn der Körper einfach sagt, der Körper kann nicht mehr, der will nicht mehr, es hat sich erledigt, oder auch die Seele, oder wenn das Ablaufdatum erreicht es.

00:10:44: Wurscht wann es ist, nach ein paar Monaten oder nach 100 Jahren.

00:10:50: Man weiß nichts von dem Seelenauftrag dieses Menschen. Man sagt ja oft so schön, es gibt ja auch welche, die gleich nach der Geburt Babys sterben oder vielleicht... ja klar, man kann es sich schönreden.

00:11:05: Wir wissen es alle nicht, aber teilweise macht es für mich, ich spüre es einfach so, dass das so sein kann, dass diese Seele einfach nur erleben wollte,

00:11:19: diese Freude empfangen zu werden, zum Beispiel, dass Eltern sich auf ein Kind so total freuen und es jetzt schon so lieben, obwohl es noch im Bauch ist, einfach diese Energie zu spüren.

00:11:33: Vielleicht hat sich das die Seele vorgenommen, das will es spüren,

00:11:39: diese Energie. Und dann ist der Auftrag erledigt, sie hat es gespürt, sie hat das in sich energetisch aufgenommen. So schlimm es für das Dasein hier auf der Erde auch sein mag.

00:11:52: Und da sehe ich eben diesen Mangel daran, weil wir diese Verbundenheit vergessen haben, die wir sind. Weil wir es nur am Körper festmachen. Und das ist das, wo ich eigentlich hinaus wollte.

00:12:09: Wir spüren den Schmerz, also die Trauer. Klar, das spüren wir auch im Herzen, aber nicht so, wir spüren es eigentlich körperlich. Ich wollte jetzt gerade sagen, weil das Herz weiß es.

00:12:24: Du weißt das ja. Aber natürlich ist das oft,

00:12:30: wenn ich jetzt zurückdenke, wie es meiner Mama gegangen ist und eben die Monate oder auch das Jahr oder fast Jahre vorher, wo man schon gemerkt hat, sie mag nicht mehr da sein.

00:12:44: Und wir Kinder aber festgehalten haben daran. Und ihr gesagt haben, mach mehr, iss mehr, geh mehr an die frische Luft. Und sie wollte aber nicht. Und mir ist das dann wirklich so bewusst geworden, im Nachhinein, wie sehr das, ich rede jetzt von mir, mein Ego war, sie nicht gehen zu lassen.

00:13:03: Weil ich wollte sie ja noch unbedingt länger da haben. Ja natürlich, jeder. Nur sie wollte nicht mehr. Ja.

00:13:13: Und das ist legitim. Absolut, ja. Und ich weiß es auch noch, bei uns, als mein Vater einfach ganz normal darüber gesprochen hat, also es gab jetzt keine Anzeichen noch, aber er hat einfach normal darüber gesprochen, ja, wann ich einmal sterbe und hin und her, und ich weiß noch, wie meine Schwester gesagt hat, ich will über das Thema jetzt nicht reden, warum reden wir jetzt über dieses Thema?

00:13:34: Und ich habe gesagt, nein, wieso soll man nicht über dieses Thema reden? Das ist unser Leben. Das ist nicht das Böse. Das ist so böse, wie ein Damoklesschwert hängt es über uns in jedem Moment.

00:13:51: Diesen Verlust spürt man körperlich,

00:13:55: weil du niemanden mehr anfassen kannst. Diese Sinne sind nicht mehr da. Du siehst ihn mit den Augen nicht mehr. Du hörst ihn nicht mehr. Du kannst niemanden mehr umarmen.

00:14:05: Das ist alles ein physisches ... da passiert etwas, ein physisches Loch bildet sich da natürlich, ist klar. Ja, weil der Mensch ist nicht mehr da. Ja, ist auch gut und es ist wichtig, diese Trauerphase auch anzuerkennen.

00:14:21: Weil wir ja unseren Körper in dem Fall, ja, und es ist auch wichtig, Tränen fließen zu lassen, weil mit den Tränen, mit diesem Salzwasser, also mit dem, was da rauskommt, kommt ja auch dieser Schmerz, kann sich hier freilassen.

