Ep. 32 - Gefühle und Emotionen: Was bewegt uns gerade?
Shownotes
Was bewegt uns gerade – und warum fühlen wir manchmal so, wie wir fühlen?
Wir haben in uns Emotionen abgespeichert, die sich oft als Sehnsüchte zeigen oder auch welche, die wir lieber vermeiden möchten. Doch was passiert, wenn diese unterschiedlichen Seiten unserer emotionalen Erinnerungen wieder hochkommen?
Wir sprechen über Gefühle, Emotionen und eine aktuelle Zeitqualität, die uns auf einer ganz besonderen Ebene berührt und wie wir damit umgehen können.
✨ Inhalte der Folge
- Gefühle und Emotionen – was sie unterscheidet.
- Die Sehnsucht nach vergangenen Erlebnissen und Gefühlen.
- Warum unser Verstand nicht immer weiterhilft.
- Die aktuelle Zeitqualität und ihre emotionalen Herausforderungen.
🧩 Ergänzende Episode:
Ep. 13 - Verschollen im Drama-Dreieck
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Webseite: https://www.andreafichtner.com
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, uns Menschen begleitet ja nicht nur unser Verstand, den wir ja gut ausgebaut haben, sondern uns begleitet ja seit der Geburt, begleiten uns Gefühle und Emotionen.
00:00:11: Und gerade in der aktuellen Zeit, die Zeitqualität bringt ja gerade diese Ebene sehr in den Vordergrund. Und ich spüre das auch gerade wieder so stark und jetzt hab ich mir gedacht, wollen wir ... ja, was meinst du?
00:00:32: Das ist ein super interessantes Thema, weil man merkt das rundherum, was da abgeht. Also würde ich sagen, reden wir darüber, Andrea.
00:00:43: Reden wir drüber. Dem Podcast aus dem Leben, übers Leben und fürs Leben. Hallo und Servus, ich bin die Andrea. Und ich bin die Renate. Willkommen bei unserem Podcast. Wo Lebensfragen zu Seelenfutter werden.
00:00:55: Schön, dass du mit dabei bist. Wenn wir über das Leben philosophieren, das Menschsein reflektieren, Fragen stellen und die Themen ganzheitlich betrachten. Also, reden wir drüber!
00:01:07: Ja, die Leute kennen ja uns schon mittlerweile ganz gut, glaube ich, oder beziehungsweise die, die uns immer wieder hören, wissen ja, dass wir auch mit Human Design arbeiten, Astrologie und so weiter.
00:01:18: Und gerade im Human Design sieht man so schön, auch bei der Körpergrafik, auch dieses Solarplexus-Zentrum oder dieses emotionale Zentrum,
00:01:30: was ja bei manchen definiert ist, bei manchen nicht definiert, aber da wollen wir jetzt gar nicht in das Technische reingehen. Aber trotz allem wird das auch sehr, gerade auch in der Zeitqualität sehr angesprochen, dass sich das ... weil es gibt, glaube ich, die Mehrheit der Menschen auf der Welt ist ja, hat dieses emotionale Zentrum definiert und dann gibt es ja welche, die haben es nicht definiert.
00:01:56: Bei uns ist es ja genauso. Ich habe es definiert und du nicht. Und oftmals ist es ja so, weil die Menschen, die das nicht definiert haben, die spüren ja eigentlich oftmals das andere.
00:02:06: Du hast eine kurze Beobachtung dazu. Magst du das kurz einmal sagen? Weil ich finde das recht interessant. Weil mir ist das wirklich aufgefallen, schon heute durch unser Gespräch, was wir vorher eben schon ein bisschen gehabt haben, von den Gefühlen und Emotionen, dass ich mich besser abgrenzen kann, seit ich einfach auch dieses Wissen habe.
00:02:28: Mir ist es so bewusst, erst heute, oder heute erst bewusst geworden, sagen wir so, dass ich mich besser abgrenzen kann. Früher habe ich mich von Launen oder Gefühlen oder Emotionen von anderen gleich einmal einziehen lassen.
