Ep. 31 - Anerkennung & Likes - was steckt dahinter?

Shownotes

Likes, Lob und Anerkennung – wie gehen wir eigentlich damit um? Was erwarten wir von anderen, wenn wir Kreationen in die Welt bringen, auf Social Media Beiträge schreiben usw. Wann geben wir Likes oder sogar „Herzen“. Und was bewegt uns dazu, überhaupt unsere Wertschätzung auszudrücken?

In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das uns im Alltag öfter begegnet, als wir vielleicht denken. Ein Gespräch über unsere Gesellschaft, zwischenmenschliche Beziehungen und die Frage, die sich jeder einmal stellen kann: Wie gehe ich selbst mit Anerkennung um – aktiv und passiv?

✨ Inhalte der Folge

  • Likes und die Frage nach Feedback
  • Anerkennung und Wertschätzung im Alltag
  • Warum Rückmeldungen aus demFreundes- und Familienkreis manchmal ausbleiben.
  • Was ehrliche Wertschätzung von Pflichtgefühl und dem Bedürfnis nach ständiger Bestätigung unterscheidet.
  • Support und Bestärken
  • Was es bedeutet, wirklich gesehen zu werden

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Webseite: https://www.andreafichtner.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Jetzt ist es ja schon einige Monate her, wo wir so einen Podcast machen.

00:00:07: Und es ist interessant, von wem man darüber dann auch Feedback erhält.

00:00:15: Und wo überhaupt keine Resonanzen sind. Und ich hab mir gedacht, okay,

00:00:20: also nicht wofür machen wir das, sondern wir machen es ja, weil wir Spaß haben dran. Wir machen es ja weiter. Wie ist es heutzutage mit diesem Feedback geben? Oder einfach nur in unserer Like-Gesellschaft, weißt du was ich meine?

00:00:33: Ja, Like-Gesellschaft ist ein gutes Wort, weil das ist ja so, wie viele Likes haben wir denn?

00:00:42: Gutes Thema, reden wir drüber.

00:00:48: Reden wir drüber, dem Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast, wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.

00:01:00: Schön, dass du mit dabei bist, wenn wir über das Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also, reden wir drüber!

00:01:13: Ja, ich habe mir da echt ein paar Gedanken gemacht, Renate. Und zwar,

00:01:18: wo sind wir denn von der Gesellschaft her? Es gibt ja sehr viel Input. Und ich glaube, gerade durch das Social Media kam ja das so mit diesen Daumen hoch oder diese Like-Geschichten.

00:01:34: Und jeder, ja, kommt, tut's Daumen hoch, gebt's ein Like, dann denke ich mir, ja, habe ich mir auch immer oft gedacht, ja, ständig, warum soll man was ... wozu wollt ihr immer ein Like, ja, was ist das?

00:01:50: Klar, man weiß es mittlerweile, diese Algorithmen, das wird ausgespielt, das wird gezeigt. Klar will man etwas von sich zeigen, man will ja etwas auch für die Menschen rausgeben.

00:02:03: Klar, kommt da ein Feedback, kommt da eine Resonanz, gefällt es wem? Klar will man das in irgendeiner Form wissen, oder? Weißt du, was ich meine? Es ist so schwierig, dieses Thema.

00:02:15: Ich verstehe dich total, ich weiß, was du meinst, weil grundsätzlich, wenn man was postet, auch selber, man tut irgendwo was rein, sei es auf Facebook, Insta, WhatsApp-Status, man freut sich, wenn man ein Like kriegt oder wenn das jemandem gefällt.

00:02:29: Genau. Und dann habe ich mir gedacht, okay,

00:02:34: brauche ich das? Brauchen wir das? Dann denke ich mir, es geht aber nicht ums Brauchen.

00:02:41: Nein, ums Brauchen geht es,

00:02:44: ich sage jetzt einmal bei uns, glaube ich, ich kenne dich so gut, dass ich weiß, bei dir geht es nicht ums Brauchen, bei mir geht es auch nicht ums Brauchen. Aber es hat sich jemand die Arbeit gemacht und ich habe mir das auch durchgelesen und angeschaut, kann ich auch ein Like hinterlassen, kostet ja nichts.

00:03:01: Ich glaube, es geht auch ein bisschen so, dass ich diese Arbeit anerkenne und wertschätze, was sich wer anderer gemacht hat. Und darum gebe ich das her dann. Ich like jetzt auch nicht jeden Beitrag, den was ich sehe, weil es gibt welche, wo ich mir denke, das spricht mir jetzt nicht so an.