00:14:36: Und da gibt es ja diese fünf Phasen der Trauer. Und da heißt es immer, das ist ja auch ganz wichtig, dass man die durchgeht. Wo einmal diese Wut kommt. Genau.

00:14:47: Und das auch zuzulassen. Und nicht - ma, jetzt bin ich wütend, das darf man ja nicht sein, weil es ist ja traurig. Man darf da wirklich durchgehen. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, damit man dann einfach auch gestärkt aus dieser Phase rausgeht.

00:15:07: Und ich habe einmal eine Aussage gehört, die hat mir sehr gut gefallen, weil es ja beim Sterben auch oft darum geht, wenn natürlich jemand schwer krank ist, kann man es als Erlösung bezeichnen.

00:15:25: Andere nennen es wieder, ja, der ist ja mitten im Leben gestanden, warum passiert dem das jetzt? Ja, wie eine Bestrafung. Also du siehst, wie unterschiedlich wir diesem Damoklesschwert, welchen Namen wir dem geben.

00:15:38: Und das ist ganz klar, wenn wer jetzt plötzlich durch einen Unfall, durch irgendeinen Schicksalsschlag so schnell aus dem Leben gerissen wird, ist schrecklich. Ist ein Schock, aber wir wissen ja nicht, was die Seele für einen Auftrag gehabt hat.

00:15:54: Genau. Und ich glaube schon, wenn man auch für diese Themen, für dieses schwere Thema, sage ich jetzt mal unter Anführungszeichen, Sterben und Tod, vielleicht das einmal von dieser Seite her anschaut, dass man da ein anderes Gefühl kriegt auch dafür.

00:16:12: Ja. Vor allem, wie du es auch schon so schön gesagt hast, es ist ja einfach ... ja, der Körper ist nicht mehr da. Ich kann den Menschen nicht mehr sehen, nicht mehr hören, nicht mehr berühren, nur ich kann trotzdem noch sprechen mit der Seele.

00:16:25: Und es ist wirklich – also ich kann da jetzt nur von meinen Erfahrungen berichten, was ich da schon ein paar Mal gehabt habe, wo ich genau gewusst habe, jetzt steht die Mama hinter mir.

00:16:36: Jetzt ist sie da. Ich habe es teilweise gerochen, das Parfum, oder meine Schwester hat oft gesagt, sie riecht die Person dann direkt. Wo man sich denkt, es ist niemand in der Nähe, und du weißt, die Person ist jetzt da, und dann einfach sprechen.

00:16:53: Es macht auch was mit einem selber, weil es einem einen gewissen Frieden gibt. Man weiß, ja, der Körper ist nicht mehr da, aber die Seele ist ja trotzdem noch da, weil wir verbunden sind.

00:17:06: Weißt du, was spannend ist, dass es oft so ist, dass während dieser Trauerzeit man dann diese Verbundenheit nicht spürt in dem Moment. Genau, das stimmt. Da bin ich ganz bei dir.

00:17:21: In dem Moment kann man es nicht spüren, weil da ist man so mit sich selber, mit seiner Trauer beschäftigt. Genau. Das hat sicher auch ein Jahr oder so gedauert, bis das das erste Mal war, wo ich mir dachte, wow, was ist das?

00:17:37: Und schau, es ist witzig, jetzt reden wir darüber, und jetzt merke ich gerade, jetzt ist wer da.

00:17:43: Diese Sensibilität habe ich natürlich, ich habe es oft nicht gewusst, was es ist,

00:17:49: und du weißt das eh auch, also wenn man spürt, da ist jetzt wer da, oder ich bin einmal in eine Wohnung gegangen, und gehe nur rein ins Zimmer, ins andere Zimmer, auf einmal drehe ich mich um, weil ich dachte, da hält mich jetzt wer auf der Schulter fest.