00:02:44: Wo ich mir gedacht habe, ich bin so gut drauf und Dings. Und dann kommt zum Beispiel mein lieber Mann nach Hause und hat vielleicht in der Firma gerade einen Ärger gehabt oder was.
00:02:52: Und kommt ... das hör ich schon am Gehen, wenn er da ist, da sehe ich ihn noch gar nicht, denke ich mir, oha. Und plötzlich war meine gute Laune weg.
00:03:02: Und da habe ich mir oft gesagt, ich meine, er kann ja nichts dafür, wenn er nicht gut drauf ist. Und dass mich ich dann da vielleicht auch runterziehen lasse und dann nicht gut drauf bin, das ist ja meine Geschichte.
00:03:12: Und da kann ich mich besser abgrenzen. Jetzt, seit ich das wirklich so bewusst wahrnehme, merke ich, okay, es ist gut, er ist grantig oder wer anders ist nicht gut drauf, aber ich nehme es nicht mehr an, ich mach es nicht mehr zu meinem.
00:03:28: Ich nehme es wahr und mache nichts damit. Und das ist schön, wenn man das Wissen dann hat und mit dem spielt. Und ich spiele schon lange damit, weil ich ja schon viele Jahre jetzt im Human Design drin bin auch.
00:03:41: Und es ist auch nicht von heute auf morgen gegangen. Genau. Ja, und dann kommt natürlich vieles dazu, dass wir grundsätzlich trotzdem auch natürlich unsere eigenen Emotionen und Gefühle haben.
00:03:55: Und da möchte ich auch kurz vielleicht das erläutern, weil man sich oft denkt, okay, was ist eigentlich der Unterschied? Mögen sich vielleicht manche fragen. Und das sagt schon im Grunde das Wort selbst.
00:04:08: Die Emotion, das ist so dieses von Emovere, also diese Bewegung, das ist eine Bewegung nach außen. Das heißt, das ist auch eher eine emotionale Äußerung nach außen, die kann laut sein, wie jetzt bin ich ... Ärger und Wut und ja, dieses, ja, das ist richtig stark und laut und sehr schnell auch da und sehr, sehr, ja, will sich äußern, will ich nach außen gehen.
00:04:35: Das beschreibt man manchmal so, entschuldige, Andrea, wenn ich dich unterbreche, weil wenn diese Wut kommt, wenn man es spürt, wie es von unten raufkommt und dann im Hals ist und dann waaah.
00:04:45: Ja, da bin ich ein gutes Beispiel dafür, genau.
00:04:50: Haben wir ja schon mal gehört.
00:04:53: Und das Gefühl, das ist das Fühlen und das Ge- ist so dieses Zeichen, es ist im Inneren, das spielt sich im Inneren ab. Das ist ein inneres Gefühl, wo man was spürt, aber es ist leise, es ist nicht so laut.
00:05:09: Ich fühle mich einfach nicht wohl. Irgendwas spürt sich komisch an. Das ist ganz eine andere Energie.
00:05:18: Das merkt man schon, wenn man darüber spricht. Witzig, gell? Dass die Energie anders ist. Ja, wie die Schwingung ist von den beiden Wörtern. Und um auf das zu kommen, also Emotion und sprich in meinem Fall, also das ist wirklich ein Thema bei mir, ein Lebensthema letztendlich auch damit anders umzugehen, aber ich habe gelernt, weil ich habe meine Aufgabe von meinem Design her, dass das auch mein Entscheidungsträger ist.
00:05:52: Wenn das emotionale Zentrum in der Human Design-Sprache, ist es sozusagen die Autorität.
00:06:01: Das heißt, das gibt das Zeichen oder gibt einem den Weg, wie ich Entscheidungen treffe. Und das passt sehr gut trotzdem zu Emotionen allgemein, weil Emotionen sind in dieser Bewegung, verglichen mit Wellen, das sind wie Wellen, das können hohe Wellen sein, niedere Wellen und man weiß es vom Meer, die können einem total, wenn sie uns erfassen, die können dich mit raus ziehen, die hauen dich herum...