00:03:19: Wir sind da irgendwie so rein erzogen worden in das Ganze. Macht man oder macht man nicht? Weißt du, was ich meine? Also, gefällt mir oder gefällt mir nicht, oder so?

00:03:28: Wenn es gefällt mir oder gefällt mir nicht, genau. Das gefällt mir oder gefällt mir nicht.

00:03:32: Aber grundsätzlich, was mir halt oft auch auffällt, dass auch bei unseren Beiträgen oder auch wenn ich alleine was mache, dass ich viel mehr Likes oder Dings kriege von Menschen, die mich nicht kennen oder nicht so gut kennen als wie vom engsten Kreis.

00:03:49: Ah ja, interessant, weil ich denke mir oft und das freut mich total, dass sogar von meiner Familie her, also gerade zum Beispiel auch von meiner Nichte, die ja gerne unseren Podcast hört, die dann immer sagt, ja, finde ich cool und ich freue mich auf den Nächsten.

00:04:10: Und wenn wir einmal, haben wir einmal keinen gemacht, jede Woche - Wo war euer Podcast? Also das ist jetzt auch kein Feedback, aber das ist schön, da hat jemand,

00:04:24: der möchte das hören oder so. Wurscht ob gut oder schlecht. Und es freut einen einfach auch, wenn jemand das sagt, zum Beispiel meine Kinder, die hören auch alle den Podcast und meine Familie natürlich, ja, und mich freut das richtig.

00:04:39: Und jetzt letztes Wochenende habe ich eine Bekannte getroffen bei einem Workshop, die ist aus dem Burgenland und dann sagt sie zu mir, ich höre euren Podcast so gerne.

00:04:49: Das hat mich total gefreut, das freut mich voll.

00:04:53: Es freut einen einfach. Und das ist ja das Gleiche, auf einem Post ein Like zu bekommen. Genau. Oder eben zum Beispiel, ich denke mir, ja, wo ist das Problem, dass man, wenn man sich ein Video anschaut, so wie, wir haben unseren auch auf YouTube, dass man da dann vielleicht ein Like hinterlässt.

00:05:12: Und ich habe mir einfach überlegt, was ist das? Ich habe auch lange Zeit das oft nicht gemacht, muss ich ehrlich sagen, eben gerade solche Likes zu geben oder so. Mittlerweile denke ich mir, das tut mir nicht weh, wenn ich da ein Herzerl gebe.

00:05:27: Und ich bin ja eher ein Fan von den Herzerln, statt immer diesen Daumen hoch. Ja, ich auch. Warum gebe ich einen Daumen hoch? Was heißt das? Ist das Herzerl nur, wem ist das Herzerl vorenthalten?

00:05:41: Geht es da wirklich um Liebe? Nein, es ist einfach Herz. Wir sind ja sowieso im Herzen verbunden.

00:05:50: Wenn dann gebe ich Herzerln, finde ich. Das ist einfach angenehm. Und ich habe sogar einmal gehört von jemandem, das Daumen hoch hat es früher gegeben, glaube ich, bei den Römern oder so, wenn die so Kämpfe gehabt haben in der Arena. Jetzt geht der Kampf los.

00:06:07: Und da denke ich mir, ich möchte diese Bedeutung dem gar nicht geben. Klar macht man Daumen hoch zu jemandem, super, wir haben das einfach schon so übernommen. Aber ich kann doch, das tut mir nicht weh, wenn ich ein Herzerl gebe.

00:06:20: Ja, ich finde die Herzerln auch viel lieber. Ganz ehrlich. Und dann habe ich mir überlegt, schau, die Kinder, wenn die, die machen einfach was, die zeichnen vielleicht was oder tun was und zeigen es den Eltern.

00:06:34: Schau mal, was ich gemacht habe. Da ist das ganz normal, dass man sagt, toll hast du das gemacht und wenn es ein Haus sein soll und da nur zwei Striche sind. Toll, weil es einfach eine Kreation ist, und es zeigt dir etwas.

00:06:49: Das ist für mich so ein Bestärken. Und nicht irgendjemanden zu sagen, das könntest besser machen oder nein, das ist nicht so gut. Es geht ums Bestärken, weil in dieser Energie kann dieses Kind oder dieser Mensch einfach noch besser in diese Schwingung gehen.