00:18:03: Es gibt so Phänomene, natürlich, wenn man das auch zulässt, und ich habe ja auch die Ausbildungen teilweise gemacht, eben auch mit diesen Seelenwesen zu sprechen, wobei ich dann das nicht mehr so verfolgt habe, weil es wahrscheinlich auch jetzt nicht so meine Aufgabe ist, da so nahe rein, also genau hineinzugehen, weil ich es eh weiß, ich brauche diesen Beweis nicht in dem Fall.

00:18:28: Und aber, was du jetzt gerade sagst, finde ich spannend, denn wenn man trotzdem eben dann aus dieser Trauer herausgeht, spürt man oftmals diese Verbundenheit dann erst recht im Herzen.

00:18:40: Und dann kann man eben diese Gespräche auch führen oder auch diese Wärme letztendlich. Wobei ich eines, das ist eine spannende Beobachtung, die ich gemacht habe, ich konnte wirklich teilweise für mich wahrnehmen,

00:18:59: ob manche Personen sich noch in deiner Umgebung befinden oder nicht.

00:19:06: Das fand ich nämlich auch spannend. Meine Oma, mit der ich ja, sie wirklich eine meiner Hauptbezugspersonen war während meines Aufwachsens ... als die gegangen ist, haben wir gedacht, okay, irgendwie spüre ich sie nicht.

00:19:22: Und dann haben wir gedacht, ich glaube, ich weiß warum. Die war so eine Lebefrau. Die ist weitergezogen.

00:19:30: Die hat sich nicht lange aufgehalten in dieser Zwischenebene.

00:19:35: Und im Grunde auch mein Vater nicht. Und meine Mutter, da hab ich mir gedacht, okay, weil es ja oft so ist, wenn man lange Zeit in so einer Phase ist, man nimmt ja trotzdem, man ist nicht dann gleich befreit von allen Leiden.

00:19:53: Wenn man jetzt rübergeht, man schaut dann, wo hänge ich noch fest oder wo muss ich das selber als Wesen, als Seelenwesen noch vielleicht aufarbeiten. Und darum habe ich aber damals die Trauerrede gehalten für meine Mutter und habe die an sie gerichtet.

00:20:11: Deine Trauerreden, weil du machst ja unter anderem auch Trauerreden, also das ist wirklich ganz was einzigartiges, wie du das machst, das muss ich jetzt kurz einfließen lassen, weil das berührt mich jedes mal sehr, da habe ich das Gefühl, ich kenne diese Personen.

00:20:25: Ja, danke. Ja, also ich habe da wirklich glaub ich, weil ich eben anders mit dem Ganzen umgehe. Und ich habe damals hauptsächlich zu meiner Mama gesprochen und habe ihr die Erinnerungen wiedergegeben, die einfach mit den Menschen hier waren.

00:20:41: Und habe sie auch plötzlich, und das war eine Zeitlang danach, ich fahre gerade mit dem Auto, und plötzlich denke ich mir - Mama, jetzt kommst du, während dem Autofahren? Und das ist spannend, ja.

00:20:56: Also die habe ich noch öfter gespürt, ja.

00:21:01: Und darum meine ich, man kriegt dann so, sie sind nicht weg, diese Menschen. Egal ob jetzt Tochter, Sohn oder egal wie jung, wie alt, wo machen wir das auf dem Körperlichen fest.

00:21:16: Wo ich jetzt noch hinaus wollte, weil das gefällt mir nämlich sehr gut,

00:21:21: wenn jetzt zum Beispiel, wenn jemand sehr krank ist oder jemand sagt, also du gehst zu einem Arzt, was ich natürlich verwerflich finde, wenn der Arzt meint, wenn sie das nicht machen, sterben sie in zwei Monaten oder drei Monaten oder ich gebe ihnen noch so viel Zeit.

00:21:33: Ja, also das ist verwerflich, solche Aussagen zu treffen, weil man kann es nicht treffen. Man weiß nicht, was dieser Mensch hier als Aufgabe hat, noch selbst ändert, der geht vielleicht bei der Tür raus, verändert irgendetwas, oder es gibt diese spontanen Remissionen, wo plötzlich von einer schweren Krankheit der geheilt ist.