00:06:35: ...also dass du da richtig stehen kannst in diesem Wellengang, also wie kannst du in so einem Wellengang, hast du keine Klarheit? Genau, und da sollst du dann auch keine große Entscheidung treffen. Und eigentlich auch nicht wirklich kleine Entscheidungen.
00:06:54: Aber es kommt natürlich immer darauf an, wie hoch sind die Wellen gerade. Das ist klar.
00:07:01: Aber letztendlich, um zu sehen, Emotionen bringen dich aus dem Gleichgewicht, meiner Meinung nach.
00:07:11: Und was ja wirklich spannend ist, wir haben ja, wir sagen immer, wenn wir uns an irgendwas erinnern, da kommen Erinnerungen hoch, oder von früher, und wir sind ja schon auch immer so, dass wir mittlerweile geprägt sind, schon die letzten Jahre, man schaut sich das innere Kind an, oder Verletzungen von der Kindheit her und all diese Geschichten, das ist aber alles mental, was man da dann durchgeht.
00:07:38: Und wie viel, wenn nicht fast das Tiefste fast, ist emotional abgespeichert.
00:07:46: Der Verstand will einfach verstehen, nur das kann er ja nicht. Das geht nicht, das sind zwei Werkzeuge, das ist wie, ja, Messer und Löffel, also völlig unterschiedliche Werkzeuge, die auch für etwas ganz anderes bestimmt sind.
00:08:06: Du kannst eine Suppe nicht mit dem Messer, das ist schwierig. Also von daher versucht man trotzdem immer wieder, auf die Gefühle und auf die Emotionen vom Verstand her zu erklären, weil der Verstand eine gewisse Beruhigung braucht.
00:08:21: Der Verstand braucht eine Erklärung, dass er das Gefühl hat, er hat das wieder unter Kontrolle, er schützt uns. Er hat ja so einen Beschützermodus.
00:08:32: Vom Gehirn her. Da ist ja diese Struktur auch so. Und letztendlich, das emotionale Zentrum, was bei allen, jetzt in der Zeitqualität, ist ja das bei jedem Menschen angesprochen.
00:08:47: Bei jedem. Genau. Das haben wir alle definiert. Ja, definiert deswegen, weil es mit einem anderen Zentrum, nämlich mit dem Wurzelzentrum, hier eine Verbindung bildet.
00:09:00: Und das Wurzelzentrum ist dafür da, das ist das Antriebszentrum und auch ein Druckzentrum.
00:09:09: Das heißt, man steht gefühlsmäßig unter Druck.
00:09:15: Und in dieser speziellen Verbindung haben wir die emotionalen Erinnerungen gespeichert.
00:09:29: Und diese emotionalen Erinnerungen werden jetzt getriggert, unter Druck gesetzt, aber auch gereinigt. Und ich spüre das total stark, weil ich grundsätzlich einen Anteil von dem emotionalen Teil sowieso habe.
00:09:48: Und da habe ich auch schon einmal in einer Transitvorschau geschrieben, und zwar ist es diese innere Sehnsucht,
00:09:58: die Sehnsucht nach einem Gefühl, nach einem schönen Gefühl, das man einmal hatte in der Vergangenheit. Das heißt, es spricht die Vergangenheit an, und zwar gute Gefühle, wonach wir uns wieder sehnen, dass wir das wieder erleben.
00:10:20: Und das funktioniert aber nicht,
00:10:23: weil dann bleiben wir ja irgendwo in der Vergangenheit hängen. Weil ich mich immer wieder nach dem sehne, und ich kann mir ja das gleiche Gefühl oder die gleiche Emotion nicht wieder herholen.
00:10:35: Genau. Weil wir inzwischen andere Personen sind. Wir sind in jedem Moment eine andere Person. Man sagt ja so schön, du kannst nie in den gleichen Fluss steigen. Das ist ein chinesisches, buddhistisches Sprichwort.
00:10:45: Du kannst nicht mehr in den gleichen Fluss steigen. Das heißt, auch wenn das so ein schönes Gefühl ist, du kannst es nicht wiederholen. Und wie oft hörst du ja in letzter Zeit?
00:10:56: Ja, absolut.