00:07:08: Ja, und auch in die Kreativität kommen. Und es ist ja auch so ein Supporten, eine Unterstützung. Mach weiter, das ist super, du kannst es gut. Und ganz ehrlich, ich bin ja auch nicht beleidigt, wenn wer eine konstruktive Kritik darunter schreibt.

00:07:26: Vielleicht sagt, das war jetzt vielleicht nicht so, hat mich jetzt nicht so angesprochen.

00:07:32: Das ist ja absolut okay. Es kann ja nicht an jeden alles gefallen. Nein, es geht ja darum, ich muss dann nicht schreiben, das hat mir nicht gefallen. Um das geht es nicht.

00:07:42: Aber wenn es mir gefällt, was tut weh, wenn ich einfach nur, ich muss nicht mal was schreiben. Eben so ein Herzerl oder irgendwas.

00:07:54: Ich muss ehrlich sagen, ich habe dann überlegt, ich gebe total gerne Menschen ein positives

00:08:03: Feedback oder nicht, wie soll ich sagen, mir fällt das auf. Auch bei Freunden, die ich jetzt schon über 20 Jahre kenne oder was, und wenn ich nur merke, nur eine kleine Geste, kommt da und ich sage, du warst super, das finde ich so toll von dir.

00:08:17: Und ganz ehrlich, auch bei Fremden teilweise, ist mir aufgefallen, oftmals beim Einkaufen bei der Kasse, jemand sitzt, da gibt es diese Prozentpickerln, die habe ich ja nicht, weil ich keine Werbung in dem Sinne bekomme, und wenn ich dann ... dann komme ich oft zu jemanden an der Kasse, die dann sagt, ich gebe ihnen da was, schau, und da könnte man da was raufgeben ... sag ich - sie sind einfach super.

00:08:42: Was tut mir weh? Ich sage nicht einfach nur Danke, ich sage, sie sind echt großartig.

00:08:49: Ja, und

00:08:52: man macht ja wem damit wirklich ein Kompliment und eine Freude auch für seine Arbeit. Und was ist da dabei? Das bestärkt. Genau. Und auch wenn ich, wie gesagt, eine Freundin, die ich schon ewig kenne, wo ich weiß, die ist so drauf, und dann macht die aber eine Geste und ich sage, du bist super.

00:09:10: Das ist einfach ein Anerkennen. Ich sehe dich, ich bemerke es.

00:09:19: Oft denke ich mir, wir sind so zu einer Konsumierergesellschaft geworden. Einfach nur Konsumenten. Wir konsumieren, konsumieren.

00:09:29: Ja, scrollen, scrollen, scrollen, scrollen. Das macht ja auch was mit einem. Auch wenn ich dann einmal stehen bleibe und mir das anschaue ... Wenn mir das gefällt, dann klicke ich drauf und gebe ein Herzerl her.

00:09:43: Ja. Das ist ja absolut... Und was ich so spannend finde, es gibt ja dann diese Influencer oder wie immer wir sie nennen, die vielleicht tausende oder hunderttausende Follower haben und ganz viele Likes gekriegt haben schon.

00:09:58: Und ich glaube, dass da schon manche denken, boah, die müssen gut sein, die like ich auch. Die haben gerade 30 Leute ... naja, das geht so, das brauche ich gar nicht mehr.

00:10:09: Ich habe das Gefühl, dass gewisse Menschen leider so denken. Ja, absolut. Da werden Sachen und Leute gehypt und je mehr Hypes, so sehe ich das auch. Da muss ich mitgehen, das muss so sein.

00:10:28: Statt dass man sagt, okay, hey. Und weißt du, was mir auch einfällt? Früher,

00:10:36: diese Künstler,

00:10:38: zu Lebzeiten waren das oft arme Leute.

00:10:42: Wirklich. Ganz arme Leute. Und die wurden ja auch oftmals verachtet teilweise, vielleicht sogar je nachdem. Und wenn du dir jetzt ein Gemälde von denen kaufst, die wären ja Millionäre, das ist meistens eher posthum ...

00:10:55: werden die entweder zu Helden, zu tollen Menschen gemacht, erst wenn sie weg sind. Und das ist schon krass. Ah, und da denke ich mir, echt jetzt? Und oftmals habe ich das Gefühl, das ist heute noch so.

00:11:11: Naja, da kommt mein Spruch, den ich gerne sage, den ich schon öfters erwähnt habe, der Prophet im eigenen Land. Ah ja. Im übertragenen Sinn. Wir sehen das oft gar nicht.