00:21:54: Gibt es all das, diese Wunder? Was ich nur spannend fand, wenn man oft die Frage stellt,

00:22:02: erstens, möchtest du wissen, wann du stirbst? Oder was würdest du tun, wenn du weißt, du stirbst in sechs Monaten?

00:22:13: Und da gefällt mir diese Aussage, die ich da irgendwann mal gehört habe. Wenn das Wissen um diese Sachen mich dazu bringen, mein Leben zu ändern, lebe ich falsch.

00:22:29: Wow, jetzt habe ich Gänsehaut.

00:22:33: So habe ich das noch nie gesehen, aber absolut. Stimmt, weil wenn ich nur bereit bin, irgendwas in meinem Leben zu ändern, wenn ich mein Ablaufdatum kenne, sage ich jetzt einmal, dann mache ich etwas falsch.

00:22:49: Wie oft hört man das auch? Ja, dann würde ich nur das und das und das machen. So diese Bucketlist abarbeiten. Genau, ja. Also das finde ich wirklich ein Thema, wo man sich da echt die Frage stellen darf, und das stelle ich mir oft, wenn ich jetzt gehen würde aus dieser Welt, bereue ich irgendwas?

00:23:10: Bereuen tue ich sowieso nichts, aber habe ich das Gefühl, irgendwas nicht gemacht zu haben? Nein? Also eigentlich, ich könnte

00:23:19: in Frieden gehen.

00:23:22: Entschuldige, wenn ich dich da unterbrochen habe, aber dieses in Frieden gehen, das ist genau das, glaube ich, was ganz viel ausmacht. Dass man wirklich schaut, wie du jetzt gesagt hast, diese Frage, wann es jetzt soweit wäre,

00:23:39: bin ich im Frieden mit mir, bin ich im Einklang? Ja,

00:23:45: ich habe einmal bei so einer Diskussion teilgenommen, wo es auch um dieses Thema ging, wo dieses Festhalten am Leben im Grunde, ja, ist ja auch so ein Kontrollmechanismus.

00:24:00: Wir wollen es kontrollieren, geht aber nicht, wir können nichts kontrollieren, denn wir wissen nicht, was im nächsten Moment ist, ja, da könnte dir jederzeit ein Ziegelstein auf den Kopf fallen.

00:24:13: Drum, wenn das, wenn es mein Ende ist, wenn es so sein soll, dann wird es auch so sein.

00:24:20: Aber eben, dass ich jederzeit damit leben kann, dass es so ist. Und ich habe damals gesagt, im Grunde ist jeden Abend, wenn wir schlafen gehen, ein kleiner Tod. Wir geben die Kontrolle auf.

00:24:37: Ist so. Du weißt nicht, ob du aufwachst in der Früh. Stimmt, ja. Das ist jetzt spannend. Kann das sein? Das kommt mir jetzt gerade so rein, weil es gibt ja Menschen, die massive Schlafstörungen haben oder nicht wirklich gut schlafen können und immer wieder munter werden, wo das Radl läuft, dass das speziell Menschen sind, die wirklich extrem kontrollieren wollen?

00:25:03: Ich denke mir, das hat mehrere Ursachen. Das hat wahrscheinlich mehrere Ursachen. Das müssen wir uns vielleicht auch noch mal anschauen. Das ist eine eigene Geschichte.

00:25:11: Da habe ich jetzt erst einen großen Beitrag geschrieben, der jetzt noch nicht öffentlich ist, aber doch einen Riesenbeitrag über dieses Geplapper im Kopf, wo wir ja wieder im Grunde beim Verstand sind, der natürlich ... eben die Kontrollgeschichten.

00:25:26: Und ich finde, dass man sagt, okay, es gibt ja so ein schönes, oder kann ja etliche Rituale da sich zu Gemüte führen am Abend, wenn man das Thema hat oder Angst hat vor diesen ganzen Sachen, und man sagt, ok, Körper, ich vertraue dir, dass du weißt, was du tust, der macht ja auch weiter.

00:25:45: Der Körper funktioniert weiterhin.