00:10:59: Ich habe erst vor kurzem ein Gespräch gehabt mit jemandem, wo es um das gegangen ist. Ja, wie wir jung waren, wir haben es ja viel einfacher gehabt. Es war einfach so entspannter, weil wir ja noch keine Social Media gehabt haben.
00:11:12: Die Handys hat es nicht gegeben. Wir waren ja viel freier. Und dieses Freiheitsgefühl, das geht vielen Menschen, glaube ich, ab. Also da sind wir halt so draufgekommen auf das.
00:11:24: Das war halt schon eine coole Zeit und wir sehnen uns eigentlich manchmal zurück nach dieser guten alten Zeit.
00:11:32: Aber das funktioniert nicht. Und wenn man das aber, immer über das spricht, man bleibt irgendwie da drinnen hängen dann. Und da verbirgt sich schon auch eine Gefahr,
00:11:47: weil du ja gar nicht in der Jetztzeit auch aktuell auf einen Umstand oder auf eine Begebenheit reagieren kannst oder auch nicht eingehen kannst. Genau, weil du eher immer dich nach dem sehnst, wie das damals war.
00:12:07: Es war einfacher, es war leichter, ja, ist möglich. Aber ich sage dann auch oft gern so, naja, jede gute alte Zeit war irgendwann einmal eine schlechte neue Zeit, oder eine schwere neue Zeit, oder wie immer.
00:12:21: Da gibt es ja so einen Spruch.
00:12:26: Und wenn wir jetzt in der jetzigen Zeit, das fühlt sich alles so schwer an und es ist alles so … Ja, ist es ja nicht. Ich glaube, einfach ist es ja nur, weil man an dem so hängt, an diesem Gefühl.
00:12:39: Ja, genau.
00:12:41: Und gleichzeitig ist es aber auch so, weil es die Vergangenheit betrifft, man will natürlich entweder etwas Schönes zurück, Und dort in diesen emotionalen Erinnerungen sind ja, blöderweise, auch die emotionalen Ängste gespeichert.
00:12:59: Also Ängste deswegen, sind Gefühle, die man vermeiden will.
00:13:06: Also sprich auch Ängste, dass man sowas wieder erleben könnte, was man vermeiden will. Aber man hat mit dem Verstand nicht den Kontakt zu dem, was es denn ist. Und das ist die Krux.
00:13:21: Da muss man total aufpassen. Und ich erkenne das gerade auch bei mir, weil ich gerade auch dieses Gefühl, diese Sachen durchgehe. Ich spüre in mir was. Ich meine, boah, irgendwas tut sich.
00:13:31: Ich versuche das zu verstehen. Oder wenn Emotionen hochkommen, die einfach getriggert werden durch irgendwas. Aber man will es verstehen. Also ich kann das richtig ... ich will es verstehen.
00:13:43: Weil wenn ich es weiß, kann ich das vielleicht - ja, jetzt verstehe ich es, damit ist das geregelt. Nein, und das ist die Falle, ist nicht, weil das emotional gespeichert ist.
00:13:57: Und dann, ja, aber und, wie kann das jetzt aber geheilt werden, das trifft mich jetzt immer, mein ganzes Leben, oder wie? Ja,
00:14:06: aber was mache ich denn jetzt damit? Und da ist es schon wichtig, und das ist ja auch eben bei Gefühlen und bei Emotionen so, dass man es nicht wieder unterdrückt, und das ist auch, wir sind ja trotzdem, das Wurzelzentrum ist das Druckzentrum.
00:14:22: Jetzt kommt es darauf an, nutze ich den Druck, um das nieder zu drücken? Nutze ich den Druck, um erst recht jetzt Emotionen rauszulassen, die zerstörerisch wirken können?
00:14:32: Nicht jetzt nur wirklich auf diese ganzen gewalttätigen und Sachen, die im Außen passieren. Und man sieht ja, der Hemmspiegel ist ja sehr niedrig dadurch. Man sieht ja, das ist einfach die Zeit, die das raushaut.