00:11:24: Nur weil das, ich sag jetzt mal, die Andrea von der Klasse über mir oder unter mir war.

00:11:34: Weißt du, was ich meine? Ja.

00:11:37: Und das ist irgendwie schon, wo ich mir denke, wieso kann man nicht auch anerkennen,

00:11:45: dass das auch toll sein kann. Vielleicht ist das, weil es zu nahe ist, dass man sich da vielleicht vergleichen kann und dadurch in irgendeiner Form entweder erstens nicht supportet, weil warum soll ich?

00:12:01: Ich meine, wer supportet mich, so auf die Art? Weißt du, was ich meine? Weil oftmals ist es ja auch so, wie du sagst, Prophet im eigenen Land, wenn jetzt jemand vom Ausland oft daherkommt, da kann man jetzt, oder ein Fremder, da kannst du dich nicht vergleichen.

00:12:15: Den kannst du einfach hypen, weil da bist du auf Distanz. Genau. Den kennt man ja nicht persönlich, sondern - boah, cool, macht was Neues, toll - unterstütze ich. Aber auch, schau mal, diese ganzen, auch von der Wissenschaft her.

00:12:33: Ich hab ein paar Bücher in der Form gelesen, gerade von so Metaphysik, aber nicht nur Metaphysik, Quantenphysik vor allen Dingen. Das ist ja unglaublich, wo schon echt Anfang des 20.

00:12:48: Jahrhunderts manche mit der Quantenphysik herumgespielt haben, oder auch wie viele noch später sogar mit solchen Forschungen und Experimenten in diesen Sachen auch sogar ihrer Professur... wie sagt man, also ausgeschlossen wurden, wo ihnen die Professur entzogen wurde.

00:13:12: Ist ja unglaublich. Und jetzt werden diese Menschen wieder erwähnt, wenn jetzt neue, die neuen Wissenschafter daherkommen und sich auf dem, was ja schon einmal gemacht wurde, auf das aufbauen, und plötzlich kriegen die anderen wieder diese Anerkennung oder Ehre, und früher hat man sie ausgeschlossen.

00:13:38: Das ist schon interessant, ja. Und ich habe jetzt, ja. Oft gedacht wird auch, na, das geht jetzt nicht, oder man will es nicht glauben. Nur weil man es sich nicht vorstellen kann, heißt das ja nicht, dass es nicht funktioniert, oder dass es möglich ist.

00:13:57: Und ich hab erst jetzt mit einer guten Freundin gesprochen, nämlich, wie ist es uns gegangen? Ich z.B. vor 32 Jahren, als ich angefangen habe mit der Astrologie oder so, da haben mich die Leute blöd angeschaut und haben gesagt, jetzt spinnt sie, jetzt wird sie komisch.

00:14:18: Also wirklich, es war alles noch schräg. Ich dachte, okay, gut, und bin aber weitergegangen, habe mich nicht behindern lassen in dem Fall. Und jetzt siehst du ja fast an jeder Ecke auch irgendwelche Bewusstseins-Trainer, Coaches, Gurus, Meister, all diese Sachen.

00:14:40: Und da wirst du nicht mehr komisch anschauen, du wirst angeschaut - hey, du hast dir noch nie ein Horoskop machen lassen, ein Reading oder sonst was? Weißt du, was ich meine?

00:14:47: Eher genau in die andere Richtung. Genau. Und das sieht man doch jetzt, schau, wie viele da, wie Schwammerln aus dem Boden kommen sie. Und teilweise, die natürlich gut auf Social Media sind und gut im Marketing, die schreien da raus und die haben dann auch diese Follower, wo du siehst ... da denke ich mir, ok, gut, ja?

00:15:08: Ich mir dachte ja, toll, da denke ich mir, gut, ok, ich weiß, ich habe einfach nicht nur das Wissen, ich habe die Erfahrung, das kommt halt dann immer drauf an. Das ist ja auch immer wichtig, glaube ich.

00:15:21: Ist man selber auch da durchgegangen, welche Erfahrungen habe ich gemacht damit? Egal jetzt bei was, das ist jetzt überall. Da spricht man aus ganz was anderem, als wenn es nur angelerntes Wissen ist.