00:25:48: Aber wir steuern es nicht bewusst. Einfach sich dem hinzugeben und jederzeit danke zu sagen - danke für diesen Tag, danke, einfach diese Dankbarkeitsrituale, weil ...

00:26:00: Das ist ganz wichtig.

00:26:03: Absolut.

00:26:05: Und auch in der Früh, wenn man aufwacht - danke, dass ich wieder einen Tag hier bin.

00:26:11: Es ist erstens nicht selbstverständlich, man kann ein Gefühl dafür haben, aber eben, sich da immer wieder zu reflektieren, lebe ich so, dass ich jederzeit in Frieden gehen könnte, eben in diese andere Ebene. Oder auch - spreche ich, bin ich so mit diesen Menschen hier auf dieser Ebene in Frieden, dass ich ihn gehen lassen kann.

00:26:36: Ja stimmt, weil das macht ja auch was aus und das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch an. Ich sage immer, man sollte nicht im Streit oder im ganzen dings ... schaffen wir ja nicht immer ... ins Bett gehen. Das ist auch zum Beispiel -

00:26:54: Natürlich haben mein Mann und ich auch manchmal Konflikte und Konfliktsituationen. Das ist ganz normal, das gehört dazu. Aber was mir dann schon wichtig ist, wenn wir ins Bett gehen, dass das bereinigt ist.

00:27:07: Ja, schön. Weil ich mag das nicht, komplett dieses Thema mitzunehmen, oder so in Zorn, in Wut einschlafen, weil ich mich gerade wahnsinnig geärgert habe über ihn, sondern wirklich, dass man schaut, dass man das vorher noch ausspricht.

00:27:22: Also das ist halt so mein Ansatz oder unser Ansatz. Also wir schauen, dass man das, darf schon einmal blitzen, aber dann muss es wieder gut sein. Wobei ich da eher dann auch der Meinung bin, mit sich selber damit in den Frieden gehen.

00:27:38: Das natürlich auch, ja. Weil letztendlich oft ist die Energie gerade nicht passend, dass man auch das Thema bereinigt. Vielleicht braucht es auch noch den Schlaf, um aus diesem ganzen Gewirr herauszukommen.

00:27:55: Am nächsten Tag dann wieder anders ausschaut, aber es gibt zum Beispiel auch, wenn wir ins Bett gehen, also es gibt vielleicht, dass man dann nichts mehr sagt oder was, keine gute Nacht oder so, also das gibt es nicht.

00:28:08: Wenn ich sage - geh ins Bett, gute Nacht, geh.

00:28:18: Und das ist natürlich auch oft, wenn jemand gestorben ist,

00:28:24: oder jemand im Sterbeprozess ist, und der hört einen vielleicht nicht mehr, dass man - ma, habe ich irgendwas nicht gesagt, oder ... hätte ich sollen. Und lauter so Geschichten, wo man sich dann Vorwürfe auch macht.

00:28:37: Ja, im Nachhinein. Das bringt in dem Moment nichts. Und auch nicht im Nachhinein. Das bringt niemandem etwas. Genau. Weder dem, der gegangen ist, diesem Wesen, und dir selber, letztendlich.

00:28:51: Denn erstens einmal, das Seelenwesen ist sowieso in Liebe da. Im Grunde ist das einfach nur eine selbstpeinigende Sache, die man dann macht. Weil du hast es nicht gemacht.

00:29:09: Also sei in Frieden damit. Derjenige ist in Frieden. Der wäre sowieso gegangen. Der ist nicht deswegen gegangen, weil du das nicht gemacht hast,

00:29:18: sondern der ist für sich gegangen. Ja. Also muss derjenige für sich, der muss sich selbst vergeben oder in sich selbst dann dieses Freilassen von diesen komischen Vorwürfen, Schuldgefühlen. Denn letztendlich ist es nur das, was man sich selbst, gegen sich selbst macht. Ja und wo man meint, etwas hätte machen müssen.

00:29:50: Ich habe es aber nicht gemacht. Eben sich selbst dazu zu vergeben und zu sagen, okay, in dem Moment war es für mich so, hat es sich für mich richtig angespürt, und es nicht falsch zu machen.