00:14:50: Aber auch, dass man sich von Emotionen so unter Druck setzen lässt oder die einen so bearbeiten und aus dem Gleichgewicht bringen, dass man auch untereinander vielleicht in Beziehungen ... hier vielleicht dann was kaputt macht, was gar nicht das Thema wäre, etwas kaputt zu machen.
00:15:15: Es geht nämlich darum, das Eigene anzusehen, ohne es dem Anderen rüberzustülpen. Genau. Aber das ist ja oft viel einfacher.
00:15:25: Na ja, klar! Wenn ich es jemand anderen rüberstülpe, weil dann muss ich nicht genau hinschauen. Ja, erstens das, und ich bin ja der Arme, ich bin ja nicht der, der böse ist.
00:15:34: Ja, da sind wir wieder in der Opferhaltung. Im Schuldthema. Das gehört alles da rein. Und das sind ja alles diese Trigger. Wenn wir getriggert werden, geben wir gern die Schuld dem, der uns getriggert hat.
00:15:48: Statt dass wir sagen, danke, durch das darf was hochkommen, was jetzt heilen darf. In mir, weil es ganz eine alte Geschichte ist. Weil im Grunde kommen die Emotionen, die hoch, die alt sind.
00:16:00: Die haben mit dem Jetzt nichts zu tun. Und das ist das. Genau, und das zu erkennen, ist ja schon einmal unfassbar wichtig für den Heilungsprozess.
00:16:15: Weil erst dann kann es ja in die Heilung gehen, wenn ich es erkenne. Aber meistens ist es ja so, wenn mich etwas triggert, dann fühle ich mich angegriffen. Und gehe in die Verteidigung.
00:16:30: Ja, eben, weil ich mich als Opfer fühle. Genau.
00:16:34: Also jetzt sind wir wieder bei diesem Thema und letztendlich geht es darum, dass man schaut, was darf da hochkommen, ohne jetzt den Verstand einzuschalten und darum sagt man bei diesen emotional definierten Menschen wie bei mir, schlaf eine Nacht drüber.
00:16:49: Manchmal sind es mehrere Nächte, aber es ist egal, es geht einfach nur um die Energie dahinter. Mach jetzt in dem Moment, wo du dich in dieser Welle befindest,
00:17:01: nicht zum Werkzeug, das irgendwie dann nach außen zu schießen oder irgendwas für dich zu entscheiden, zu tun, was nicht aus der Klarheit ... wo wieder das Meer sich gelegt hat, wo man wieder den Sand drunter sieht und nicht, wo das Meer den Sand aufwühlt, wo du nicht klar auf den Boden siehst.
00:17:22: Das finde ich ist ein super Bild, weil da kann wirklich jeder was damit anfangen, weil ich glaube, dieses Gefühl, oder das kennt ja jeder, wenn er im Meer steht und dann kommt so eine Welle und du siehst natürlich keinen Boden mehr, dich wirbelt es herum und spuckt dich aus.
00:17:37: Oder zieht dich zurück. Du bist fast wie machtlos, das weiß man eh. Wenn du ein bisschen weiter raus schwimmst und dann denkst du, ja die Welle tut nix.
00:17:47: Aber die hat Kraft. Die zieht dich woanders hin. Und dann verlierst du deinen
00:17:54: eigenen, echten Weg für dich. Genauso ist es mit der emotionalen Welle, wenn die daherkommt und wirklich die überrollt, wo du auch meinst - was ist jetzt los?
00:18:05: Genau. Darum einfach zu beobachten, jetzt, auch wenn wer anderer im Außen, wenn man beobachtet, andere sind gerade so drauf, nicht darauf einsteigen, ganz wichtig, nicht darauf einsteigen, auch nicht bewerten, das ist natürlich eine Herausforderung, das ist klar, einfach bei sich zu bleiben und schauen, was tut das bei mir. Weil im Grunde, wenn ich das draußen bewerte, macht ja das auch in mir was.
00:18:34: Ja, in mir dann auch. Also ich kenne das auch bei mir, wo ich mir denke, wenn jemand gewalttätig ist,
00:18:42: merkt man so richtig, sind die blöd? Was machen die? Oder alleine, wenn man Nachrichten hört und einen Politiker reden hört, denkt man, ach, echt jetzt? Hört auf mit diesem Scheiß, was ihr uns da verbreitet.