00:15:34: Oder bin ich da selber durchgegangen, habe ich selber Erfahrungen gemacht damit? Und das passt aber eben zu den Wissenschaftsgeschichten. Wo haben die da angefangen? Und da hat meine Freundin gesagt, sagt sie, ja,

00:15:46: eine Mentorin von ihr hat ihr mal gesagt, schau mal, den Anfängern, die den Anfang gemacht haben,

00:15:54: die werden nicht gewürdigt, sozusagen, die begonnen haben, die da einen Weg bereitet haben. Und ich hab gedacht, ja, wie oft reden wir davon, wo baut man da eine Brücke?

00:16:09: Da hat man eine Brücke gebaut, bzw. hat man begonnen mit diversen neuen Erkenntnissen, neuen Erfahrungen,

00:16:23: Wissenschaft, eben Erkenntnisse. Und erst wenn das Feld bereitet wurde, das ist ja auch nach Rupert Sheldrake, diese kritische Masse, wenn die erreicht ist,

00:16:39: dann können viel mehr Leute darauf zugreifen, die brauchen nicht den langen Weg, die greifen einfach auf dieses Wissen zu.

00:16:50: Weil es einfach schneller geht, weil das Feld schon da ist. Genau. Und das, glaube ich, ist einfach dieses Los der Feldbereiter.

00:17:00: Ja, das ist schön beschrieben.

00:17:06: Aber so, wie gesagt, auch bei den Wissenschaftlern, ja, jetzt im Nachhinein. Aber damals wurde ihre Professur entzogen - du hast bei uns nichts verloren, weil du passt nicht in unser, was wir glauben, in unsere Wissenschaft, in unsere Experimente, Erkenntnisse und so weiter.

00:17:27: Du bringst da jetzt irgendwas Neues, so auf die Art. Und das finde ich so krass, wie das ist, dass wenn jemand einfach was gibt, dass man da den eher nicht anerkennt in dem Moment.

00:17:45: Und wie viele werden dann wirklich posthum rehabilitiert? Ja, genau. Haben doch recht gehabt. Oder der Weg war schon der richtige, sage ich jetzt. Nur haben sie halt damals, wollt keiner was von dem hören, weil es neu war, weil es anders war.

00:18:04: Und ich glaube, deswegen gibt es auch viele Menschen, wo das halt überzeichnet auch betrieben wird, wenn sich jemand ständig in den Mittelpunkt stellt. Gibt's ja. Ständig in den Mittelpunkt stellen - schau, was ich gemacht habe, und schau, hast du schon gesehen?

00:18:23: Das habe ich so gemacht. Und schau, das habe ich doch gut gemacht, gell? Ja,

00:18:29: in dem Moment, weißt du, der ist einfach bedürftig. Es ist eigentlich auch ein bedürftiges Kind, was in irgendeiner Form nie gesehen wurde oder nicht was anerkannt wurde.

00:18:43: Und da gilt es dann vielleicht, das zu unterscheiden und zu schauen, okay, wer ist das? Was ist da los?

00:18:51: Was aber nicht heißt, dass man das nicht … Also ich bin ein Befürworter, andere zu bestärken oder zu supporten, wenn ich wirklich das Gefühl habe, der ist echt cool oder das hat mir gefallen.

00:19:04: Ja und vor allem ist nichts dabei, es kostet nichts, es ist kein Zeitaufwand, gar nichts, das geht wirklich nebenbei. Ja und ich meine, ich habe auch eine liebe Kurskollegin, die ich damals als Kurskollegin vor vielen Jahren kennengelernt habe, die aber selbst auch immer wieder Kurse gegeben hat, auch solche Arbeiten gemacht hat, aber auch andere Sachen.

00:19:29: Und ich freue mich total, wenn die Erfolg hat mit etwas. Und ich sage ihr auch immer wieder, du bist echt großartig.

00:19:39: Ich denke, das ist bei mir sowieso, glaube ich, irgendwie in meiner DNA, ich unterstütze lieber meinen Freundeskreis, wenn ich weiß, eine Freundin macht das oder das oder die hat da ein Geschäft eröffnet oder das, dass ich da hingehe und nicht woanders.

00:19:54: Das ist ja das Gleiche. Und wie oft ist es aber, du fängst was an, machst was Neues und jetzt kommen alle möglichen Leute, nur der Freundeskreis kommt nicht.

00:20:06: Und das finde ich immer ganz, ganz spannend, wenn dir manche dann erzählen, ja sie gehen da hin und lassen das machen oder ähnliche Sachen.

00:20:18: Okay, passt schon.

00:20:21: Und mir käme das gar nicht in den Sinn. Ich denk mir, ich freu mich da voll und da wird die Person oder die Personen werden von mir unterstützt, weil erstens einmal gehört Mut dazu.