00:30:02: Fertig. Fertig, aus. Im Endeffekt fertig, ja, genau. Aus. Wie gesagt, das Seelenwesen, also in Liebe ist man sowieso verbunden. Ja. Und ich glaube, die Geschichte habe ich eh schon einmal erzählt. Aber ich erzähle es halt immer wieder gern, aus dem Buch von Neale Donald Walsch, dieses Gespräche mit Gott, von dieser kleinen Seele, die bei der Versammlung, wenn man sich das so vorstellt, sagt, ja, ich möchte beim nächsten Leben Vergebung lernen.

00:30:32: Und Gott oder wer auch immer sagt, schau dich um bei diesen Seelen, glaubst du, dass du jemandem vergeben müsstest? Nein, aber ich möchte es gerne lernen. Und dann kommt eine Seele von ganz hinten und sagt, okay, bei mir kannst du Vergebung lernen.

00:30:44: Und die kleine Seele sagt, ja, aber du bist doch voller Liebe, wieso soll ich bei dir Vergebung lernen, was tust du? Sie sagt, pass auf, ich werde mich mit dir inkarnieren und werde dir etwas Schlimmes antun, damit du Vergebung lernen kannst.

00:30:58: Und sie sagt, ja, aber warum würdest du das tun, so etwas Schlimmes? Weil du es lernen magst. Wow, Gänsehaut. Ja, das ist eine wunderschöne Geschichte. Ich habe mir jetzt gerade gedacht, ich muss das Buch wieder einmal lesen.

00:31:10: Ja,

00:31:15: und da dürfen wir uns immer wieder zu sich selbst besinnen und sagen, okay, wir – und ich sage das auch immer bei den Trauerreden, war erst kürzlich bei einer, und ich mache ja die Trauerreden ja anders, weil ich ja anders zu dem stehe, also ich bin religiös, aber nicht kirchlich religiös.

00:31:35: Von daher meine Rück-, die Religion heißt die Rückverbindung, also eben zu unserer Seele, Das heißt, ich spreche auch zu dem Wesen, das da jetzt hier in diesem Ritual, und ich nenne es auch nicht Verabschiedung absichtlich, es ist für mich so eine Erinnerung oder so ein würdevolles Gedenken in dem Moment. Eine Feier fast, ja, Feier des Lebens, wo man dann sagt, okay, man bettet die Überreste vom Kleid, vom körperlichen Kleid einfach, gibt es der Natur, denn ich liebe diese Naturbestattungen, also es ist schon was Tolles, ja, was da hier auch passiert während der Einäscherung.

00:32:22: Ich habe mich jetzt erst selbst damit ein bisschen befasst, weil ich mir dachte, wow, dieses Wissen fehlt uns, was da eigentlich wirklich passiert. Man denkt - ich will nicht verbrannt werden ... aber was da mit den Atomen passiert, das ist ja unfassbar, wie toll das ist, wie das wieder in diese Verbundenheit alles geht.

00:32:41: Das ist faszinierend, da gibt es ja ein ganz tolles Video. Ja, dass man sagt, gut, unser Leben hier, wir sind auf einer Durchreise. Und es ist endlich.

00:32:55: Und von daher, dieses Leben so zu leben, dass man jederzeit wieder in die andere Ebene gehen kann. Gibt es ja auch, ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, aber lebe jeden Tag so, als wäre es dein letzter.

00:33:11: Machen wir Schluss.

00:33:14: Ja, ein ganz spannendes Thema, über das wir sicher ganz lange reden könnten. Aber ich glaube, das war schon einmal ein ganz guter Einblick in das, wie wir das sehen. Und vor allem du, liebe Andrea, weil du dich doch viel mehr damit befasst.

00:33:30: Also vielen Dank für deine Informationen, deine Wahrheiten, so wie du das siehst. Und ich finde das total schön. Danke dir. Ja, danke für deine Fragen.

00:33:41: Also dann. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ja, tschüss. Baba. Servus.

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