00:18:55: Also da merke ich, wie in mir Sachen hochkommen und ich denke, okay, gut, es hat alles seinen Grund. Es ist alles, wie es ist. Ist es gerade richtig.
00:19:07: Und ich darf bei mir ansehen, was geht in mir hoch,
00:19:14: was auch immer der Hintergrund da ist. Das mag vielleicht ganz was Altes sein, von wie ich vielleicht ein Jahr alt war. Was auch immer, oder 10 Jahre, oder vielleicht ist es eine Erinnerung von, weiß ich nicht, auch vor kurzem, aber trotzdem emotional.
00:19:29: Es kann aber auch noch viel weiter zurückgehen. Weil wir dürfen auch nicht vergessen, was alles in unserer DNA gespeichert ist, viele, viele, viele tausende Jahre retour.
00:19:43: Im Grunde unser ganzes Menschsein. Das ganze Menschsein ist gespeichert, ja. Genau. Das muss uns ja gar nicht in diesem Leben, das irgendwie schon gewesen ist, sagen, das kann ganz, ganz, ganz was Altes sein.
00:19:57: Das darf man nämlich auch nicht vergessen. Danke, Renate, das ist ein wichtiger Impuls auch, ja, genau. Ich wollte es halt sagen, früheres Leben, weil ich denke, früheres Leben ist, würde ich es so jetzt nicht unbedingt nehmen, weil wir als Person nicht da waren.
00:20:11: Wir waren als Bewusstsein da, was auch immer das ist, egal. Aber du sagst es richtig, es ist das große Bewusstsein in unserer DNA. Danke. Genau. Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, dass man das vielleicht einmal gehört hat oder im Hinterkopf hat.
00:20:27: Da ist so viel gespeichert in uns, wo wir gar keine Ahnung haben. Genau.
00:20:33: Ja, ich würde es jetzt gar nicht so weit ausbreiten. Ich würde fast sagen, dann lassen wir es gut sein. Ich wollte nur einfach auf das eingehen, auf diese Emotionen und Gefühle, dass man die anschauen soll, nicht unterdrücken oder einfach nicht anschauen soll, sondern einfach zulassen kann, sie nicht anderen jetzt dagegen schleudern, sondern einfach für sich dem hinzugeben, damit sich da etwas ausreinigen darf.
00:21:03: Und wenn man weinen muss, völlig egal, aber für sich. Wenn man meint, man muss irgendwo einschlagen, vielleicht einen Boxsack kaufen oder irgendwas, aber nicht auf eine Person oder nicht auf eine Vorstellung einer Person, sondern einfach nur diese Energie rauszulassen, aber nicht jetzt mit anderen im Beisein, weil es geht um deine Speicherungen, deine Erinnerungen, die du da jetzt ausreinigen kannst damit...
00:21:32: ...und zulassen darfst, ohne sie zu bewerten, ohne sie verstehen zu müssen, einfach nur, sie dürfen da sein und dürfen sich zeigen und in die Heilung gehen.
00:21:42: Und vor allem das wirklich einfach bei sich wirken lassen, das ist einfach ganz wichtig und einmal schauen, okay, ich muss jetzt nichts tun damit und sich selber die Erlaubnis geben, okay, das darf jetzt kommen, das darf jetzt heraus. Und ich brauche nichts tun damit.
00:21:59: Ja vielen dank für das tolle Gespräch und ich finde das Thema ist super spannend. Also da könnte man wahrscheinlich ganz viel reden darüber aber es wird jetzt einmal nur Anregung sein, dass man sich selber vielleicht ein bisschen beobachtet.
00:22:14: Und die jetzige Zeit ein bisschen mehr ... besser versteht vielleicht. Verstehen - sind wir wieder da - nein aber es darf sein und ein Verständnis sagen wir für das, was eigentlich abgeht und das nicht irgendwie niederzumachen, dass bei jedem das anders hochkommt.
00:22:30: In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Tag und bis bald. Tschüss. Ja, Tschüss, Baba, danke. Servus, Baba.
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