00:20:33: Sei es jetzt auf Social Media sich zu zeigen, mit Likes, dass man da, dass man denen folgt, dass man sie unterstützt oder eben auch offline, wenn jemand einen Laden oder egal was auch macht, dass ich sage - natürlich kaufe die Sachen bei dir, weil ich möchte dich unterstützen und supporten.

00:20:56: Ja, aber wie gesagt, es soll trotzdem jetzt, nicht sich verpflichtet fühlen, das zu tun. Schon klar. Wenn du jetzt ein Kleidungsgeschäft hast, und die Kleidung, sorry, gefällt mir nicht, dann kann ich sie nicht kaufen.

00:21:17: Naja, das setze ich eh voraus, das ist schon klar.

00:21:22: Aber grundsätzlich, muss ich sagen, bin ich da immer schon so gewesen, dass ich sage, ich unterstütze die Leute, die ich kenne. Ja,

00:21:32: wie gesagt, ich glaube, dass das an der Nähe liegt oder an dem, wie Nähe-Distanz. Ich weiß jetzt nicht zwar, was da abgeht, aber irgendwie ist das ganz eine eigene Geschichte, was da, glaube ich, läuft.

00:21:47: Und ich würde mir echt wünschen, dass sich die Menschen viel mehr wieder überlegen oder nicht überlegen, das ist so eine Kopfgeschichte, sondern wie kann ich jemanden wirklich anerkennen oder Wertschätzung zeigen, weil ich trotzdem glaube, dass es wichtig ist. Es ist dieses Zwischenmenschliche, es ist dieses Anerkennen und dieses Supporten, dieses Bestärken.

00:22:18: Weil es tut was. Wo ist das Problem, dass man irgendjemandem sagt, hey, du hast das echt toll gemacht, oder ich finde das cool.

00:22:28: Nicht aus einer "man sollte es sagen", sondern wirklich, wo man es meint. Genau. Nicht so, ja, das sage ich halt oder tue ich jetzt, weil es sich so gehört vielleicht oder weil das Gegenüber das gerne hören möchte, um das geht es nicht.

00:22:42: Nein. Und das finde ich so schön. Es gibt ja da vom Avatar, von dem Film, wo die… Ich habe es nicht gesehen. Darf ich das überhaupt offiziell sagen?

00:22:54: Nein, aber von daher kam das, wo die dieses Begrüßen hatten, das "I see you", ich sehe dich. Schön, ja. Ja, und da gibt es auch, ich habe das einmal geschrieben in einem Newsletter, dieses "Sawubona" - ist eine südafrikanische Begrüßung...

00:23:16: das heißt - ich sehe dich, du bist mir wichtig und ich schätze dich. Das ist ja schön. Und wo haben wir etwas in unserer schnelllebigen Zeit, in unserer Social-Media-Zeit, wo du sagst, konsumieren, konsumieren.

00:23:35: Aber es ist leer. Es hat eine Leere. Es ist nicht greifbar. Aber auch nicht gefüllt mit einem "ich sehe es". Dieses Anerkennen, dieses Sehen. Wirkliches Sehen. Und dann eben auch anzuerkennen und wertzuschätzen.

00:23:56: Danke. Ein Danke. Und wie gesagt, in der heutigen Gesellschaft ist es easy mit diesen Likes, letztendlich. Also das tut mir nicht weh. Es geht schnell. Aber das Thema ist wirklich super interessant und vielleicht eine Anregung für den einen oder anderen, da mal darüber zu reflektieren.

00:24:17: Wie geht man selber damit um? Wie oft gebe ich wirklich ein Like her oder ein Herzerl oder was auch immer? Ja, liebe Renate, ich finde uns großartig. Ich finde uns auch großartig.

00:24:31: Und es macht unglaublich Spaß mit dir gemeinsam da immer wieder zu quatschen und diesen Podcast aufzunehmen. Also ja, uns macht es Spaß, wir hoffen euch macht es auch Spaß, uns da zuzuhören und wie gesagt ab und zu vielleicht einmal ein kleines Kommentar oder ein Like, würde uns freuen.

00:24:51: Werbung in eigener Sache, Sternderl. Ja nein, es geht wirklich darum zu sehen, okay, ist es für jemanden auch ein Beitrag. Vielen Dank! Vielen Dank auch an dich und an euch und dann bis zum nächsten Mal.

00:25:05: Tschüss! Tschüss, baba, Servus!

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